Biomedizinische Forschung beschleunigen

German Biobank Node launcht den „Sample-Locator“

Medizinische Forscher können ab sofort einen großen Pool von Bioproben nach relevanten Proben durchsuchen – dies ermöglicht von zentraler Stelle der „Sample Locator“ des German Biobank Node (GBN).

GBN-Koordinator Prof. Dr. Michael Hummel stellte den Sample-Locator am ersten Tag der „Europe Biobank Week 2019“ vor. © GBN

Bei dem Sample Locator handelt es sich um ein Online-Tool (samplelocator.bbmri.de), mit dem Forscher zahlreiche akademische Biobanken in Deutschland nach Proben anfragen können, die die von ihnen gewünschten Kriterien erfüllen. GBN-Koordinator Prof. Dr. Michael Hummel stellte den Sample-Locator am ersten Tag der „Europe Biobank Week 2019“, dem wichtigsten europäischen Kongress für Biobanking, vor. „Wir sind stolz, dass der Sample-Locator in einer Entwicklerversion zur Verfügung steht. Langfristig wird dieses Tool die biomedizinische Forschung in Deutschland stark beschleunigen,“ sagte Hummel während der EBW in Lübeck.

Biobanken sammeln, verarbeiten und lagern menschliche Körpersubstanzen wie zum Beispiel Blut oder Gewebe. Das macht sie zu „Archiven“ von Bioproben und zu einer wichtigen Grundlage für die medizinische Forschung. „Mithilfe von Bioproben können Ärzte und Wissenschaftler Krankheitsursachen erkennen und neue gezielte Therapien entwickeln“, erklärte Hummel. „Deshalb ist es so wichtig, dass diese Proben möglichst leicht zugänglich sind.“

Europe Biobank Week zum ersten Mal in Deutschland

„Biobanking for a healthier world“ lautet das Motto der diesjährigen Europe Biobank Week, die zum ersten Mal in Deutschland stattfindet und noch bis zum 11. Oktober läuft. Die EBW wird von den Organisationen BBMRI‐ERIC (Biobanking and Biomolecular resources Research Infrastructure – European Research Infrastructure Consortium) und ESBB (European, Middle Eastern and African Society for Biopreservation and Biobanking) veranstaltet. „Biobanking for a healthier world ist ein klarer Aufruf zum Handeln - und das heute“, sagte Erik Steinfelder, Direktor von BBMRI-ERIC, in seiner Eröffnungsrede.

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Biobanking für die Präzisionsmedizin

Über 700 Teilnehmer, darunter Vertreter von Biobanken, Netzwerken, der Industrie sowie akademische Forscher, Patienten und Regierungsvertreter aus mehr als 30 Ländern, tauschen sich bei der EBW über Themen wie Biobanking für die Präzisionsmedizin, seltene Erkrankungen, Probenqualität und Standardisierung, IT-Lösungen und KI, Kooperationen akademischer Biobanken mit Industrie sowie neue molekulare und medizinische Bildgebungsverfahren aus. Der German Biobank Node (GBN) repräsentiert die deutsche Biobanken- Community während der EBW mit einem eigenen Stand; Vertreter des Biobanken-Netzwerks beteiligen sich mit zahlreichen Vorträgen am Programm.

Der German Biobank Node (GBN) ist die Dachorganisation akademischer Biobanken in Deutschland  und wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert

Quelle: GBN

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