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Artikel und Hintergründe zum Thema

Trocken oder nass dispergieren

Barbara Schick,

Partikelmessgerät mit Trocken-Dispergierung

Mit der Analysette 22 (kurz: A-22) bietet Fritsch ein Laser-Partikelmessgerät, das nach Herstellerangaben leicht zu bedienen und zu reinigen, verschleißarm und praktisch wartungsfrei ist. Die modular aufgebaute Lösung wurde um eine Trocken-Dispergiereinheit erweitert, so dass Anwender zwischen einer Trocken- und einer Nass-Dispergiereinheit wählen können.

Das Gerät hat einen Messbereich von 0,01 bis 3.800 μm. Es arbeitet mit nur einem Laser und benötigt auch für die Rückwärtsstreuung keine zusätzliche Lichtquelle. Dank der Elektronik mit schnellen, hochauflösenden Wandlern erfasst die A-22 die Signale sämtlicher Detektorelemente simultan. Dadurch liefert sie immer die gesamte Streulichtverteilung zum jeweils exakt gleichen Zeitpunkt und übermittelt diese mehrere hundert Mal pro Sekunde an die zugehörige Software. Durch die schräge Anordnung der Messzelle zum Laserstrahl, kann ein besonders großer Streuwinkelbereich erfasst werden. Da eine einzige Aufnahme für den gesamten Messbereich genügt, können Messungen mit dem Gerät recht schnell erfolgen; als Gesamtmessdauer inklusive Reinigung gibt der Hersteller für die meisten Messungen weniger als eine Minute an.

© FRITSCH

Wie alle Laser-Partikelmessgeräte des Herstellers arbeitet auch das Gerät A-22 mit dem bei Fritsch entwickelten und inzwischen weit genutzten reversen Fourier-Aufbau. Der Vorteil: Zwischen Messzelle und Detektor sind keine zusätzlichen optischen Elemente notwendig. Somit kommt das kompakte Gerät mit wenigen Komponenten und ohne bewegte Teile aus. Dadurch ist die A-22 verschleißarm und nahezu wartungsfrei. Auch die Reinigung des Geräts ist dank ihres einfachen Aufbaus mit wenigen und werkzeuglos zu lösenden Komponenten unkompliziert. Für eine einfache Bedienung enthält die Software des Geräts A-22 vordefinierte Standardprogramme für gängige Messaufgaben. Die Anwender können diese flexibel für ihre Anforderungen modifizieren oder eigene Standards anlegen. Mit der Auswahl eines Programms werden unter anderem Dispergiervorgang und -dauer, Messhäufigkeit und Zeitabstände automatisch eingestellt. Dank dieser Standardisierung können Messvorgänge sicher reproduziert werden.

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Modul Trocken-Dispergierung

Trocken-Dispergiereinheit © FRITSCH

Das Partikelmessgerät A-22 wurde nach einem modularen Konzept entwickelt. So können Anwender je nach individueller Aufgabe beispielsweise zwischen einer Trocken- und einer Nass-Dispergiereinheit wählen. Beim Nass-Dispergiersystem sorgt eine leistungsstarke Zentrifugalpumpe mit regelbarer Geschwindigkeit für eine stabile Messung. Die Pumpe transportiert auch "schwere" Partikel und bewirkt eine schnelle, gleichmäßige Verteilung des Probenmaterials im gesamten Kreislauf. Seit Kurzem gibt es für Materialien, die in Wasser oder anderen Flüssigkeiten reagieren auch die Option Trocken-Dispergierung. Diese kann auch für größere Probenmengen im Bereich von ca. 1 cm³ bis ca. 300 cm³ verwendet werden. Bei der Trockenmessung wird das Probenmaterial von der Vibrations-Zuteilrinne über den Ansaugtrichter der Trocken-Messzelle transportiert, wo es direkt in eine mit regelbarer Druckluft betriebene Venturi-Düse fällt. Beim Passieren der Düse werden Agglomerate zerlegt. Direkt im Anschluss findet die Messung der Partikelgrößenverteilung im Laserstrahl statt.

Quelle: FRITSCH

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