Zubehör für die UV/Vis-Spektroskopie
UV/Vis-Analyseplatte
Die „SpecPlate“ wurde für die plattenbasierten UV/Vis Spektroskopie entwickelt. Es handelt sich um eine innovative UV/Vis-Analyseplatte, bei deren Verwendung ein erweiterter Messbereich möglich ist und Pipettierfehler vermieden werden können.
Im Bereich der biopharmazeutischen Prozessentwicklung sind die wesentlichen Prozessparameter Reinheit und Konzentration von Produktions- und Reaktionsprodukten wie Nukleinsäuren und Proteinen. Mit der steigenden Anzahl an Molekülkandidaten ist es notwendig, diese Messungen zu parallelisieren und zu automatisieren. Dies führt zu einem hohen Verbrauch an UV-Mikrotiterplatten, die in verschiedensten Abteilungen der Pharmaindustrie zum Einsatz kommen, insbesondere bei der Konzentrationsbestimmung von Proben. Standard-Mikrotiterplatten stoßen jedoch bei höheren Probenkonzentrationen an ihre Grenzen, was häufig Verdünnungen erforderlich macht. Jeder Verdünnungsschritt birgt Ungenauigkeiten durch Pipettierfehler. Zusätzlich beeinflussen Flüssigkeitsmenisken an den Well-Wänden die Präzision der Messungen. Diese Menisken verändern die Pfadlänge und führen zu Fehlern in der Konzentrationsbestimmung. Es gibt alternative photometrische Messmethoden, die jedoch oft nicht hochdurchsatz-kompatibel sind oder nicht in bestehende Systeme integriert werden können, was zusätzliche Anschaffungen und zeitaufwändige Implementierungen erfordert. Die SpecPlate-Technologie soll diese Nachteile überwinden und die Vorteile bestehender Systeme kombinieren.
Die SpecPlate von Phabioc besteht aus UV-durchlässigem Kunststoff (COC) und verfügt über 96 besondere Kanalstrukturen, die kreisförmig um die Befüllungsöffnung angeordnet sind. Dies ergibt insgesamt 384 Messkammern. Die SpecPlate ist nach internationalen Standards konstruiert, was die Implementierung in bestehende Prozesse und Geräte erleichtert, inklusive automatisierter Pipettierstationen und bestehender Plate Reader. Die Produktion der SpecPlate erfolgt in Deutschland. Die SpecPlate eliminiert Verdünnungsschritte und die damit verbundenen Fehler, da die geschlossenen Messkammern die Pfadlänge physisch definieren und die Ausbildung von Flüssigkeitsmenisken verhindern. Mit vier verschiedenen Messkammerhöhen (100 µm, 700 µm, 1400 µm und 2000 µm) können sowohl niedrige als auch hohe Konzentrationen in einem Messvorgang detektiert werden. Dadurch werden Zeit (36 %*) und Material (67 %*) gespart (*Ergebnisse aus einem Beispielprozess), da keine Verdünnungsschritte notwendig sind.
Nachhaltigkeitsaspekte
Die kompakte Konstruktion der SpecPlate spart im Vergleich zu einer Standard-96-Well Mikrotiterplatte 18 % des Kunststoffes bei der Herstellung ein, so der Hersteller. Die Reduktion des Materialeinsatzes und die Einsparung von Verdünnungsschritten unterstützen die Nachhaltigkeitsziele. Bei mindestens drei Messkammern im Detektionsbereich des Photometers kann durch die sog. Slope-Methode die Präzision der Messergebnisse weiter verbessert werden.
Quelle: Phabioc










