Flexibel nutzbare Laborbereiche

Neuer Forschungsbau an der Uni Gießen

Für den Fachbereich Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen kombiniert das Aachener Architektur- und Ingenieurbüro Carpus+Partner im Auftrag des Hessischen Baumanagements flexibel nutzbare Laborbereiche mit kommunikationsfördernden Arbeits- und Erholungsräumen. Beim Richtfest am 15. Dezember 2014 blickten die Besucher bereits auf die nahezu fertige Fassade eines Gebäudes nach höchstem Energiestandard.

Visualisierung der nahezu fertigen Fassade des Forschungsneubaus der Justus-Liebig-Universität Gießen . (Bild: www-v-cube.de)

Das Treiben in Forschungsbauten ist geprägt von Veränderungen: Forschungsprojekte werden abgeschlossen, andere auf den Weg gebracht. Entsprechend bilden sich immer wieder neue Teams von Wissenschaftlern mit speziellen Anforderungen an die Räumlichkeiten. Diesen Umständen begegnet die Justus-Liebig-Universität Gießen nun mit einem neuen, zukunftsfähigen Gebäudekonzept, das unter Projektleitung des Hessischen Baumanagements von Carpus+Partner entwickelt wurde. Es ermöglicht die flexible Gestaltung der Forschungsumgebung und bietet zugleich Raum für Interaktion und Austausch zwischen den hochqualifizierten Forschern der unterschiedlichsten Fachbereiche.

„Die einfache und klare Struktur der Laborbereiche ist so frei gestaltet, dass sie je nach Bedarf kleine autarke Zellenlabore oder großflächige Laborlandschaften ermöglicht“, erläutert Alexander Kochs, leitender Architekt bei Carpus+Partner, das modulare Raumkonzept. „Diese Möglichkeitsräume werden durch eine Kommunikationsarchitektur ergänzt, die Interaktion und Vernetzung fördert.“ Herzstück des Gebäudes ist das geschossübergreifend konzipierte Foyer: Von hier aus sind über die integrierte Treppe und umlaufende Brüstungen die verschiedenen Bereiche des Gebäudes zugänglich.

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Zum Richtfest am 15. Dezember 2014 blickten die Besucher bereits auf die nahezu fertige Gebäudehülle des klaren prismatischen Baukörpers mit gläsern wirkender Fassade. Diese ist zu 50 % mit lackierten Gläsern belegt. So entsteht ein effektvolles Wechselspiel von geschlossenen und transparenten Flächen. Der Sockel im Untergeschoss wird kontrastierend zur transparenten Fassade ab Januar mit massiven Betonplatten ummantelt. Auch innen nimmt der Neubau Formen an: Ende November hat bereits die technische Ausrüstung mit Leitungsinstallation, Kabeltrassen und Lüftungskanälen begonnen; seit Januar folgt der Innenausbau.

Alle Elemente des Gebäudekonzepts sind auf Nachhaltigkeit im Hinblick auf Ökonomie und Ökologie ausgelegt. Ein Mix aus Fremdenergie, Abwärmenutzung und Effizienzsteigerung sichert die Unterschreitung des zulässigen Primärenergiebedarfs um mindestens 30 %. Konsequent wirtschaftlich effizient, umweltfreundlich und ressourcenschonend konzipiert, erfüllt der Forschungsbau Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen höchste Klima- und Umweltschutzansprüche in Deutschland.

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