Partikelanalysesystem SBSS

Partikelzähler für Proteinlösungen

Der Messinstrumentenhersteller PAMAS Partikelmess- und Analysesysteme hat ein Partikelzählsystem entwickelt, das ab sofort auch für die Analyse von kleineren Probenmengen höherer Viskosität ¿ wie beispielsweise Proteinlösungen - eingesetzt werden kann. Die Analyse von Proteinlösungen war bislang aufgrund der großen Druckkammer im Gerät nicht möglich gewesen. Proteinlösungen und andere höherviskose pharmazeutische Flüssigkeiten liegen in der Praxis oft nur in kleineren Probenmengen vor. Das Unternehmen rüstete sein Laborinstrument PAMAS SBSS daher mit einem optionalen kleineren Druckdom auf, mit dem nun auch kleinere Probenmengen zwischen 1 und 5 ml für die Reinheitskontrolle von höherviskosen Flüssigkeiten unter Druck analysiert werden können.

Der Vorteil besteht vor allen Dingen im Druckbehälter, mit dem das Instrument ausgestattet ist. Hierbei handelt es sich um eine Probenkammer, in der sowohl ein Überdruck als auch ein Vakuum erzeugt werden kann. Überdruck wird gebildet, um höherviskose Flüssigkeiten für die Messung durch den Sensor befördern zu können. Die Vakuumfunktion wird verwendet, um Gasblasen aus der Probenflüssigkeit zu entfernen.

Bislang wurde die zylinderförmige Druckkammer mit einem Probenbehältervolumen von 1 l (Höhe: 20 cm, Radius: 4 cm) gefertigt. In diesem Behälter konnten Probenvolumina zwischen 30 und 1000 ml analysiert werden. Mit dem neu entwickelten kleineren Druckbehälter können nun auch Proben mit einem Volumen zwischen 1 und 5 ml analysiert werden.

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Der optionale neue Druckbehälter kommt insbesondere Anwendern aus der pharmazeutischen Industrie zugute, denn viele höherviskose Probenflüssigkeiten wie beispielsweise Proteinlösungen liegen in der Praxis oft nur in sehr kleinen Probenmengen vor. Mit Hilfe der neuen Ausstattung können mit dem PAMAS SBSS nun auch kleinere Probenmengen entgast und unter Druck analysiert werden.

Dieses Laboranalysensystem zeichnet sich durch eine einfache und benutzerfreundliche Handhabung aus: Es verfügt über eine integrierte Probenzufuhr, so dass die Probe direkt aus dem Probenbehälter heraus analysiert werden kann und vor der Messung nicht umgefüllt werden muss. Ein zusätzlicher Umfüllvorgang würde die Gefahr einer Kontamination von außen erhöhen und das Messergebnis verfälschen. Durch die integrierte Probenzufuhr ist der Bedienaufwand somit sehr niedrig und kann – bei entsprechender Voreinstellung – auf den Wechsel der Probenflaschen reduziert werden.

Für die Partikelmessung verwendet PAMAS optische Messverfahren, die auf den physikalischen Prinzipien der Lichtblockade oder der Streulichtmethode beruhen. In dieses Partikelanalyse- system können Lichtabschattungs- und Streulichtsensoren eingebaut werden. Die Partikelsensoren messen Anzahl und Größe der in der Probe enthaltenen Partikel. Das Messergebnis gibt Aufschluss über die Partikelgrößenverteilung. Die Anzahl und die Messintervalle der einzelnen Größenkanäle legt der Anwender selbst fest.

Das volumetrische Messzellenprinzip der Sensoren erlaubt die Messung von 100 % des durchfließenden Probenvolumens, so dass jeder einzelne Partikel, der die Messzelle passiert, detektiert wird. Höchste Messgenauigkeit und Reproduzierbarkeit sind somit selbst bei sehr sauberen Flüssigkeiten garantiert. Je nach Mess- und Kalibrierbereich detektieren die Sensoren Partikelgrößen zwischen 0,5 und 800 µm. Die Kalibrierung der Partikelsensoren erfolgt normgerecht gemäß Kalibrierstandard ISO 21501.

Mit dem neu ausgestatteten PAMAS SBSS bietet das Unternehmen laut Pressemitteilung als einziger Hersteller ein Partikelanalysesystem an, das kleine höherviskose Probenvolumina unter Druck messen kann.

Weitere Informationen zu dem hier vorgestellten Gerät und der kompletten Produktpalette der PAMAS Partikelmess- und Analysesysteme GmbH sind im Internet abrufbar unter http://www.pamas.de.

Über PAMAS

Seit 1992 entwickelt PAMAS Standardlösungen sowie individuelle Applikationen für Anwendungen im Bereich der Partikelgrößenanalyse und Partikelzählung. Die Entwicklung und Fertigung der technisch anspruchsvollen Sensortechnologie erfolgt am Firmenstandort in Deutschland. Eigene Forschung und Entwicklung bilden die Grundlage der PAMAS-Qualität. Der PAMAS-Standard ist laut Aussage des Unternehmens weltweit marktführend.

Die PAMAS GmbH ist nach ISO 9001:2008 zertifiziert und Gründungsmitglied des Kompetenznetzwerks für industrielle Bauteile- und Oberflächenreinigung (www.cec-leonberg.de). Auch in weiteren namhaften Verbänden und Organisationen wie beispielsweise dem VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau), der IATA (International Air Transport Association) sowie der IASH (International Association for Stability, Handling and Use of Fuels) ist PAMAS als Mitgliedsunternehmen vertreten.

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