War in der Wissenschaft zuhause

Der herausragende Biologe und Wissenschaftsmanager Prof. Dr. Hubert Markl ist tot

Prof. Dr. Hubert Markl ist am 8. Januar 2015 im Alter von 76 Jahren gestorben. Der Biologie war von 1974 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2003 Professor für Zoologie an der Universität Konstanz.

Prof. Dr. Hubert Markl ist am 8. Januar 2015 im Alter von 76 Jahren gestorben. Der Biologie war von 1974 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2003 Professor für Zoologie an der Universität Konstanz.
Prof. Dr. Hubert Markl ist am 8. Januar 2015 im Alter von 76 Jahren gestorben. Der Biologie war von 1974 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2003 Professor für Zoologie an der Universität Konstanz.

Der 1938 in Regensburg geborene Hubert Markl war nicht nur herausragender Forscher und begnadeter akademischer Lehrer, sondern einer der erfolgreichsten Wissenschaftsmanager des Landes. So war er unter anderem von 1986 bis 1991 Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), von 1993 bis 1995 Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und von 1996 bis 2002 Präsident der Max-Planck-Gesellschaft (MPG).

„Die Universität Konstanz trauert um Hubert Markl. Mit seinem Tod muss sie nicht nur von einem ihrer bedeutenden Wissenschaftlern Abschied nehmen, sondern auch von einem Freund und Weggefährten. In der Geschichte der Universität wird Hubert Markl einen herausragenden Platz einnehmen“, so Prof. Dr. Ulrich Rüdiger, Rektor der Universität Konstanz. Prof. Dr. Christof Hauck verweist auf die große Sichtbarkeit, die Hubert Mark der Konstanzer Biologie verschafft hat: „Von der Wirkkraft Hubert Markls hat die gesamte Biologie an der Universität Konstanz profitiert“, betont der Sprecher des Fachbereichs Biologie.

Bis zu seiner Berufung an die Universität Konstanz war Hubert Markl bereits seit 1968 Professor und Direktor des Zoologischen Instituts an der Technischen Hochschule Darmstadt. Die Forschungsfragen von Hubert Markl waren sehr breit gestreut und reichten von der Physiologie insbesondere von Sinnesorganen bei Ameisen über die Kommunikation von elektrischen Fischen bis hin zu den Sozialsystemen bei Mäusen. Hinzu kamen Themen der Evolutionsbiologie und des Umweltschutzes. Der Konstanzer Wissenschaftler war außerdem Mitbegründer der Zeitschrift „Behaviorial Ecology and Sociobiology“, bis heute eines der bedeutendsten Journale auf dem Gebiet der Verhaltensphysiologie. Sein Nachfolger an der Universität Konstanz wurde der international renommierte Zoologe Prof. Dr. Axel Meyer.

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Hubert Markl wurde genauso für sein wissenschaftliches Talent wie für seine Klugheit, Belesenheit und Eloquenz geschätzt und bewundert. Ihm wurde nicht nur große Anerkennung als Redner und Schriftsteller zuteil, sondern er ist auch seinen Studierenden in ehrender Erinnerung geblieben. Er hat viele erfolgreiche Schüler hervorgebracht, die selbst Professuren erhielten. Der Biologe war sowohl in der Welt der Naturwissenschaften als auch der Geisteswissenschaften zuhause. Die Titel einer Auswahl seiner vielen Bücher zeigt seinen großen Horizont:

„Biophysik“ (1977), „Evolution of Social Behavior“ (1980), „Natur und Geschichte“ (1983), „Neuroethology and Behavioral Physiology“ (1983), „Evolution, Genetik und menschliches Verhalten“ (1986), „Wissenschaft: Zur Rede gestellt“ (1989), „Wissenschaft gegen Zukunftsangst“ (1998), „Wohin führt uns die Wissenschaft“ (1998), „Schöner neuer Mensch“ (2002). Diese Buchtitel zeigen auch seine persönliche Evolution vom reinen Wissenschaftler zum Wissenschaftsmanager, dessen Stimme in der Politik und den Entscheidungsinstanzen der deutschen Wissenschaft immer wichtiger wurde.

Früh schon entschied sich Hubert Markl, sich für die Wissenschaft im Allgemeinen einzusetzen. Sein äußerst effektives wissenschaftspolitisches Wirken brachte ihn mit bereits 36 Jahren in den akademischen Senat der DFG. Mit seinen Präsidentschaften in der DFG, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der MPG – dazu kommt noch eine Vizepräsidentschaft der Alexander-von-Humboldt-Stiftung – hatte er, wie kein anderer, die wichtigsten forschungsrelevanten Ämter in Deutschland inne. Er war außerdem Mitglied sämtlicher deutscher Akademien und einiger ausländischer Akademien. Auch die Zahl und Bedeutung der Auszeichnungen, Medaillen, Preisen, Ehrendoktorwürden und Ehrenringe, die ihm für sein Wirken verliehen wurden, sind einmalig.

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