Innovationsfähigkeit in Deutschland

Bessere Rahmenbedingungen gefordert

Deutschland und Europa laufen Gefahr, als Wirtschaftsstandort ins Hintertreffen zu geraten, wenn sich die Bedingungen für Innovationen nicht verbessern. Diese Warnung kam im Rahmen der ACHEMA von mehreren hochrangigen Industrievertretern.

Dr. Utz Tillmann, Hauptgeschäftsführer des VCI, forderte auf der ACHEMA bessere Rahmenbedingungen für Innovationen und eine „Innovationskultur“.

Bei der Eröffnungspressekonferenz am Montag forderte unter anderem der Hauptgeschäftsführer des VCI, Dr. Utz Tillmann, bessere Rahmenbedingungen für Innovationen und eine „Innovationskultur“. Auch Wolfgang Büchele, Vorstandsvorsitzender der Linde AG, wünschte sich in einer Podiumsdiskussion am Dienstag mehr Offenheit gegenüber Neuem; sonst würden Innovationen in anderen Regionen der Welt umgesetzt und nicht mehr in Deutschland oder Europa.

Die ACHEMA hat sich zum Ziel gesetzt, den Innovationsstandort Deutschland zu erhalten und weiter zu stärken. „Für uns ist es ein Signal, die hochinnovativen Branchen der Prozessindustrie - Ausrüster für Chemie, Pharma und Lebensmittel - hier in Frankfurt zu versammeln“, sagte Dr. Thomas Scheuring, Geschäftsführer der DECHEMA Ausstellungs-GmbH. „Neue Technologien und Produkte werden überall in der Welt entwickelt; das sehen wir auf dieser ACHEMA deutlicher denn je. Deutsche Unternehmen sind nach wie vor ganz vorne mit dabei, und wir wünschen uns, dass dies so bleibt.“ Von der ACHEMA solle deshalb nicht nur ein Impuls für die weltweiten Branchen ausgehen, sie solle auch innerhalb Deutschlands und Europas als Leuchtturm für Innovationsfähigkeit wirken.

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Die ACHEMA in Frankfurt dauert noch bis zum Freitag. Die 3813 Aussteller aus 56 Ländern zeigten sich nach Angaben des Veranstalters bislang sehr zufrieden. Zahlreiche Besucher waren bereits an den ersten beiden Messetagen in den Ausstellungshallen unterwegs, und auch auf Besucherseite wurde eine zunehmende Internationalität wahrgenommen.

Einer der bisherigen Höhepunkte des Kongressprogramms war die Podiumsdiskussion „Bioökonomie in der Shale-Gas-Falle“. Auch die international ausgerichteten ACHEMA Worldwide Business Foren zu Saudi Arabien und Houston stießen auf außerordentlich großen Anklang. Mit den Fokusthemen Biobased World und industrielles Wassermanagement wurde offensichtlich ein Nerv getroffen, denn die Vorträge dazu waren hervorragend besucht. Das dritte Fokusthema innovative Prozessanalytik startete gestern mit einem PRAXISforum und setzt sich heute im Kongressprogramm fort.

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