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Mineralöl in Lebensmitteln und Kosmetika - MOSH, MOAH und POSH

Mineralöl in Lebensmitteln und KosmetikaMOSH, MOAH und POSH

Falls Sie das vom Institut Kirchhoff Berlin gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Fettwissenschaft e.V. [1] am 9. und 10. Februar veranstaltete Seminar „Mineralölbestandteile in Lebensmitteln und Kosmetika – Analytik – Toxikologie – rechtliche Bewertung“ versäumt haben sollten, dann gibt es hier gebündelte Erklärungen zu den obigen Be griffen [2] und einen Überblick zu den Seminarinhalten und den jüngsten Forschungsergebnissen.

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Seminar DGF

Am Veranstaltungsort im Seminaris CampusHotel in Berlin-Dahlem hatten sich ca. 100 Teilnehmer und ca. 22 Referenten aus verschiedenen Forschungsinstituten, staatlichen Einrichtungen, der Verpackungs- und Mineralölindustrie, der Stiftung Warentest, Ökotest und foodwatch eingefunden, um den aktuellen Stand der Forschung zu präsentieren und daraus resultierende Forderungen abzuleiten. Die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Problematik wurden von der Kanzlei Seitz und Riemer [3] dargestellt.

Die behandelten Themen reichten von der detaillierten Darstellung der noch bestehenden Probleme bei der Standardisierung der komplexen analytischen Fragen [4] und der angemessenen Probenvorbereitung von unterschiedlichen Lebensmitteln oder Kosmetika bis zur toxikologischen Untersuchung/Bewertung der MOSH-, MOAH- bzw. POSH-Komponenten im Tierversuch und den Maßnahmen der Hersteller von Verpackungsmaterial, um die Kontamination der verpackten Lebensmittel zu vermeiden bzw. zu vermindern.

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Besondere Aufmerksamkeit erhielten die Beiträge von Dr. Konrad Grob aus dem Kantonalen Labor Zürich zur toxikologischen Bewertung im Rattenversuch und von Prof. Dr. Stahlmann aus dem Institut für Klinische Pharmakologie und Toxikologie der Charité Berlin zur toxikologischen Bewertung von Mineralölbestandteilen in Lebensmitteln und Kosmetika.

Einen guten Überblick zur derzeitigen Analytik unter Einsatz der HPLC und Gaschromatographie, gegebenenfalls in Kopplung mit der Massenspektrometrie, gab der schon erwähnte Beitrag von Dr. Grob und von Dr. Lommatzsch zur Untersuchung des Eintrags von MOSH und MOAH aus Heißklebern in verpackte Lebensmittel. Den Einsatz von Tenax [5] zur gezielten Analytik von MOSH- und MOAH-Kontaminationen im Verpackungsmaterial beschrieb Dr. Derra von der ISEGA Forschungs- und Untersuchungsgesellschaft [6].

Die verschiedenen Vermeidungsstrategien der MOSH-/MOAH-Exposition durch ausgewählte Verpackungsbarrieren, auch unter Einsatz von Aktivkohleschichten, wurden von einigen Vortragenden behandelt, so z.B. von Prof. Dr. Simat von der TU Dresden und von M. Biedermann vom Kantonalen Labor Zürich.

Die analytischen Möglichkeiten der Institut Kirchhoff Berlin GmbH durch Einsatz der HPLC-GC/FID bzw. GCxGC/TOF/MS oder Aufnahme von NMR-Spektren bei der komplexen MOSH-/MOAH-Analytik – auch in Kosmetika – schilderten Verena Koospal und Eileen Schulz.

Als Fazit kann festgestellt werden, dass das Seminar in den zwei Tagen, kompetent moderiert von der Institut Kirchhoff Berlin GmbH, den augenblicklichen Kenntnisstand zur äußerst komplexen Analytik und zu toxikologischen und zu rechtlichen Fragen umfassend dargestellt hat. Sollten Sie Fragen zu weiteren Einzelheiten haben oder Untersuchungen zur Thematik in Auftrag geben wollen, wenden Sie sich an die Institut Kirchhoff Berlin GmbH [7].

Dr. Hans-Ulrich Melchert
Analytical&Epidemiological Services, Berlin

Referenzen
*Migration of polyolefin oligomeric saturated hydrocarbons (POSH) into food. Biedermann-Brem S, Kasprick N, Simat T, Grob K. Food Addit Contam Part A Chem Anal Control Expo Risk Asess. 2012;29(3):449-60. doi: 10.1080/19440049. 2011.641164. PMID 22243490.

[1] DGF: https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Gesellschaft_f%C3%BCr_Fettwissenschaft
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/MOSH/MOAH
[3] www.seitzriemer.com
[4] Biedermann M, Grob K: On-line coupled high performance liquid chromatography-gas chromatography for the analysis of contamination by mineral oil. Part 1: method of analysis., J Chromatogr A. 2012 Sep 14;1255:56-75, Review, PMID 22770383.
[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Poly(2,6-diphenyl-p-phenylenoxid)
[6] http://www.isega.de/DE_index_1000.html
[7] http://wikivisually.com/lang-de/wiki/Benutzer:Mellebga/Institut_Kirchhoff_Berlin

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