Medica 2025 und Compamed 2025

Melanie Steinbeck,

Gesundheitswirtschaft startet in eine Woche voller Zukunftsthemen

In Düsseldorf wird vom 17. bis 20. November wieder zum Treffpunkt der weltweiten Gesundheitswirtschaft. Von Montag bis Donnerstag gehen die Medica 2025 und die Compamed 2025 als internationale Leitmessen für die Medizintechnikindustrie und ihren Zuliefererbereich an den Start.

Die Medica 2025 und Compamed 2025 in Düsseldorf sind Treffpunkt für Fachpublikum aus allen Bereichen der internationalen Gesundheitswirtschaft und Medizintechnikindustrie. © Constanze Tillmann, Messe Düsseldorf

„Künstliche Intelligenz, Robotik, Digitalisierung und vernetzte Versorgung prägen die Transformation des Gesundheitsbereichs. Zugleich fordern regulatorische Anforderungen, gestörte Lieferketten oder auch vermehrt Handelsrestriktionen die Medtech-Branche heraus. Inmitten dieses Spannungsfelds kann das Fachpublikum bei uns aus dem Vollen schöpfen und sich für den Wandel wappnen. Geboten wird eine Vielfalt von Diskussionen und Vorträgen mit Top-Speakern, besten Netzwerkoptionen und unzähligen Produktneuheiten“, blickt Michael Degen, Executive Director der Messe Düsseldorf, der Messelaufzeit gespannt entgegen.

Medica und Compamed 2025: Mehr als 5.300 Ausstellende aus 70 Nationen

Insgesamt mehr als 5.300 Aussteller aus 70 Nationen bieten einen umfassenden Überblick über die neuesten medizinischen Produkte, Services und Entwicklung für eine moderne ambulante und stationäre Versorgung – weltweit einzigartig entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Medizintechnik unter Einbezug von Zuliefererinnovationen.

Hochrangiger Besuch wird direkt zum Start der Medica 2025 am Montag erwartet: Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann nehmen an der Auftaktveranstaltung des 48. Deutschen Krankenhaustages teil.

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„Neustart Krankenhauspolitik – Mut zur Veränderung“ lautet das Motto des diesjährigen Krankenhaustages, der in Halle 10 stattfindet. In einer Zeit, in der Reformen und die Versorgungsqualität im Gesundheitswesen täglich diskutiert werden, könnten die Redebeiträge von Nina Warken und Karl-Josef Laumann vor dem Management deutscher Kliniken spannend werden.

Klarheit für Investitionen

„Im Zuge der Umsetzung der Krankenhausreform werden die Kliniken Schritt für Schritt Klarheit für Investitionen erlangen. Verschiedene Marktstudien prognostizieren deutliche Wachstumsimpulse und etwa ein Wachstum des deutschen Marktes für Medizintechnik bis 2029 um jährlich fünf Prozent sowie ein Gesamtvolumen von Investitionen in moderne Klinikausstattungen und digitale, vernetzte Infrastrukturen im Wert von deutlich mehr als 100 Milliarden Euro. Die Geschwindigkeit und Ausgestaltung der Reformen unterscheiden sich regional jedoch stark, und es bestehen weiterhin Herausforderungen wie Klinikschließungen und Fachkräftemangel. Insgesamt zeigen sich aber positive Signale für die Medizintechnikindustrie und das Messegeschäft in der mittelfristigen Perspektive“, erklärt Carmen Berger, die seit 1. Oktober neue Directorin der Medica und Compamed der Messe Düsseldorf ist.

Die aktuelle Branchensituation und der schnelle Marktzugang für Medizintechnik-Innovationen dürften Themen am Dienstag sein, wenn EU-Gesundheitskommissar Olivér Várhelyi die Medica 2025 besucht und sich u. a. mit CEOs aus der Medizintechnikindustrie zum Austausch trifft.

Am Mittwoch wird Tim Walz, Gouverneur des US-Bundestaates Minnesota (US-Vize-Präsidentschaftskandidat 2024) erwartet. Damit soll die internationale Bedeutung der Medica, besonders auch in den USA, zum Ausdruck gebracht werden. Mit rund 300 Ausstellern stellen die USA traditionell wieder eine der stärksten Nationenbeteiligungen.

„Dr. Roboter“ – ein Kollege mit Zukunft

Besonders dynamisch entwickelt sich derzeit der Bereich der Medizinrobotik. Das zeigt sich an zahlreichen von Ausstellern oder im Bühnenprogramm der Medica 2025 thematisierten Anwendungen.

Robotikanwendungen erschließen sich immer mehr Einsatzfelder in der Medizin. © Constanze Tillmann

Verstärkt werden künftig Roboter nicht nur im klassischen medizinischen Bereich, wie etwa in Operationssälen, zum Einsatz kommen, sondern auch in Laboren sowie bezüglich Logistik. Exemplarisch zu nennen sind das Blutprobenhandling oder die Medikamentenzubereitung.

„Aus der Kombination von Robotik und Künstlicher Intelligenz werden sich ebenfalls viele Optionen ergeben. Man denke beispielsweise an die robotergestützte Chirurgie auf Basis von KI-verfeinerten Bilddaten“, sieht Michael Degen viel Potenzial und verweist auf die im Rahmen der Medica-Vorab-Pressekonferenz veröffentlichte Publikation „Robotics in Healthcare“.

