Katalyseforschung

DexLeChem ist neuer UniCat-Partner

Die DexLeChem GmbH ist seit heute Kooperationspartner im Exzellenzcluster UniCat. UniCat ist ein im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gegründetes Exzellenzcluster, der das volkswirtschaftlich wichtige Feld der Katalyse erforscht.

Über 250 exzellente Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus Chemie, Physik, Biologie und Verfahrenstechnik von vier Universitäten und zwei Max-Planck-Instituten in Berlin und Potsdam arbeiten dort gemeinsam an der Katalyseforschung. Ein Forschungsschwerpunkt des Clusters ist die Entwicklung neuer katalytischer Prozesse. 

Die Innovation von DexLeChem erweitert das Portfolio des Clusters im Bereich der homogenen Katalyse. Neu ist die Substitution erdölbasierter Lösungsmittel durch Wasser. Erstmalig gelingt damit die mehrfache Wiederverwendung industriell implementierter, homogener chiraler Katalysatoren ohne weitere Modifikation (Re-using). Das Interesse seitens der chemisch-pharmazeutischen Industrie ist besonders hoch, da die teure Ressource Katalysator eingespart werden kann. Die Kosten eines Kilogramms Katalysator liegen bei bis zu 200000 Euro. Anders als DexLeChem wagen es aber nur Wenige, sich mit ihren Ergebnissen aus der Wissenschaft selbständig zu machen und daraus ein Unternehmen zu gründen.

Nach erfolgreicher Gründung startet die DexLeChem GmbH mit sieben Mitarbeitern, unter denen sich ausgezeichnete Experten unterschiedlicher technisch-naturwissenschaftlicher Disziplinen befinden. Sie bilden das F&E-Team um Innovatorin und Hauptgesellschafterin Sonja Jost. Für den technischen Bereich konnte das Unternehmen unter anderem Dr. Mathis Gruber gewinnen, ehemaliger Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts.

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DexLeChem biete das, wonach viele, sehr gut ausgebildete Fachkräfte strebten, sagt Gruber begeistert. "Ich schätze Herausforderungen in meinem Job. Die Arbeit, die ich leiste, muss Sinn machen. Für mich persönlich habe ich die passende Kombination gefunden. Das Arbeiten für das neue Verfahren aus dem High-Tech-Bereich ermöglicht es, einen Mehrwert für Umwelt und Gesellschaft zu leisten. Unsere Vision ist es, die Zukunft der Chemie grüner zu gestalten."

Zusammen mit der Ausgründung in eine GmbH wurde auch die zweite Phase des höchstdotierten Existenzgründerprogramms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), EXIST-Forschungstransfer für High-Tech-Ausgründungen aus der Wissenschaft, bewilligt.

Das Wissen darum, wie man erfolgreich als Socialpreneur agiert, will DexLeChem an Firmengründer in spe weitergeben und gleichzeitig als Multiplikator für zukünftige Ausgründungen aus dem MINT-Bereich und heranwachsende Fachkräfte fungieren. Deshalb veranstaltet das Unternehmen vom 29. Juli bis 2. August 2013 zum ersten Mal eine fünftägige SummerSchool in Berlin für Internationales Socialpreneurship (JSES). Teilnehmen können Schüler aus Berlin und den USA zwischen elf und 14 Jahren. Ziel von JSES ist es, Kinder schon frühzeitig für Selbständigkeit als Berufsalternative zu begeistern. "Wir zeigen während der Workshops, wie wir erfolgreich ein Life-Science-Unternehmen aufbauen, das sich in Einklang mit sozial gerechtem Verhalten bringen lässt. Gleichzeitig wollen wir die Fähigkeit, Verständnis für andere Kulturen zu zeigen, stärken, da dies für den weiteren Lebensweg essentiell ist. Gewinnorientierung und soziale Verantwortung müssen sich nicht widersprechen", sagt Sonja Jost von DexLeChem, die das Programm als Co-Direktorin leitet. Die Teilnehmer lernen von Experten und Professoren aus unterschiedlichen Fachrichtungen, wie man sich diesem zukunftsträchtigen Thema nähert. Die Anmeldung zu JSES erfolgt direkt über www.dexlechem.com.

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