Nachwachsende Rohstoffe besser nutzen

Das bioökonomische Potenzial von Walnüssen

Die Hochschule Albstadt-Sigmaringen beteiligt sich an der Suche nach neuen Wegen zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Dabei nimmt sie insbesondere die Walnuss ins Visier: Im Zuge des EU-Projekts AlpBioEco wird diese auf ihr bioökonomisches Potenzial hin untersucht.

Walnuss: Nuss mit bioökonomischem Potenzial © Pixabay, Coleur

Fossile Rohstoffe durch nachwachsende ersetzen: Gemeinsam mit zwölf weiteren Projektpartnern forscht die Hochschule Albstadt-Sigmaringen im Zuge des EU-Projekts AlpBioEco nach neuen Produkten, die aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellt werden können. Im Gesamtprojekt AlpBioEco werden Äpfel, Kräuter und Walnüsse mit Blick auf ihr bioökonomisches Potenzial untersucht. Die Projektpartner entwickeln neue Geschäftskonzepte für diese drei pflanzlichen Erzeugnisse – der besondere Fokus liegt dabei auf den Nebenprodukten wie beispielsweise Walnussschalen oder Apfeltrester. Die Geschäftskonzepte werden in ausgesuchten Alpenregionen in Pilotstudien getestet und weiterentwickelt. Das Projekt ist im April 2018 offiziell gestartet und läuft über drei Jahre.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Gerhards untersucht die Hochschule Albstadt-Sigmaringen zusammen mit dem BUND-Regionalverband Bodensee-Oberschwaben die Walnuss, ihre Blätter sowie Schalenteile auf deren Inhalte und neue Nutzungsformen in den Bereichen Lebensmittel und Kosmetik. „Diese Art der Herangehensweise und die Zusammenarbeit mit Partnern aus dem gesamten Alpenraum in einem gemeinsamen Projekt ist neu für uns an der Hochschule“, sagt Christian Gerhards. Die Hochschule bringe ihre Kompetenzen im Bereich der Produktentwicklung und in der ökonomischen Bewertung am Beispiel der Walnuss ein, „unsere Partner gehen in ähnlicher Weise bei Äpfeln und Kräutern vor“. Die geteilten Ergebnisse fließen in eine Roadmap ein, die für künftige Fragestellungen im Bereich der Bioökonomie zur Verfügung steht.

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Die Untersuchungen im Labor und die ökonomische Bewertung werden von zwei wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen durchgeführt. Studierende beteiligen sich in Projekten und Abschlussarbeiten an der Entwicklung und Bewertung der Produkte. „Hier können Studierende ganz besonders kreativ sein“, sagt Christian Gerhards. „Lassen wir uns überraschen: Vielleicht stellen wir künftig aus Walnussblättern biologische Pflanzenschutzmittel her, aus Nussschalen Verpackungsmaterialien oder aus grünen Nüssen Aromastoffe.“

Weiterführende Informationen: Fossile Rohstoffe durch nachwachsende ersetzen: Diese neue Art des Wirtschaftens nennt man Bioökonomie. Das EU-Projekt AlpBioEco möchte mit innovativen Geschäftskonzepten im Bereich der Bioökonomie neue Arbeitsplätze schaffen und unterstützt somit die nachhaltige Entwicklung des Alpenraums, zu dem laut EU-Definition auch der Landkreis Sigmaringen gehört. AlpBioEco wird von der EU durch das sogenannte „Interreg Alpine Space Programm“ mitfinanziert. Der Projektfortschritt und die Ergebnisse werden im Internet veröffentlicht.

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