Die Studie wurde kooperativ von der Messe Düsseldorf mit dem Industrieverband Spectaris erarbeitet. Sie bietet Einblicke in aktuelle Entwicklungen, Forschungsperspektiven sowie zu rechtlichen Rahmenbedingungen und Marktdaten.

Hotspot für „Future Health Tech“ mit Top-Speakern auf den Bühnen

Bei der Medica 2025 wird Zukunftsweisendes an der Schnittstelle zum konkreten Praxiseinsatz auch im neu gelaunchten "Medica Innovation Forum" (in Halle 12) geboten.

In das Bühnenprogramm des Forums wurden die Themen des bisherigen "Medica Health IT Forums" integriert. Es weren unter anderem Digital-Health-Pioneer Daniel Kraft und Spiegel-Bestseller-Autor und Reporter Thomas Schulz erwartet.

Start-up-Wettbewerbe wie die 14. "Medica Start-Up Competition" oder der 17. "Healthcare Innovation World Cup" setzen klare Signale: Die Medica ist mir ihren Programmformaten der Hotspot für das gesamte Spektrum der Digitalinnovationen - von smarten Wearables, KI-gestützter Diagnostik bis hin zu Mikro-Medizinrobotik.

Dazu tragen in direkter Nachbarschaft zum "Medica Innovation Forum" der "Medica Start-Up Park" und die "Wearable Technologies Show" (zu neuesten tragbaren Technologien) bei. Ebenfalls in Halle 12 nimmt das von der Techniker Krankenkasse organisierte "Medica Econ Forum" insbesondere die digitale Transformation des deutschen Gesundheitswesens hin zu einer modernen, vernetzten Versorgung mit seinen Diskussionen in den Fokus.

Startup-Power in Halle 12 – Networking mit der Gründerszene

Der "Medica Start-Up Park" (in Halle 12), der sich im Digital-Health-Bereich der Medica als exklusive Plattform für das Networking mit der erfindungsfreudigen Gründerszene etabliert hat, erreicht diesmal die neue Rekordbeteiligung von rund 80 Startups. Mit dabei sind unter anderem  HeartHero (USA), Bottneuro (Schweiz) und Healex (Deutschland).

HeartHero präsentiert einen tragbaren, benutzerfreundlichen AED, der nur bei Bedarf automatisch defibrilliert. Bottneuro läutet mit „Miamind“ eine neue Ära der Neurotherapie ein. Der maßgefertigte 3D-Helm ermöglicht die präzise transkranielle Hirnstimulation bei Alzheimer, Schlaganfall & Depression. Healex stellt eine digitale Plattform vor, die das Management und die Abrechnung klinischer Studien automatisiert und damit deutlich vereinfacht. „Kliniken verlieren jedes Jahr Millionen Euro, weil Rechnungen für Auftragsstudien nicht gestellt werden. Mit unserer Plattform schaffen wir Transparenz und sichern diese Einnahmen für das Gesundheitswesen“, stellt Alexander van der Mey, CEO von Healex, den Vorteil heraus.

Alle Facetten moderner Medizin – „Hot Topics“ bestimmen die Agenda

Nicht nur in der Erlebniswelt "Digital Health/Health IT", sondern auch in ihren weiteren Themenbereichen spiegelt die Medica 2025 die viel diskutierten Themen der Branche, wie KI/ generative KI, Robotik und Automatisierung sowie vernetzte Versorgung.

Dazu tragen neben den Ausstellerneuheiten für den gesamten ambulanten und stationären Behandlungsablauf ebenso abwechslungsreiches Bühnenprogramm und Sonderschauen bei.

Es gibt folgende THemenbereiche, die sogenannten Erlebniswelten: "Labortechnik und Diagnostika" (mit Medica Labmed Forum in Halle 1), "Medizintechnik und Elektromedizin" (mit "Medica Tech Forum" und "Hospital of the Future" in Halle 10), "Bedarfs- und Verbrauchsartikel" oder auch "Physiotherapie und Orthopädietechnik" ("Medica Sports Hub" in Halle 4).

Dieses umfangreiche Themen- und Produktangebot der Messe Medica ist wohl weltweit einzigartig in Kombination mit der stets parallel stattfindenden Messe Compamed, die sich zu einer wichtigen  Plattform für den Zulieferbereich der Medizintechnikindustrie entwickelt hat.

Von rund 750 Ausstellenden wird eine beeindruckende Vielfalt an Hightech-Lösungen und Innovationen präsentiert. Das in den Hallen 8a und 8b auch auf zwei Programmbühnen thematisierte Spektrum der Zulieferkompetenz für die Medizintechnik reicht von elektronischen Komponenten, Mikrotechnik über neue Materialien bis hin zu Reinraum-Verpackungslösungen oder komplette Auftragsfertigung.

Fachbesucherinnen und Fachbesucher aus mehr als 160 Nationen

Zu den Messen Medica und Compamed werden in diesem Jahr Fachbesucherinnen und Fachbesucher aus mehr als 160 Nationen erwartet. Zum starken internationalen Echo werden auch viele hochkarätig besetzte Besucherdelegationen aus allen Kontinenten beitragen, die ihr Kommen bereits angekündigt haben.

Beide Veranstaltungen richten sich ausschließlich an Fachpublikum. Neu sind die Öffnungszeiten am Schlusstag (Donnerstag). Dann öffnen die Messehallen von 10 Uhr bis 16 Uhr. An den ersten drei Lauftagen (Montag bis Mittwoch) kann das Fachpublikum die Messehallen von 10 Uhr bis 18 Uhr besuchen.

Quelle: Messe Düsseldorf

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