Von der fluidischen hin zur elektrischen Integration

Bürkert präsentiert neue Geräteplattform EDIP

Nach einer weltweiten Etablierung mechanischer Produktionsanlagen, gefolgt von Massenproduktion und Prozessautomatisierung, steht der Begriff „Industrie 4.0“ für eine durchgängige digitale Ausrichtung industrieller Prozesse. Bürkert stößt mit der Einführung der neuen Geräteplattform EDIP (Efficient Device Integration Plattform) für seine Produkte das Tor zur intelligenten Vernetzung auf.

Mit der Geräteplattform EDIP lassen sich unterschiedliche Hardware-Modulbaukästen realisieren. Das Rückenmark und Bindeglied von EDIP ist eine digitale Schnittstelle (büS), die in weiten Teilen dem CANopen-Standard entspricht.

Basierend auf einer Erfahrung im Fluidikbereich von fast 70 Jahren wird Bürkert mit der Einführung der Geräteplattform EDIP dem steigenden Marktbedarf nach elektrischen Integrationslösungen gerecht. Während bei einer Kombination mehrerer Ventilfunktionen die Signalanzahl noch überschaubar ist, steigt die Informationsanzahl mit einer Anbindung von Sensoren deutlich an.

Mit der Kompetenz in der Magnetventiltechnik und einer Erweiterung in Richtung Proportionalventile, Messtechnik und Regler-Elektronik brachte Bürkert 1996 die ersten Massendurchflussmesser (MFM) bzw. Massendurchflussregler (MFC) für Gase auf den Markt, die im Kleinen eine ideale Kombination von Ventil- und Sensortechnik darstellen. Die neue Geräteplattform EDIP wird zukünftig Bedienung, Kommunikation und Schnittstellen vieler Prozessgeräte vereinheitlichen. Die Plattform besteht im Wesentlichen aus den drei Säulen Kommunikation, Software und Hardware.

Kommunikation
Das Rückenmark und Bindeglied von EDIP ist eine digitale Schnittstelle die in weiten Teilen dem CANopen-Standard entspricht und zu diesem auch immer abwärtskompatibel genutzt werden kann. Bei diesem Konzept ist kein Master notwendig. Alle Teilnehmer sind gleichberechtigt und können vom Anwender eine funktionale Adresse bekommen. Der Nachrichtenempfänger (Consumer) überwacht seine Informationslieferanten (Producer) und meldet bei Ausbleiben der Informationen einen Fehler. Alle elektronischen Bürkert-Geräte werden diese Schnittstelle zukünftig unterstützen.

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Software
Ein weiterer wichtiger Baustein von EDIP ist die PC-Software „Communicator“. Das auf MS-Windows basierende Programm dient der Konfiguration bzw. Parametrierung aller neuen Bürkert-Produkte mit elektrischen Komponenten und kann über den Internetauftritt des Unternehmens kostenfrei bezogen werden. Neben der Grundfunktion Konfiguration/Parametrierung beinhaltet die Software unter anderem auch Datenlogger, Oszillograph, graphische Programmieroberfläche und eine Lizenzverwaltung. Mit der Software vorgenommene Einstellungen lassen sich abspeichern, modifizieren, ausdrucken und auf andere Geräte übertragen. Ein Zugriff auf das Netzwerk ist im laufenden Betrieb möglich und auch die Option mehrere Geräte gleichzeitig anzuschließen ist gegeben.

Hardware
Mit EDIP lassen sich unterschiedliche Hardware-Modulbaukästen realisieren. So eignet sich die Geräteplattform sowohl für kompakte Feldgeräte, IP-geschützte Module als auch für die Verwendung in Schaltschränken. Sowohl die im vergangenen Jahr erstmals auf der Hannover Messe gezeigten beiden Neuprodukte (FLOWave und das Online-Analyse-System) als auch zwei der diesjährige Neuprodukte (Mass Flow Management und Motorventile) basieren auf EDIP. Durch diese Produkte wird die Plattform derzeit beispielsweise in der Trinkwasseraufbereitung, Brennersteuerung, Begasung und Pharmaindustrie erfolgreich angewendet.

Anwender von EDIP profitieren von einer einheitlichen Schnittstelle, die eine Interoperabilität mit frei programmierbaren Funktionen gewährleistet. Der modulare Aufbau der Plattform erlaubt eine Anpassung der Geräte an individuelle Kundenwünsche und ermöglicht zudem kurze Lieferzeiten. Mit einem komfortablen Bedien- und Anzeigenkonzept ermöglicht EDIP eine schnellere und vereinfachte Inbetriebnahme sowie eine unkomplizierte Übertragung und Sicherung von Geräteeinstellungen.

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