Aktionstag Labordiagnostik 2022

DGKL und BDL zeigen Innovationen

Auf dem Aktionstag Labordiagnostik 2022 am 9. Mai in Berlin zeigten die Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) und der Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL) die Systemrelevanz der deutschen Labormedizin auf und präsentierten ausgewählte Innovationen.

© BDL/Labor Lübeck

In einer gemeinsamen Vortragsveranstaltung präsentierten die Deutsche Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL) und der Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL) Innovationen, die in ihrer Bedeutung weit über die COVID-19-Pandemie hinausweisen. Aus dem Themenspektrum: Für die Präzisionsmedizin ist das sogenannte „Liquid Profiling“ ein entscheidender Impulsgeber. Das minimal-invasive Diagnoseverfahren kann zur Früherkennung von Tumorerkrankungen und der Überwachung des Therapieerfolgs in bestimmten Fällen Gewebeentnahmen (Biopsien) ersetzen. Auch die Medizininformatikinitiative leistet wichtige Beiträge zur personalisierten Diagnostik und Therapie: Daten der meist nur kleinen, sehr spezifischen Patienten- und Patientinnengruppen werden international standardisiert und können dann standortübergreifend zusammengeführt werden.

Vor dem Hintergrund einer zunehmend datengetriebenen Medizin werden Clinical-Decision-Systeme entwickelt. Diese Softwaresysteme können Labordaten mit anderen medizinischen Informationen zusammenführen, aufbereiten und präsentieren. Die behandelnden Ärzte und Ärztinnen werden so in ihrer Entscheidungsfindung in Diagnostik und Therapie unterstützt.

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Der Aktionstag Labordiagnostik thematisierte auch die Rahmenbedingungen für labormedizinische Innovationen. DGKL-Präsident Prof. Dr. Harald Renz betont in diesem Zusammenhang die hohe Qualifikation und Leistungsfähigkeit der Labormediziner und -mmedizinerinnen als zentrale Voraussetzungen für die Adaption neuer Herausforderungen: „Die Pandemie hat uns gezeigt, wie schnell die Laboratoriumsmedizin wissenschaftliche Ansätze in die Routineversorgung einbringen kann. Die PCR-Tests auf das Coronavirus SARS-CoV-2, die Verfolgung bekannter Virusmutationen und Sequenzierung des Virusgenoms stehen exemplarisch für den in der COVID-19-Pandemie nochmals enorm beschleunigten Transfer von der Forschung und Entwicklung in die praktische Anwendung. Dieses Innovationspotenzial lässt sich leicht auch auf andere wichtige Bereiche der Medizin ausweiten.“

Dr. Andreas Bobrowski, der Vorsitzende des BDL, stellt notwendige Rahmenbedingungen für die medizinischen Labore heraus: „Die ersten PCR-Tests in der Routineversorgung der medizinischen Labore waren Eigenentwicklungen, sogenannte Lab Developed Tests. Die EU-Verordnung über In-vitro-Diagnostika (IVDR) gewährt uns jedoch für diese Tests nur noch eine Übergangsfrist von sechs Jahren bis zum 26. Mai 2028. Dann soll es kein Nebeneinander von industriellen und eigenentwickelten Tests mehr geben. Damit würden wir uns ein Stück Flexibilität nehmen, wenn schnell und in großen Umfängen neue Labortests durchgeführt werden sollen und die Testressourcen knapp sind."

Quelle: Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL)

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