Deutscher Innovationspreis

Merck gewinnt mit Flüssigkristallen

Das Darmstädter Pharma- und Chemieunternehmen Merck hat für seine innovative Flüssigkristall-Technologie den Deutschen Innovationspreis in der Rubrik „Großunternehmen“ gewonnen.

Merck hat für seine innovative Flüssigkristall-Technologie den Deutschen Innovationspreis in der Rubrik „Großunternehmen“ gewonnen.

Die am 24.04. in München ausgezeichnete innovative Flüssigkristall-Technologie UB-FFS (Ultra Bright Fringe Field Switching) ermöglicht erstmals energieeffiziente Flüssigkristall-Touchscreens für Smartphones und Tablets, die brillant leuchten und trotzdem lange Akku-Laufzeiten erreichen. Die besonders lichtdurchlässige und energieeffiziente UB-FFS-Generation kam 2014 mit Smartphones der neuesten Generation auf den Markt.

„Unsere Innovation ist ein hervorragendes Beispiel für eine erfolgreiche Schlüsseltechnologie aus Deutschland“, sagte Bernd Reckmann, in der Merck-Geschäftsleitung zuständig für die Geschäfte Performance Materials und Life Science, anlässlich der Preisübergabe. „Wir halten bei den Flüssigkristallen über 2500 Patente. Mit diesem Know-how werden wir die Display-Eigenschaften der Endgeräte der Anwender immer weiter verbessern.“ Merck baut beim Thema Innovation auf eine fast 350-jährige Tradition und investiert derzeit in ein geschäftsübergreifendes Innovationszentrum am Standort Darmstadt, um profitables Wachstum auch in Zukunft sicherzustellen.

Der unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie stehende Deutsche Innovationspreis wird jährlich u.a. von den Unternehmen Accenture, EnBW und Evonik für zukunftsweisende Entwicklungen deutscher Unternehmen verliehen, die mit ihrer Innovationskraft Geschäft und Märkte verändern. Überreicht wurde der Preis von Frank Riemensperger, Vorsitzender der Accenture Ländergruppe Deutschland Österreich Schweiz.

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Die ausgezeichnete UB-FFS-Technologie
Der Einsatz in Mobilgeräten stellt ganz neue Anforderungen an die LCD-(Liquid Crystal-Display; Flüssigkristalldisplay-)Technologie. Die Displays von Mobilgeräten müssen aus verschiedensten Blickwinkeln gut ablesbar sein. Das erforderte die Entwicklung einer völlig neuen Flüssigkristall-Technologie, die Fringe Field Switching (FFS) heißt. Zudem dürfen Displays für Mobilgeräte zum Beispiel nicht einfach in Gegenden mit hartem Winter bei -40 °C einfrieren. Zudem sorgt bei klassischen LCDs ein sanfter Fingerdruck für eine Bildstörung, das musste bei Touchscreens vermieden werden.

Die größte Herausforderung bei Mobilgeräten ist die Energieeffizienz, und hier spielt das Display eine zentrale Rolle. Wenn Videos in voller Helligkeit laufen, kann das über die Hälfte des elektrischen Energieverbrauchs im Gerät verbrauchen. An diesem enormen Energieeinsparpotenzial setzt die neue UB-FFS-Technologie an. UB steht für Ultra Bright, also Ultrahell, und das beschreibt den Vorteil präzise. UB-FFS nutzt 15 % mehr vom Licht der Hintergrundbeleuchtung und senkt so den Energieverbrauch sogar um 30 %. Vorteile der neuen Technik: Zum einen verbraucht sie weniger Strom und die Batterie-Lebensdauer der mobilen Endgerate wird erhöht, zum anderen steigt die Qualität der mobilen Displays und stärkt den Trend zu höheren Auflösungen. Die Markteinführung verläuft gut: Der neue Schaltmodus wird bereits in vielen Smartphones und Tablet-PCs eingesetzt.

Die UB FFS-Technologie von Merck wurde erst im November 2014 mit dem Meyer-Galow Preis für Wirtschaftschemie ausgezeichnet.

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