Umsätze in Europa sinken, Wachstumsmärkte mit Verdopplung

Pharmaindustrie global

Der globale pharmazeutische Markt könnte bis 2020 auf einen Gesamtumsatz von annähernd 1,6 Billionen Dollar kommen. Dabei werden die Umsätze in Europa („Big 5“: Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Vereinigtes Königreich) zwar von 205 Mrd. auf 194 Mrd. USD sinken, aber: In den Wachstumsmärkten (etwa BRIC-Staaten, Teile Südamerikas und Osteuropas) werden sich demnach die Umsätze mehr als verdoppeln, von derzeit 205 Mrd. auf 499 Mrd. USD. Das ist das Ergebnis einer neuen PwC-Studie (From vision to decision, Pharma 2020). Demzufolge hat die Pharmaindustrie durchaus gute Gründe, optimistisch in die Zukunft zu blicken.

Gefordert ist die Industrie darüber hinaus in Anbetracht der fortlaufend steigenden Kosten. Weltweit wächst der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt, wie die Studie ermittelte. Insbesondere in den entwickelten Industriestaaten, wo die Pharma-Industrie traditionell stets ihre höchsten Erträge erwirtschaftet hat, ist ein Ausgabenanstieg auf 15,5 % im Jahr 2020 (9,6 % im Jahr 1995) zu erwarten. "Diese Entwicklung muss die Industrie unbedingt umkehren. Das heißt, die Industrie muss einen Mehrwert, vor allem in Gestalt eindeutiger Therapieerfolge, für diese Preisentwicklung bieten können oder aber zeigen, dass sie in anderen Bereichen des Gesundheitswesens zu Kosteneinsparungen beitragen kann", so das Statement von Dr. Volker Fitzner, Partner im PwC-Bereich "Gesundheitswesen und Pharma".

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Besondere Anstrengungen muss die Branche zudem im Bereich F & E unternehmen. So zeigt die PwC-Untersuchung, dass der IT-Toptrend "Big Data" durchaus das Potenzial hat, auch in dieser Industrie heilsame Kräfte zu entwickeln. "Mit der gewaltigen Menge an verfügbaren biologischen Daten und zeitgemäßen IT-Technologien wäre die Industrie längst in der Lage, ihre Forschung deutlich effizienter zu gestalten und z.B. den Bereich personalisierte Medizin noch stärker voranzubringen", so Fitzner. Ferner, so der Experte, böte der technologische Fortschritt deutlich mehr Chancen hinsichtlich der Gesundheitsprävention.

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