Neues Begleitprogramm

Labvolution mit Biotechnica 2017

Auf der diesjährigen Labvolution mit dem Life-Sciences-Event Biotechnica vom 16. bis 18. Mai in Hannover gibt es einige neue Angebote bzw. Themen für die Besucher.

Im LabUser Ausstellerforum gibt es Wissen aus erster Hand. (Bild: Deutsche Messe AG)

Das LabUser Ausstellerforum 
Das Gespräch auf dem Messestand ist der Einstieg. Wenn es aber weiter in die Tiefe geht, wenn Dienstleistungen erklärt oder Eigenschaften und Handling bestimmter Produkte vermittelt werden sollen, wenn Mitarbeiter geschult oder ein Thema intensiv diskutiert werden soll – dann ist ein ruhigerer Ort besser geeignet. 

Genau dafür bietet die Labvolution mit Life-Sciences-Event Biotechnica ein neues Angebot: das LabUser Ausstellerforum. Es findet statt in den Konferenzräumen der Halle 19 und grenzt damit unmittelbar an die Ausstellung. Das Programm gestalten die Aussteller selbst, denen die Messe hierfür die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.

„Vom neuen LabUser Ausstellerforum profitieren Aussteller und Fachbesucher gleichermaßen“, sagt Bernd Heinold, Projektleiter Labvolution bei der Deutschen Messe AG. „Der Mehrwert für die Unternehmen ist das exklusive Angebot, das sie ihren Gästen über den Standbesuch hinaus machen können. Die Besucher wiederum bekommen nicht nur spannende Einblicke, sondern können auch gezielt an zertifizierten Schulungen teilnehmen.“

3D-Printing in Science wird ein besonderes Highlight für die Fachbesucher sein. (Bild: Deutsche Messe AG)

Das Ausstellerforum besteht aus zwei Säulen: Produkt- und Lösungspräsentationen auf der einen Seite, Schulungen und Trainings auf der anderen. Die Unternehmen haben im Ausstellerforum die Chance, Produktinnovationen und Dienstleistungen ausgewählten Fachbesuchern in konzentrierter Atmosphäre zu präsentieren oder Fachbesucher zu unterschiedlichen Themen zu schulen. 

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Schwerpunkt-Themen und zertifizierte Schulungen 
Im Ausstellerforum erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm zu den Themen „Workflow-Optimierung in der Laborpraxis“, „Digitalisierung – das digitale Labor“ sowie „Emerging Technologies“. Die Schulungen, die Unternehmen in diesem Zusammenhang anbieten, sind zum Teil auch zertifiziert. Das heißt: Am Ende erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat. Einige Unternehmen wie Eppendorf oder Sartorius haben bereits zugesagt, dass sie entsprechende Trainings anbieten werden. Die Teilnehmerzahl pro Schulung ist auf 20 begrenzt. Ebenfalls geplant sind Impulsvorträge zu den genannten Themen mit anschließender Diskussionsrunde. 

Die Konferenzräume der Halle 19 eignen sich hervorragend für das Ausstellerforum. Da die Raumkapazitäten jedoch begrenzt sind und einige Timeslots besonders beliebt sein werden, lohnt sich eine schnelle Anmeldung seitens der Unternehmen. Die Timeslots im LabUser Ausstellerforum dauern 30 bis 60 Minuten und können an allen drei Messetagen von 10 bis 17 Uhr genutzt werden. Die Räumlichkeiten bieten Platz für Gruppen von 10 bis 50 Personen.

Mehr Information über Anmeldeverfahren und Organisation finden sich im Internet unter http://bit.ly/2lu91lf

Täglich live: Drei Use-Cases 
Ein Highlight während der drei Messetage werden die drei live vorgeführten smartLAB Use-Cases zu folgenden Themen sein.

Bioreaktorinokulation
Moderne Biopharmazeutika wie etwa Antikörper zur Krebstherapie werden mit Hilfe von Bioprozessen hergestellt. In diesen Prozessen wachsen Mikroorganismen oder tierische Zellen in einem Bioreaktor und produzieren den gewünschten Wirkstoff.

Jeder Prozess startet zunächst im kleinen Maßstab in einem Schüttelkolben und wird über mehrere Prozessschritte hochskaliert, bis die Organismen in den Bioreaktor überführt werden können. Während des Wachstums im Reaktor werden regelmäßig Proben genommen, um den Prozessverlauf zu dokumentieren. Wichtige Parameter sind unter anderem die Biomassekonzentration sowie Nährstoff- und Metabolitkonzentration. Neben der direkten Analyse der Proben ist es üblich, Kulturüberstände für spätere Untersuchungen einzufrieren. Dieser Ablauf wird im smartLAB im Use-Case Bioreaktorinokulation abgebildet. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem 3D-Druck, mobile Kommunikation, eine Datenbrille, ein Roboter sowie die automatische Dokumentation.

