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Artikel und Hintergründe zum Thema

Automatisierung für die Diagnostik

Barbara Schick,

Moderne Laborstraße im Evangelischen Krankenhaus Oberhausen

Durch Automation im Oberhausener Zentrallabor laufen Diagnostikprozesse effektiver ab, was auch dazu beiträgt, patientennahe Versorgungsqualität zu sichern.

Nach elfmonatigen, intensiv geplanten und realisierten Umbau- und Integrationsarbeiten hat das Evangelische Krankenhaus Oberhausen (EKO) seine Laborstraße in Betrieb genommen. Diese Laborausstattung mit hohem Automatisationsgrad der neuesten Generation vom Unternehmen Beckman Coulter. Die umfassende Modernisierung des Zentrallabors ermöglicht nicht nur eine signifikante Steigerung der Effizienz und Prozesssicherheit, sondern auch eine Verbesserung der Diagnostikqualität.

Bei der Eröffnung der Laborstraße im Zentrallabor des Evangelischen Krankenhauses Oberhausen. © Beckman Coulter

„Wir freuen uns sehr, die Eröffnung dieser brandneuen Automationslinie im Zentrallabor bekannt zu geben! Dieses Projekt ist für uns aus mehreren Gründen etwas Besonderes: Es zeigt, wie durch modernste Labortechnologie und enge Zusammenarbeit eine erfolgreiche Partnerschaft entstehen kann. Darüber hinaus befindet sich das Labor nur wenige Kilometer von unserer Firmenzentrale und Produktion in Krefeld entfernt, wo wir Verdünnungsmittel und Waschpuffer herstellen. Diese Nähe bietet klare Vorteile für die Zusammenarbeit und stärkt unsere regionale Verbundenheit“, so Roberto Godoy, Geschäftsführer für Nord- und Mitteleuropa bei Beckman Coulter.

Hochautomatisierte Laborstraße für mehr Effizienz

Das redundant und dadurch durchgehend betriebsbereit ausgelegte Zentrallabor des Evangelischen Krankenhauses führt jährlich mehrere Millionen klinisch-chemische und molekularbiologische Analysen durch. Dabei werden täglich etwa 3.000 Proben, mit Spitzenwerten von bis zu rund 1.500 Proben pro Stunde, verarbeitet. Die neue Laborstraße automatisiert sämtliche Prozessschritte von der Probenregistrierung und -verteilung über die Analytik bis zur Archivierungs- und Nachforderungslogistik sowie der Entsorgung. Dies umfasst für das EKO auch die direkte Anbindung an ein modernes Rohrpostsystem, das eine automatisierte, nahtlose Probenzuführung vom Patientenbett ins Labor realisiert. „Diese direkte Probenübertragung ermöglicht eine drastische Reduktion der Durchlaufzeiten – ein entscheidender Vorteil gerade für Notfall- und Eilproben“, erläutert Dr. Claudia Baumann, Chefärztin des Instituts für Laboratoriumsmedizin und Klinische Mikrobiologie im EKO und zuständig für den Bereich Laboratoriums- und Transfusionsmedizin.

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Für die Zukunft ist eine Probenlogistik mittels Drohnentransporten zwischen internen und externen Einsendern geplant. Gerade im Ballungszentrum Ruhrgebiet ist das eine zukunftsweisende Alternative zum üblichen Transport per Autokurier.

Umbau im laufenden Betrieb mit Interimslösung

Die Implementierung der neuen Laborstraße erfolgte unter herausfordernden Bedingungen: Während der gesamten Bauphase wurde der reguläre Laborbetrieb mit vollem Umfang aufrechterhalten. Um die Kontinuität der Labordiagnostik sicherzustellen, wurde ein temporäres Interimslabor eingerichtet, in dem das Team unter erschwerten Bedingungen weiterhin präzise und zuverlässige Analysen gewährleistete. „Das Engagement und die Flexibilität unsere Mitarbeitenden waren außergewöhnlich. Trotz der zusätzlichen Belastung konnten wir eine durchgängige Patientenversorgung sicherstellen“, betont Dr. Britt Hornei, Chefärztin des Instituts für Laboratoriumsmedizin und Klinische Mikrobiologie im EKO und zuständig für den Bereich Klinische Mikrobiologie und Hygiene.

Moderne Technik und höchste Qualitätsstandards

Die Laborautomation auf rund 30 Metern basiert auf modernen Analysegeräten von Beckman Coulter und integriert hochkomplexe Systeme für die Bereiche klinische Chemie inklusive Urindiagnostik, Immunchemie, Hämatologie, Hämostaseologie, molekulare Diagnostik, Tumordiagnostik, Spezialanalytik und Liquordiagnostik.

Das Labor ist nach DAkkS-Standard akkreditiert (DIN EN ISO 15189:2014). Die enge Verzahnung von Fachärztinnen und -ärzten, medizinisch-technischem Personal und externen Sachverständigen garantiert eine exzellente Analysequalität und Befundinterpretation.

Übergreifende Versorgung und enge Kooperationen

Neben der internen Patientenversorgung im Evangelischen Krankenhaus Oberhausen und dem Schwesterhaus in Mülheim werden auch externe Kooperationspartner wie externe Kliniken, niedergelassene Ärzte und Ärztinnen, Praxisnetze und MVZ mit Labordiagnostik versorgt.

Der digitale Workflow umfasst außerdem eine weitgehend papierlose Befundübermittlung und eine hohe Automatisierung in der Auftragsbearbeitung. „Die Verbindung modernster Technik mit einem engagierten, interdisziplinären Team ist unser Schlüssel, um Diagnosen mit höchster Präzision und in kürzester Zeit zu liefern“, fasst Dr. Hornei zusammen.

Quelle: Beckman Coulter

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