Konferenz-Nachbericht
Confocal Raman Imaging Symposium 2023
Internationale Experten und Expertinnen für molekulare Charakterisierung waren zu Gast beim Raman Imaging Symposium in Ulm, wo auch dieses Jahr die neuesten Entwicklungen präsentiert wurden.
Das Symposium begann am Nachmittag des 25. September 2023 mit einer umfassenden Einführung in die theoretischen Grundlagen der Raman-Spektroskopie von Prof. Dr. Sebastian Schlücker von der Universität Duisburg-Essen. Später erläuterte Prof. Dr. Maike Windbergs von der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt, welch wichtige Rolle Raman-Mikroskopie für ihre aktuelle biomedizinische Forschung spielt.
Bei der Postersession im Rahmen des Symposiums fanden viele angeregte wissenschaftliche Diskussionen über die gezeigten Ergebnisse statt. Den krönenden Abschluss des ersten Tages bildete der Abendvortrag von Dr. Martina Grießer vom Kunsthistorischen Museum in Wien. Die Wissenschaftlerin gab Einblicke in die umfangreiche Untersuchung eines großen Kulturschatzes, der Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches. Die Edelsteine auf der Reichskrone wurden mit Photolumineszenz- und Raman-Spektroskopie charakterisiert.
Aus der Forschung
Am zweiten Tag des Symposiums wurden Beispiele aus wichtigen aktuellen Forschungsgebieten präsentiert, in denen Raman-Mikroskopie zum Einsatz kommt: 2D-Materialien, Batterieforschung und Elektrochemie, Mikropartikel, darunter Mikroplastik, Pharma- und Biowissenschaften, Meteoriten, Ernährungswissenschaften, Optophysiologie, Leukämiediagnose, Biomineralisierung und einige mehr.
Aus den vielen eindrucksvollen Postern wurde das von Dr. Peter Owens von der Universität Galway in Irland als Gewinner des Posterpreises ausgewählt. Die vorgestellte Arbeit zeigt Raman-Mikroskopie als vielversprechende Methode für die In-situ-Diagnose von Fibrosen, die zu Vernarbung und Organfehlfunktionen führen können.
Für die Live-Demonstrationen der neuesten Technologien, darunter das kürzlich neu eingeführte mobile Raman-System „alphaCART“, waren die Teilnehmenden am dritten Konferenztag in die WITec-Firmenzentrale eingeladen. Das Programm bot Gelegenheit für ausgiebigen Austausch mit dem Entwicklungsteam des Unternehmens, das sich immer dafür interessiert, vor welchen Herausforderungen die Forschenden stehen.
Die Konferenz begleitet praktisch im Laufe von fast zwei Jahrzehnten die Entwicklung der Raman-Imaging-Methode. Schon in ihren Anfangszeiten war die Veranstaltung interdisziplinär geprägt und die Vielseitigkeit der vertretenen Forschungsbereiche und Methoden wächst jedes Jahr. Diese zunehmende Diversität der Anwendungsgebiete reflektiert die Entwicklung der Raman-Mikroskopie zu einer bedeutenden Technik in Forschungslabors.
Ausblick
Im nächsten Jahr wird das Raman Imaging Symposium zum 20. Mal stattfinden, und zwar vom 23. bis 25. September 2024 in Ulm. Details dazu werden auf der Eventwebseite veröffentlicht unter: www.raman-symposium.com
Quelle: WITec













