Sensoren messen Stress bei Pflanzen
Pestizideinsatz reduzieren
Die Lehner GmbH Sensor-Systeme hat eine Methode zur Analyse von Signalmustern der Pflanzenoberfläche entwickelt. Mittels kleiner Elektroden können Stresszustände von Pflanzen frühzeitig erkannt und der Einsatz von Pestiziden dadurch deutlich verringert werden.
Dr. Lars Lehner, Geschäftsführer der Lehner GmbH Sensor-Systeme, hat eine preisgekrönte Methode entwickelt, um die elektrischen Signalmuster von Pflanzen zu analysieren und zu verstehen. Das Unternehmen aus Kirchheim unter Teck, das für seine Entwicklung unter anderem im Businessplanwettbewerb CyberOne 2011 ausgezeichnet wurde, hat die Prototypenentwicklung abgeschlossen und beginnt nun mit der "Feldarbeit". Zum Beispiel auf dem Weinberg von Helmut Dolde im Neuffener Tal. Der Winzer musste häufig vorbeugend Pestizide gegen Schadpilze wie Mehltau einsetzen - bisher. Jetzt sind einige seiner Rebstöcke mit kleinen Elektroden ausgestattet, die Daten an einen Rechner funken und dann ausgewertet werden. "Wir haben nachgewiesen, dass es an jeder Stelle der Pflanzenoberfläche messbare elektrische Signale gibt", erklärt Dr. Lars Lehner. "Wir müssen diese elektrische Sprache der Pflanzen übersetzen, sie lesbar machen, dann gibt uns die Pflanze selbst die Antwort, ob gespritzt werden muss oder nicht."









