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Analytik Jena steigt in Sepsis-Diagnostik ein

Im Rahmen eines Asset Deals hat die Analytik Jena AG alle Wirtschaftsgüter der insolventen SIRS-Lab GmbH erworben. Ein entsprechender Vertrag wurde vom Jenaer Instrumente-Hersteller und dem Insolvenzverwalter LEONHARDT Rechtsanwälte unterzeichnet.

SIRS-Lab, die molekulare Diagnostikverfahren und Testsysteme für lebensbedrohliche Infektionen wie Sepsis (Blutvergiftung) entwickelt, hatte im Dezember 2012 Insolvenz angemeldet. Die Analytik Jena AG, die im Zuge des Erwerbs das gesamte Produkt-Know-how, darunter auch über 50 Patente, sowie 10 Mitarbeiter am Standort Jena übernimmt, steigt damit erstmals in den weltweit stark wachsenden Markt der Sepsis-Diagnostik ein und führt die jahrelangen intensiven Entwicklungsarbeiten und die Expertise von SIRS-Lab auf diesem Gebiet weiter.

 "SIRS-Lab hat in den letzten Jahren eine hohe Kompetenz und erste Erfolge auf dem Gebiet der Sepsisanalytik aufgebaut. Die Ergebnisse einer ersten Anwendungsstudie sind ausgesprochen ermutigend. Es geht darum, lebensbedrohliche Infektionen schnell und frühzeitig zu erkennen. Insbesondere das Jenaer Umfeld mit dem Uniklinikum und verschiedenen Forschungseinrichtungen bietet hervorragende Voraussetzungen, um diesen großen Markt zukünftig mit Produkten bedienen zu können", sagte Klaus Berka, Vorstandsvorsitzender der Analytik Jena AG.

SIRS-Lab wurde im Jahre 2000 als Spin-off der Friedrich-Schiller-Universität im Sepsis-Kompetenzzentrum Jena von einem hochkarätigen Team international anerkannter Wissenschaftler mit dem Ziel gegründet, der mit der Sepsis verbundenen hohen Sterblichkeitsrate den Kampf anzusagen. Zu den Gründern gehörten renommierte Wissenschaftler wie Prof. Dr. Konrad Reinhart, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Prof. Dr. Eberhard Straube, ehem. Direktor des Instituts für medizinische Mikrobiologie der Universität Jena, sowie Prof. Dr. Hanspeter Saluz, Leiter der Abteilung Zell- und Molekularbiologie am Hans-Knöll-Institut Jena.

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Klaus Berka, Vorstandsvorsitzender der Analytik Jena AG.

Das Unternehmen hat mit dem Produkt LOOXSTER® eine patentierte Technologie zur Anreicherung von Bakterien- und Pilz-DNA in diagnostischen Proben entwickelt und wendete sie im VYOO®, dem CE-gekennzeichneten Produkt für Sepsis-Diagnostik, an. SIRS-Lab entwickelte weiterhin an einem neuartigen Genexpressionsprodukt (SIQNATURE®), mit dem die Immunreaktion des Körpers auf eine Infektion angezeigt werden soll. Ein entsprechender Test steht kurz vor der Marktreife. Alle SIRS-Lab-Entwicklungen zielen darauf ab, eine verbesserte und schnellere Diagnostik bei Patienten mit systemischen Infektionen zu ermöglichen.

"Ich freue mich, dass es gelungen ist, mit der Analytik Jena einen Investor zu gewinnen, der die wichtige Arbeit der vergangenen Jahre im Bereich der Diagnose lebensbedrohlicher Infektionen fortführt und damit die Bekämpfung der Sepsis vorantreibt", sagte Prof. Dr. Konrad Reinhart.

Die Analytik Jena AG, die im Bereich Life Science bereits heute umsatzseitig vom öffentlichen Health Care profitiert, zielt darauf ab, sich perspektivisch stärker in der Routinediagnostik zu positionierten und dabei verstärkt mit Klinik-Partnern zusammenzuarbeiten. SIRS-Lab war Mitglied der Deutschen Sepsis Gesellschaft e.V. und arbeitete mit vielen international anerkannten Partnern zusammen, etwa der Uniklinik der Friedrich-Schiller-Universität Jena, die erst im Januar 2010 durch eine internationale Fachjury für den Aufbau eines Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums für Sepsis und deren Folgeerkrankungen grünes Licht erhalten hat.

 "Wir sehen unser Engagement auch in einem regionalen Kontext", so Berka. Demnach ginge es insbesondere darum, wichtiges Know-how und Forschungs- und Entwicklungskapazitäten am Standort zu sichern.

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