micro photonics 2016

Gelungene Premiere

Mehr als 1000 Teilnehmer aus 15 Ländern von 5 Kontinenten kamen zur Premiere der neuen Kongressmesse micro photonics nach Berlin. Rund 80 nationale und internationale Austeller aus den Bereichen Mikrooptik, Mikrosystemtechnik und Optoelektronik ergänzten vom 11. bis 13. Oktober den hochkarätig besetzten Kongress mit ihren innovativen Produkten und Dienstleistungen. Die nächste Ausgabe des Business-Networking-Events ist für Herbst 2017 vorgesehen.

micro photonics 2016: Impression aus Halle 7.2b.

„Das Konzept der neuen Kongressmesse ist von Ausstellern wie Kongressteilnehmern gut angenommen worden“, zog Gérald Lamusse, Director Products & New Business der Messe Berlin GmbH, ein erstes Resümee. „Bei der Premiere standen Biophotonik sowie Mikro- und Nanophotonik im Fokus. Jetzt sprechen wir mit relevanten Branchenvertretern darüber, welche Anwendungsfelder mittelfristig das größte Potenzial haben. Die Ergebnisse dieses Austauschs werden wir bei der Weiterentwicklung des Veranstaltungskonzepts berücksichtigen.“

In einer Umfrage zeigten sich mehr als 8 von 10 Ausstellern zufrieden mit ihrer Beteiligung an der ersten micro photonics. Rund 78 % rechnen mit einem guten Nachmessegeschäft und über drei Viertel aller Befragten gaben an, sich auch an der nächsten Ausgabe der Kongressmesse beteiligen zu wollen.

Die Veranstaltungen des internationalen Kongresses waren in zwei Tracks gegliedert – Biophotonics sowie Micro & Nanophotonics. Für Biophotonics sagte Chair Prof. Dr. Jürgen Popp vom Leibniz-Institut für Photonische Technologien e.V: (IPHT): „Die technologischen Lösungen der Biophotonik – und damit die Themen des Biophotonics-Tracks der micro photonics – sind von höchster Bedeutung für unsere Gesellschaft und für die Industrie. Notwendige Voraussetzung für erfolgreiche Forschung und Transfer hin zu Produkten ist eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen: Wissenschaftler und Technologieentwickler müssen sich an den Bedürfnissen der Anwender – zum Beispiel den Medizinern – orientieren und eng mit den Verwertern aus der Industrie kooperieren. Die micro photonics kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, diese Zusammenarbeit zu verstärken.“

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Dr. Hennig Schröder, Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM), Chair des Kongresstracks „Micro & Nanophotonics“ betonte: „Die Photonik ist eine Querschnittstechnologie und deshalb für viele Bereiche von Bedeutung. Im Track zu Mikro- und Nanophotonik ging es unter anderem um neue Herstellungstechnologien mittels Lasertechnik, neue Komponenten und mikrooptische Verbindungstechniken für die Datenkommunikation auf Basis von Siliciumphotonik und integriert-optische Mikrosysteme für die Sensorik. Das Spektrum reichte von Anwendungen für die Biomedizin bis zum Thema Industrie 4.0. Sowohl die Qualität der Vorträge wie auch der sich anschließenden Diskussionen war sehr hoch. Die vielseitigen Möglichkeiten zum Networking wurden begrüßt und rege genutzt.“

Hohe Internationalität auch in der Ausstellung

Die nationalen und internationalen Aussteller der micro photonics kamen aus allen Bereichen entlang der Wertschöpfungskette: Von Spezialmaterialanbietern über Laser- und Komponentenhersteller bis zu Anlagenbauern war ein breites Spektrum vertreten. Beispiele für die Internationalität waren die Gemeinschaftspräsentation von Start-up Unternehmen und Instituten aus Hamamatsu (Japan) sowie die Teilnahme des Technologie- und Forschungsverbunds CERTI aus Brasilien. Darüber hinaus gab es ein umfangreiches Rahmenprogramm, das von einem Executive Breakfast über Kooperationsbörsen und Handlungsfeldkonferenzen bis zu Exkursionen nach Potsdam und Berlin-Adlershof reichte.

