Life Sciences Innovations

Schnell, schneller, am schnellsten, ultraschnell!

Am 19.06.2008 fand in Berlin-Teltow ein Workshop zum Themenkreis Neu-Entwicklungen auf dem Sektor der HPLC statt. Ausgerichtet wurde er von den in Berlin ansässigen Unternehmen Knauer und Sepiatec. Als neues und für die ultraschnelle HPLC (UHPLC = Ultra High Pressure Liquid-Chromatography) entwickeltes System stellte die Firma Knauer die Geräte der Fertigungsserie PLATINblue® vor. Auch für diese Geräte, die mit Drücken bis zu 1000 bar (bei Flussraten von <1,5 ml/min) fertig werden können, wurde die seit Jahren bewährte Modul-Bauweise beibehalten. Alle einzelnen neuen Module, vom Probengeber bis zum Detektor, berücksichtigen die besonderen Anforderungen, die sich durch die erweiterte Druckbelastung und die erheblich gesteigerte Schnelligkeit der Analysen ergeben. Unter optimalen Bedingungen sind Verkürzungen der Analysenzeit auf die Hälfte der früheren Zeiten zu erreichen. Hilfestellungen bei der Entwicklung von neuen oder bei der Adaptierung von bereits bestehenden Analysenverfahren sind wie eh und je Bestandteil des Firmenangebots. Dass die Geräte robust und langlebig konstruiert sind, versteht sich fast von selbst, und dass beim Öffnen eines Türchens oder Deckels Plastikteile abbrechen, ist bei der konsequenten Fertigung aus Metall und robustem Glas nicht zu erwarten. Da für die Anwendung der neuen Technik auch HPLC-Trennsäulen mit Trennmaterialien besonders feiner Körnung (<2 µm) und adaptierten Abmessungen erforderlich sind, wurde das Säulenangebot entsprechend angepasst und erweitert.

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Ein Vorteil der neuen Systeme sind die geringeren Lösungsmittelmengen, die für die HPLC-Trennungen benötigt werden. Bei stetig steigenden Preisen für die hochreinen Lösungsmittel und für die gegebenenfalls anfallenden Entsorgungskosten der verbrauchten Eluenten lassen sich schnell einige Euros einsparen. Da es aber selten nur Wohltaten zu verteilen gibt, sei auch darauf aufmerksam gemacht, dass Interessenten für die neue Technik sich mit den gesteigerten Anforderungen an die Probenvorbereitung vertraut machen sollten, um keine bösen Überraschungen mit Verstopfungen der sehr engen Kapillaren und/oder Trennsäulen zu erleben. Selbstverständlich sind die Module auch für die konventionelle HPLC bei Drücken bis zu 600 bar mit Flussraten von 0,01...3,00 ml/min einsetzbar.

Wer Analysenergebnisse oder Methodenentwicklungen/-optimierungen noch schneller benötigt, dem sei ein Blick auf die Angebotspalette der Firma Sepiatec empfohlen. Bei hohem Probenaufkommen und/oder der Notwendigkeit, Methodenoptimierungen – insbesondere auch auf dem Gebiet chiraler Trennungen und für Trennungen komplexer biologischer Extrakte – vorzunehmen, bieten sich die Sepiatec-Analysensysteme an. Sepbox® (für 2-dimensionale HPLC unter Einschluss der SPE-Technik) oder Sepmatix® für 8-fache parallele HPLC heißen die analytischen Systeme, die dem geplagten Methoden-Entwickler helfen können, mit schneller Chromatographie zu sicheren Ergebnissen zu kommen. Der 8x-Autosampler, das 8x-FlowControl-Modul und der 8x-Dioden-Array-Detektor sorgen für einheitliche und reproduzierbare Chromatographiebedingungen. Die eigens entwickelte Software hilft, dass der Blick auf das Wesentliche gesichert ist und Sie nicht bei der Vielfalt der sehr schnell anfallenden Informationen verzweifelt das Handtuch werfen müssen. Bis zu 80 Chromatogramme auf einem Bildschirm zu vergleichen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen, erfordert schon eine gewisse Erfahrung mit chromatographischen Trennprozessen, weshalb die Systeme sicher erfahrene Analytiker voraussetzen. Gründliche Beratung und Unterstützung bei der Entwicklung spezifischer Applikationen sind bei Sepiatec Bestandteil des Firmenkonzepts.

Weitergehende Informationen im Internet unter www.knauer.net bzw. www.sepiatec.de oder durch E-Mail-Anfragen an info@knauer.net bzw. info@sepiatec.com.
Dr. Hans-Ulrich Melchert, Analytical & Epidemiological Services, Berlin

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