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S3-Labor

Barbara Schick,

Hochsicherheits-Labor für die Ulmer Universitätsmedizin

Für die virologische Forschung der Ulmer Universitätsmedizin wird ein Sicherheitslabor der Schutzstufe 3 errichtet. Dort werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler SARS-CoV-2 und andere Erreger wie Influenza- und HI-Viren erforschen.

Das wird das zweite S3-Labor für die experimentelle Untersuchung von luftübertragbaren Krankheitserregern sein. Damit sollen nicht nur die Möglichkeiten zur Erforschung von Coronaviren verbessert werden, sondern auch schnellere und effektivere Forschungsarbeiten als Reaktion auf das Auftreten neuer Viruserkrankungen möglich werden. Das geschlossene System ist mit zahlreichen Schutzmaßnahmen ausgestattet, um sicherzustellen, dass keine Erreger in die Umgebung gelangen. Dazu gehören z. B. von baulicher Seite ein Unterdrucksystem, eine Schleuse und ein Hochleistungs-Schwebstofffilter.

Das Gebäude entstand in Modulbauweise. © Christine Liebhardt/Uni Ulm

Im Oktober und November sollen die technischen Anlagen nach und nach in Betrieb genommen und durch den Generalunternehmer getestet werden. Der TÜV begleitet diese Inbetriebnahmen. Die Übergabe an den Bauherrn, nämlich das Universitätsklinikum Ulm, das die Realisierung des S3-Labors für die Medizinische Fakultät übernommen hat, ist für Ende November geplant. Bevor das Gebäude in Betrieb genommen werden kann, sind verschiedene behördliche Genehmigungen notwendig. Es wird angenommen, dass der Laborbetrieb im zweiten Quartal 2024 starten kann.

Zunächst werden dann Forschende des Instituts für Molekulare Virologie am Universitätsklinikum Ulm unter der Co-Leitung der Professoren Frank Kirchhoff und Jan Münch sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Virologie unter der Leitung von Professor Thomas Stamminger dieses Speziallabor nutzen.
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Die Laborfläche beträgt rund 80 m2 mit acht Arbeitsplätzen, die auf zwölf Plätze erweiterbar sind. Die Planung erfolgte durch Scherr & Klimke, die Ausführung durch die HT Group. Die Gesamtbaukosten inkl. Erstausstattung betragen rund 8,4 Mio. Euro. Möglich wurde die Errichtung dieses S3-Labors durch die finanzielle Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie von REACT-EU "Recovery Assistance for Cohesion and the Territories of Europe" in maximaler Höhe von fünf Millionen Euro. Die verbleibenden Kosten von rund 3,4 Mio. Euro trägt die Medizinische Fakultät der Universität Ulm.

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Quelle: Universität Ulm

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