Übernahmen und Produktentwicklung im Fokus
Investitionen geplant
Die internationale Chemiebranche steht vor umfangreichen Investitionen. Das legen die Ergebnisse einer KPMG-Umfrage unter 156 Vorständen und Geschäftsführern bei Unternehmen der Chemie-branche nahe. Demnach verfügen derzeit drei von vier Unternehmen (72 %) über bedeutende Bar-Reserven.
Zwei von drei Chemie-Unternehmen wollen ihre Ausgaben 2013 erhöhen. Schwerpunkte bei den geplanten Investitionen sind neue Produkte und Dienstleistungen (35 %) sowie der Erwerb von Unternehmen (33 %).
90 % der Befragten gehen davon aus, dass ihr Unternehmen innerhalb der nächsten beiden Jahre an einer M&A-Transaktion beteiligt sein wird. Das sind deutlich mehr als noch 2011 (62 %). Vir Lakshman, Leiter des Bereichs Chemie & Pharma bei KPMG: "Mehrere Chemieunternehmen haben bereits ehrgeizige Investitionsprojekte angestoßen. Ihr Finanzpolster ermöglicht ihnen, eine aggressivere Strategie zu fahren und Wachstum und Innovationen voranzutreiben - sowohl organisch als auch über Zukäufe."
Wirtschaftliche Entwicklung skeptisch beurteilt
Ungeachtet der Expansionsbestrebungen sind die Befragten bei der Entwicklung von Umsatz und Mitarbeiterzahl angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Vergleich zum Vorjahr etwas zurückhaltender. So erwarten noch 80 % der Befragten im kommenden Jahr eine Umsatzsteigerung (2011: 85 %), und zwei Drittel (64 %) erwarten, dass die Zahl der Mitarbeiter in ihrem Unternehmen steigen wird (2011: 71 %).
Im Vergleich zum Vorjahr sind die Befragten im Hinblick auf eine gesamtwirtschaftliche Erholung weniger optimistisch gestimmt. Insbesondere die Eurokrise und die Unsicherheit, ob sich die wirtschaftliche Erholung in den USA fortsetzt, macht ihnen zu schaffen. Daher konzentrieren sich die US- Chemieunternehmen in erster Linie auf Kosteneinsparungen, Preisstrategien und globale Expansion.