Inmitten der Expo organisierte das European Photonics Industry Consortium EPIC ein Programm mit rund 50 Vorträgen unter der Überschrift „Tech Watch”. Carlos Lee, Director General EPIC: „Die micro photonics ist eine großartige Plattform, um sich mit der Industrie zu treffen. Berlin ist reich an jungen und innovativen Photonik-Unternehmen. Das zieht wichtige Akteure entlang der ganzen Wertschöpfungskette an, von Komponentenherstellern bis zu Anwendungsentwicklern und Integratoren. Die Technologie-Präsentationen von Top-Unternehmen wie Airbus, Thales, Diehl Defence und Philips Innovation Services waren äußerst attraktiv für das Publikum.“

Weitere Stimmen von Ausstellern und Konferenzteilnehmern

„Zur besonderen Qualität des Photonik-Clusters in der Hauptstadtregion Berlin gehört die Kombination aus 400 Unternehmen und 35 Forschungseinrichtungen“, so Gerrit Rössler, Bereichsleiter Optik bei Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH und Clustermanager des Optik-Cluster Berlin-Brandenburg. „Dazu kommt eine hohe Gründungsdynamik. So sind hier in den letzten drei Jahren in der Optoelektronik mehr als 20 Start-ups entstanden. Der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Berlin ist international äußerst attraktiv. Das haben wir in unseren Gesprächen während der micro photonics erneut bestätigt bekommen. Zwei bereits bestehende Berliner Kooperationen – mit Hamamatsu in Japan und Santa Catarina in Brasilien – konnten wir hier präsentieren. Im Kontext dieser Kooperation ist am Mittwoch das erste Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur Photonik zwischen Berlin und Santa Catarina bewilligt worden.“

Olaf Meyer, Director Business Development CISS bei Qioptiq: „Ein Konzern wie Excelitas qioptiq passt hier perfekt hin, wir machen die Mikrooptiken und die Mikroelektronik für verschiedenste Anwendungen. Die Schnittmenge der verschiedenen Anwendungsgebiete auf der micro photonics macht es für uns hier besonders interessant. Wir gehen von den Komponenten hin zum Modul oder Subsystem, dafür finden wir hier die richtigen Partner."

Stephen G. Anderson, Director Industry Development SPIE (USA): „Ich finde das Photonik-Business viel spannender als etablierte Industrien. Einer der Vorteile ist, dass in die Photonik viele verschiedene Technologien involviert sind. Sie sind zwar alle lichtbasiert, setzen aber zum Beispiel unterschiedliche Materialien ein. Von der micro photonics hatte ich einen guten Eindruck. In den Hallen war eine Menge los und auch mein Vortrag war gut besucht.“

Manuel Steidle, Executive Director des Zentrums für Mechaoptoelektronik (CERTI) der Bundesuniversität Santa Catarina (Brasilien): „Santa Catarina stellt hier die ersten Ergebnisse der Kooperation zwischen der Forschungs- und Technologiestiftung FAPESC und Berlin Partner vor. Dabei sucht man immer zwei Partner von jeder Seite – jeweils ein Unternehmen und einen Partner aus Forschung und Entwicklung. Fünf Unternehmen sind bereits eingebunden, weitere fünf Matchmakings in Planung. So suchen beispielsweise Laserproduzenten aus Deutschland neue Partner in Brasilien und Maschinenhersteller aus Brasilien Optikpartner in Berlin / Brandenburg.“

Finale der European Photonics Start-up Challenge

Nachwuchsgewinnung war bei der micro photonics ein wichtiges Thema. Für Jobinteressente vom Schüler über Auszubildende und Studenten gab es ein breites Angebot von Speed Dating über Job-Wall und Career Lounge bis zu einer eigenen Vortragsreihe „Working in Photonics“. Höhepunkt des letzten Messetages war das Finale der European Photonics Start-up Challenge. Im Rahmen des EU-Förderprojekts Photonics4All bekamen die acht Finalisten aus Deutschland, Frankreich und Österreich Gelegenheit, ihre Geschäftsidee in drei Minuten zu präsentieren. Den 1. Preis erhielt die Sicoya GmbH. Das in Berlin ansässige Start-up entwickelt, assembliert und vertreibt anwendungsspezifische photonisch integrierte Schaltkreise (ASPICs) auf Basis der Siliciumphotonik für optische Verbindungen in Datenzentren.

Über die micro photonics

Die micro photonics ist eine Plattform für die Entwicklung, Fertigung und Anwendung von miniaturisierten optischen Komponenten. Nach erfolgreicher Preview im November 2015 fand der Expertenaustausch und Wissenstransfer auf der Premiere der micro photonics vom 11. bis 13. Oktober 2016 seine Fortsetzung. Im Mittelpunkt der micro photonics steht ein internationaler Kongress, der in Kooperation mit der K.I.T Group und weiteren renommierten Partnern organisiert wird. Veranstaltet wird die micro photonics von der Messe Berlin GmbH in Zusammenarbeit mit Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH, der K.I.T. Group sowie weiteren Partnern.

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