Erfolgreiches Raketenexperiment

Besseres Silicium für Photovoltaikanlagen

Jubiläum für die Albert-Ludwigs-Universität: Zum zehnten Mal hat sich ein Team der Freiburger Kristallographie an einem Raketenexperiment beteiligt. Die Forscherinnen und Forscher untersuchen, wie bei der Herstellung von Silicium für Photovoltaikanlagen störende Partikel eingebaut werden.

Thomas Jauß, Doktorand der Kristallographie, Arne Cröll und Dr. Maral Azizi vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (von links) vor der startbereiten Rakete. (Foto: privat)

Diese verursachen Fehler beim Schneiden der Siliciumscheiben, der so genannten Wafer, und sorgen damit für Ausschuss in der Produktion. Zudem können die Partikel zu Kurzschlüssen in den Solarzellen führen. Ziel ist daher, ihren Einbau in das Silicium künftig zu vermeiden.

Bei dem Experiment nutzten die Forscher die Bedingungen im Weltraum: In der Schwerelosigkeit zeigen die Partikel in der Schmelze, aus der das Silicium für die Photovoltaikanlagen gezüchtet wird, ein anderes Verhalten. „Ohne den Einfluss der Schwerkraft können wir die Kriterien für den Einbau störender Partikel unter genau definierten Bedingungen bestimmen“, erklärt Prof. Dr. Arne Cröll vom Institut für Geo- und Umweltnaturwissenschaften der Universität Freiburg. „Diese Erkenntnisse fließen in theoretische Modelle ein, die bei der Produktion auf der Erde helfen.“ Die Experimente verliefen erfolgreich, so dass die Forscher nun die gewonnenen Daten auswerten können.

Die Rakete TEXUS 51 startete am 23. April 2015 um 9.35 Uhr in Nordschweden. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt förderte das Vorhaben, Projektpartner war das Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie in Erlangen. Seit 1983 beteiligen sich Freiburger Forscher der Kristallographie an Raketenexperimenten.

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Kontakt:
Prof. Dr. Arne Cröll
Institut für Geo- und Umweltnaturwissenschaften
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
E-Mail: [email protected]

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