Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2014

Höchste Auszeichnung für ein Energiebündel

Andreas Dreizler, Professor für Maschinenbau an der TU Darmstadt, wird mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2014 der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet, verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 1,25 Mio. Euro. Der wichtigste und höchstdotierte deutsche Forschungspreis geht damit an einen herausragenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Verbrennungsforschung.

Andreas Dreizler leitet im Fachbereich Maschinenbau das Fachgebiet Reaktive Strömungen und Messtechnik am Center of Smart Interfaces der TU Darmstadt. Er gilt als Senkrechtstarter in den einschlägigen Wissenschafts-Kreisen. In den vergangenen Jahren legte Dreizler grundlegende und bahnbrechende Arbeiten zum detaillierten Verständnis von gekoppelten physikalisch-chemischen Prozessen in turbulenten Flammen vor.

Dreizler studierte Physik in Kiel und Heidelberg, promovierte in Heidelberg und habilitierte sich im Jahr 2002 an der TU Darmstadt im Fachgebiet Energie- und Kraftwerkstechnik. Im selben Jahr erhielt er den Adolf-Messer-Preis. 2008 nahm er einen Ruf auf eine Professor an der TU Darmstadt an. 2012 wurde er mit dem erstmals vergebenen Fritz- und Margot-Faudi-Stiftungspreis geehrt.

National und international gilt Dreizler als sehr eng vernetzt und publiziert zahlreich mit Fachkollegen aus dem In- und Ausland. Aufgrund seiner hohen internationalen Anerkennung kommen jährlich Wissenschaftler zu gemeinsamen Forschungstätigkeiten in sein Labor (etwa aus Cambridge, IIT Madras, Lund, Delft, Paris, Sandia National Labs, DLR Stuttgart).

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Experimentell orientierte Verbrennungsforschung

Prof. Andreas Dreizler, Professor für Maschinenbau an der TU Darmstadt. (Bild: Katrin Binner)

Dreizlers Verbrennungsforschung ist experimentell geprägt. Seine Themenschwerpunkte sind neue laserdiagnostische Analysemethoden etwa zur Messung von Wandtemperaturen von Bauelementen der Automobilindustrie, die umfangreiche experimentelle Charakterisierung turbulenter Verbrennungsprozesse, um diese umweltfreundlicher und Ressourcen schonender auszurichten, sowie das bessere Verständnis von Mechanismen der Turbulenz-Chemie-Interaktion, um komplexe Prozesse wie etwa Zündprozesse, Flammenrückschlag oder zyklische Schwankungen in Motoren zu analysieren.

An der TU Darmstadt ist Dreizler maßgeblich an den Transregio Sonderforschungsbereichen "Oxyflame" und "Tropfendynamische Prozesse" sowie an DFG-Graduiertenkollegs beteiligt.

"Der Leibniz-Preis für Professor Andreas Dreizler unterstreicht, dass seine Leistungen national wie international höchste Anerkennung genießen", sagte TU-Präsident Prof. Hans Jürgen Prömel. "Dass er den wichtigsten Forschungspreis in Deutschland erhält, ist auch ein großartiger Erfolg für das Center of Smart Interfaces und den Forschungscluster Thermofluiddynamik und Verbrennungstechnologie der TU Darmstadt."

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