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Geobiotechnologie kann neue Rohstoffquellen erschließen

Geobiotechnologie eignet sich nicht nur für die Sanierung von Böden und Wässern, sie könnte auch dazu eingesetzt werden, schlummernde Rohstoffpotenziale zu erschließen. Zu diesem Schluss kommt der Temporäre Arbeitskreis Geobiotechnologie der DECHEMA in seinem Statuspapier "Geobiotechnologie - Stand und Perspektiven".

Die Autoren aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und Industrie beschreiben darin, wo Geobiotechnologie derzeit zum Einsatz kommt und welche Möglichkeiten sie eröffnen könnte. So stammen mindestens 8 % der weltweiten primären Kupferproduktion schon heute aus geobiotechnischen Verfahren. Durch gezielte Forschung und Weiterentwicklung der Technik könnten Wertstoffe zum Beispiel aus Bergbauhalden, Industrierückständen und sogar Elektronikschrott effizient und umweltverträglich gewonnen werden.

Die Experten weisen gleichzeitig darauf hin, dass geobiotechnologische Vorgänge im tiefen Untergrund bei Geothermie oder der Diskussion über Kohlendioxid- oder Wasserstoffspeicher bisher zu wenig berücksichtigt werden. Sie sehen auch eine Ausbildungslücke in diesem Bereich; an deutschen Hochschulen existiert derzeit kein dezidierter Studiengang "Geobiotechnologie".

Die Geobiotechnologie befasst sich mit dem Einsatz biotechnischer Verfahren in Bergbau und Umweltschutz. Dabei werden Mikroorganismen eingesetzt, um Mineralerze und andere Rohstoffquellen durch das sogenannte Biomining zu erschließen. Auch bei der Entfernung von Schadstoffen aus Böden und Gewässern kommen Mikoorganismen und Pflanzen zum Einsatz. In der Erdölgewinnung kann durch mikrobielle Verfahren die Effizienz erheblich erhöht werden.

Die Broschüre "Geobiotechnologie - Status und Perspektiven" kann im Internet unter dechema.de/en/studien heruntergeladen oder gedruckt bei der DECHEMA, schneider@dechema.de bestellt werden.

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