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Artikel und Hintergründe zum Thema

Sensor für den Brauprozess

Stammwürze, Durchfluss und Temperatur kontinuierlich messen

Das Überwachen des Brauprozesses ist wichtig, um eine gleichbleibende Qualität beim Brauen sicherstellen zu können. Zu diesem Zweck bietet Bürkert den Sensor „FLOWave“, der kontinuierlich die Konzentration der Stammwürze sowie Durchfluss und Temperatur misst.

Ein vertrauter Biergeschmack ist eines der wichtigsten Kriterien jeder Biermarke. Brauereien müssen dazu unter anderem die Konzentration der Stammwürze jederzeit im Auge behalten, hauptsächlich um sicherzustellen, dass man sich in den benötigten Sudparametern der jeweiligen Biersorten befindet und um den später entstehenden Alkoholgehalt zu beeinflussen. Oft wird die Konzentration noch manuell mit einer sog. Bierwürzespindel gemessen und abgestimmt. Das ist arbeits- und zeitaufwendig und auch fehleranfällig. Mit „FLOWave“ bietet Bürkert Fluid Control Systems ein Gerät für die direkte Kontrolle im Brauprozess.

© Bürkert Fluid Control Systems

Der Multiparameter-Sensor, der nach dem patentierten SAW (Surface Acoustic Waves)-Verfahren arbeitet und sich für den Kalt- sowie Warmbereich eignet, kann sowohl Durchfluss, Dichte und Temperatur als auch die Stammwürze-Konzentration messen. Das kann zusätzliche Sensorik sparen, die nicht nur Platz braucht, sondern bei der Inbetriebnahme auch aufeinander abgestimmt werden muss. Die hohe Wiederholgenauigkeit des Messwerts beim Messen der Konzentration der Stammwürze, ist von besonderer Bedeutung für die Sicherung der Qualität, insbesondere wenn es bei unterschiedlichen Chargen Veränderungen bei den Rohstoffen gibt. Alle Messwerte lassen sich dokumentieren und sind damit rückverfolgbar.

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Reinigung und Montage
Durch das SAW-Messprinzip hat der „FLOWave“-Sensor glatte Messrohre ohne Einbauten und misst somit unter hygienischen Bedingungen, wie Zertifikate wie ASME BPE, 3A und EHEDG bestätigen. Zudem ist er gut zu reinigen und zu sterilisieren. Der SAW-Durchflussmesser ist wartungsfrei. Der Messbereich beträgt bei Nennweite DN 8 bis 0,3 l/min und bei DN 80 bis 3.300 l/min. Gängige Prozessanschlüsse wie Tri-Clamp, Flansch oder SMS-Verschraubung sind verfügbar. Der Ein- und Ausbau des Geräts sowie die Nachkalibrierung kann von einer Person erledigt werden. Die Kommunikation mit der übergeordneten Steuerung ist wahlweise über Profibus DP, Profinet oder über eine analoge 4...20 mA-Schnittstelle möglich.

Zum SAW-Messprinzip
Die Technologie basiert auf SAW (Surface Acoustic Waves - Oberflächenwellen). Die Art der Wellenausbreitung ähnelt der, wie sie bei einem Erdbeben in der Natur auftritt. Im Fall von „FLOWave“ wird das Signal miniaturisiert, welches auf einem Messrohr geleitet wird. „FLOWave“ verwendet sogenannte Interdigitalwandler, die auf abgeflachten Bereichen der Röhrenoberfläche platziert werden. Jeder arbeitet als Sender und als Empfänger. Zwei senden in Vorwärts-Durchflussrichtung, die anderen senden entgegen der Durchflussrichtung. Die Wellenausbreitungszeit vom Sender bis zum Empfänger wird gemessen. Die Differenz der Laufzeiten in Vorwärtsrichtung und Rückwärtsrichtung sind proportional zum Volumendurchfluss. Mit der entsprechenden mathematischen Auswertung liefern sie zudem Informationen zum Fluid selbst, wie z.B. der Stammwürzekonzentration.

AUTOREN
Diplom-Braumeister Felix Becker, Account Manager
Martin Schramm, Produktspezialist Sensorik / SAW-Technologie
Bürkert Fluid Control Systems
Bürkert GmbH & Co. KG, Ingelfingen
[email protected]
www.buerkert.de

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