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Artikel und Hintergründe zum Thema

Forschungspreis

Barbara Schick,

Stephan A. Sieber erhält Inhoffen-Medaille 2024

Für seine Forschung zu neuen Medikamenten gegen multiresistente Bakterien haben der Förderverein des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) und die Technische Universität Braunschweig den Chemiker Prof. Dr. Stephan A. Sieber von der Technischen Universität München mit der Inhoffen-Medaille 2024 ausgezeichnet.

Wegen der großen Anzahl von essenziellen Proteinen in Bakterien besteht ein enormes Potenzial zur Entschlüsselung bisher unbekannter Zielstrukturen für Antibiotika, für die es noch keine Resistenzstrategien gibt. Darauf hat sich die Arbeitsgruppe um Stephan Sieber fokussiert. Unter Nutzung von Techniken der synthetischen Chemie, der funktionellen Proteomik, von Mikrobiologie und Proteinbiochemie und deren Kombination werden neue antibakterielle Zielstrukturen entdeckt. Auf der Basis dieser Erkenntnisse können Forschende neue Wirkstoffe identifizieren und durch chemische Veränderung optimieren.

Laudator Prof. Dr. Thomas Carell (Leiter des Instituts für Chemische Epigenetik an der Ludwig-Maximilian-Universität München), Vorsitzender des Fördervereins des HZI Prof. Klemens Rottner, Inhoffen-Preisträger Prof. Dr. Stephan A. Sieber, TU-Präsidentin Prof. Angela Ittel und Prof. Thomas Pietschmann, Prokurist Wissenschaftliche Geschäftsführung des HZI. (V.l.n.r.) © Kristina Rottig/TU Braunschweig

In der 29. Hans-Herloff-Inhoffen-Vorlesung, in deren Rahmen die Verleihung der Auszeichnung stattfand, widmete sich Professor Stephan Sieber dem Thema, wie die bakterielle Resistenz mittels chemischer Moleküle überwunden werden kann. Die hierbei gewählte Strategie beruht darauf, der bakteriellen Zelle massiven Schaden durch die Deregulation von biochemischen Prozessen zuzufügen. Dabei suchen die Forschenden um Professor Sieber nach Mechanismen, wie sich Bakterien selbst zerstören können.

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Zur Person

Sieber hat Chemie an der Universität Marburg studiert und seine Doktorarbeit 2004 an der Harvard Medical School (USA) und der Universität Marburg angefertigt. Nach einem Postdoc-Aufenthalt am Scripps Research (USA) begann er mit seinen unabhängigen Forschungsarbeiten an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2009 erhielt er einen Ruf an die TU München als Inhaber des Lehrstuhls für Organische Chemie II. 2011, 2016 und 2023 erhielt er einen ERC Starting Grant, ERC Consolidator Grant sowie einen ERC Advanced Grant.

Zum Preis

Der vom Förderverein des HZI vergebene Inhoffen-Preis ist mit 8000 Euro dotiert und gilt nach HZI-Angaben als die angesehenste deutsche Auszeichnung auf dem Gebiet der Naturstoffchemie.

Quelle: Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

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