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Die automatische, motorische Nivellierung von Laborwaagen - eine lang herbeigesehnte Lösung für die Labore der Pharmaindustrie

Application Note Pharma Compliance

Eine der grundlegenden Regeln im Umgang mit hoch auflösenden Waagen in Laboren der Pharmaindustrie ist, dass Waagen jederzeit nivelliert sein müssen. Die Kontrolle der Nivellierung und eine eventuelle Korrektur ist Bestandteil fast jeder SOP (Standard Operating Procedures), die einen Prozessablauf beschreibt, in der eine Laborwaage involviert ist. Warum aber muss eine Laborwaage eigentlich nivelliert werden? Eine Laborwaage muss an ihrem Aufstellort immer so ausgerichtet werden, dass die Krafteinwirkung bei Belastung der Waagschale parallel zur Richtung der Erdbeschleunigung erfolgt. Steht die Waage nicht "waagerecht", wird das aufgelegte Gewicht nicht korrekt bestimmt. Mit Hilfe der sogenannten "Libelle", einer in die Waage integrierten "Wasserwaage", kann der Anwender diese - als Nivellierung bezeichnete - Justierung am Aufstellort vornehmen.

Die Justierung ist für das Laborpersonal eine lästige und zeit raubende Arbeit, zumal das zügige Nivellieren einiger Übung bedarf. Die Kontrolle, ob die Luftblase sich im Zentrum der Libelle befindet, wird daher oft halbherzig wahrgenommen. Dabei ist eine exakte Nivellierung einer Laborwaage aufgrund der schon bei leichter Schrägstellung entstehenden Fehler unerlässlich. Bereits eine geringfügige Schrägstellung, die sich z.B. durch eine Umstellung oder veränderte Ausrichtung auf dem Labortisch (z.B. nach Reinigung) ergibt, ruft Fehler hervor, die schnell in der Größenordnung der zulässigen Toleranzen der zur Kalibrierung verwendeten Prüfgewichte liegen. In ungünstigen Fällen können sie sogar ein Vielfaches davon betragen. Mögliche Fehler, die in den Laborprozessen der Pharmaindustrie z.B. beim Einwägen von Wirkstoff en auftreten können und sich in der Folge in der gesamten Prozesskette fortsetzen, sind nicht akzeptabel. Darüber hinaus ist gerade in regulierten Bereichen eine permanente Kontrolle der Nivellierung notwendig und nicht nur der vielleicht einmalige Check am Beginn eines Arbeitstages. Die geschilderte Situation verlangt nach einer sicheren und zeitsparenden Lösung.

Mit der Cubis-Laborwaagenreihe bietet Sartorius die perfekte Lösung: QLevel ermöglicht die kontinuierliche Überwachung mit automatischer, motorischer Nivellierung - dafür genügt ein Tastendruck. Ein speziell entwickelter Sensor sowie integrierte Motoren nehmen dem Anwender die optische Kontrolle der Libelle und die manuelle Justierung der Stellfüße der Waage ab. Welcher immense Kundennutzen sich hinter dieser innovativen Lösung verbirgt, soll nachfolgend verdeutlicht werden.

In der Pharmaindustrie zeichnet sich in den letzten Jahren ein deutlicher Trend ab, den Personenschutz und den Produktschutz zu verbessern. So werden zunehmend Waagen in Laborabzügen, Sicherheitwägekabinen, Sicherheitswerkbänken oder Gloveboxes betrieben. Das Arbeiten mit immer wirksameren Medikamenten und Substanzzusammenstellungen sowie neue Regularien und Verordnungen, wie z.B. die EU-Chemikalienverordnung, REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of CHemicals) treiben diesen Trend. Darüber hinaus wird es immer häufiger notwendig, in Reinräumen unter sterilen Bedingungen zu arbeiten.

An diesen Arbeitsplätzen muss mit Schutzkleidung gearbeitet werden, d.h. neben Laborkitteln oder Reinraum-Overalls werden grundsätzlich Laborbrillen und Laborhandschuhe, diese oftmals sogar doppelt übereinander, getragen. Es ist leicht nachvollziehbar, dass mit doppelten Handschuhen eine manuelle Nivellierung, d.h. das Drehen der Stellfüße der Waage ein Problem darstellt. Dies gilt insbesondere auch unter dem Aspekt, dass die Handschuhe beim Drehen der Nivellierungs-Stellfüße mechanisch beansprucht werden und reißen können. Auch hier bietet eine automatische, motorische Nivellierung auf Tastendruck eine Lösung, deren Nutzen für den Anwender klar ersichtlich ist.

Noch deutlicher wird dieser Vorteil, wenn die Laborwaage im kontaminierten Bereich in einer der oben genannten, installierten Schutzeinrichtungen betrieben wird. Dort kommt als weiteres Problem hinzu, dass die Sicht auf die Libelle, die schon durch das Tragen der Schutzbrille beeinflusst ist, nochmals dadurch eingeschränkt wird, dass der Anwender zusätzlich durch die Glas- oder Plexiglasfrontscheibe der Sicherheitswägekabine oder der Sicherheitswerkbank blicken muss. In diesem Fall ist es oftmals unmöglich direkt auf die Libelle zu schauen, um die Position der Luftblase zu kontrollieren. Ein "schräger Blick" auf die Libelle führt zu Fehljustierung infolge der Parallaxenverschiebung zwischen Luftblase und markiertem Zielbereich und letztlich zu Fehlern in den Wägeergebnissen. Die wohl ergonomisch und funktionell denkbar schlechtesten Vorraussetzungen für die Kontrolle der Libelle und die manuelle Nivellierung ergeben sich, wenn die Laborwaage in einer Glovebox eingesetzt wird. Für diese Anforderung gibt es eigentlich nur eine akzeptable Lösung: Diese heißt QLevel und ermöglicht auf Tastendruck die automatische, motorische Nivellierung immer dann, wenn die Laborwaage selbstständig registriert, dass sie nicht mehr nivelliert ist.

Sartorius Weighing Technology GmbH Weender Landstrasse 94¿108 37075 Göttingen Telefon +49.551.308.0 Fax +49.551.308.3289 http://www.sartorius.com info@sartorius.com

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