Phosphatanalytik
Pflanzen brauchen Phosphor. Der Bodennährstoff unterstützt Stoffwechselvorgänge und wird für den Aufbau der DNA benötigt. Da Phosphatverbindungen jedoch nicht überall in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, kommt der Düngung mit Phosphaten im Bereich Landwirtschaft oder Gartenbau eine hohe Bedeutung zu. Um bedarfsgerecht zu düngen, ist vorab eine Bodenanalyse erforderlich.

In diesem Use-Case wird der Phosphatgehalt einer Bodenprobe photometrisch bestimmt. Der gesamte Prozess im smartLAB wird über das Tablet des Laboranten gesteuert. Scanner, Datenbrille und Roboter kommen zum Einsatz, außerdem werden die Vorteile der Geräteintegration in die Wabenstruktur des Labors deutlich. Datenalanlyse und Check der Kalibration erfolgen automatisch.

Lebensmittelanalytik
Molekularbiologische Verfahren auf DNA-Ebene sind dazu geeignet, um gentechnische Veränderungen oder mikrobielle Kontaminationen festzustellen. Im Use-Case Nummer 3 werden Lebensmittelproben (Popcorn) auf GMO-Mais mittels PCR-Analytik untersucht. Im smartLAB sendet der ThermoMixer eine Mitteilung an das Smartphone des Laboranten, sobald die Probe weiterbearbeitet werden kann. In der Datenbrille werden sämtliche nächsten Anweisungen eingeblendet. Zum Einsatz kommt unter anderem ein Telepräsenzroboter, mit dem ein Kollege in einem anderen Labor kontaktiert wird.

3D-Printing in der Wissenschaft
Die Optimierung des Labor-Workflow wird neben innovativer Laborausstattung das Schwerpunktthema der kommenden Labvolution sein. Ein besonderes Highlight für die Fachbesucher ist in diesem Zusammenhang die Konferenz „3D-Printing in Science“, die an zwei Tagen parallel zur Fachmesse für die ganze Welt des Labors vom britischen Konferenzveranstalter Selectbio organisiert wird.

Um aus dem Stand ein Werkzeug oder ein medizinisches Instrument anzupassen oder neu herzustellen, hat sich 3D-Printing als bestens geeignete Lösung erwiesen. Vom kleinen Labor bis hin zur NASA – immer mehr Einrichtungen aus Forschung und Industrie benutzen diese Technologie, um Wissen zu erweitern und Arbeitsabläufe zu erleichtern. Den Schwerpunkt legt die 3D-Printing-Conference, die am 16. und 17. Mai im Konferenzbereich der Halle 19/20 und damit im unmittelbaren Umfeld der Messe läuft, auf die vielen Vorteile, die 3D-Printing in den Bereichen Prothetik, Laborbedarf oder der Herstellung von Biomaterialien für die Gewebezüchtung in medizinischen und nicht-medizinischen Anwendungen mit sich bringt.

Weiterbildung: Drei Kompaktseminare 
Weiterbildung und Wissenstransfer sind eine wichtige Säule der Labvolution und Biotechnica. Die europäische Fachmesse für innovative Laborausstattung und die Optimierung von Workflows kooperiert deshalb mit dem Schulungs- und Beratungsunternehmen Dr. Klinkner & Partner GmbH. Dieses bietet drei Kompaktseminare im Konferenzbereich der Messehalle 19/20 an, so dass die Teilnehmer vor, nach oder am Folgetag ihres Seminars die Labvolution und Biotechnica besuchen können. Die Themen der Messespecial-Seminare sind Grundwissen im Qualitätsmanagement, Grundwissen in GxP-Systemen sowie das exakte Pipettieren und das richtige Kalibrieren von Pipetten.

Die Seminare richten sich an Wissenschaftler, Techniker und Ingenieure aus dem Labor. Am Dienstag, den16. Mai, stehen QM-Systeme im Mittelpunkt. Es geht also darum, wie Prozesse beschrieben, Verantwortlichkeiten definiert sowie Abläufe optimiert und standardisiert werden sollten.

Mit diesem Wissen lassen sich die Effizienz von Laboren sowie die Vergleichbarkeit, Reproduzierbarkeit und die Kostentransparenz verbessern. Das Seminar ist besonders geeignet für neue Mitarbeiter aus Laboratorien sowie Entwicklungs- und Prüfbereichen.

Einen schnellen Überblick über die verschiedenen GxP-Systeme im Labor verschafft das Kompaktseminar am Mittwoch, 17. Mai. Die Teilnehmer befassen sich mit den Regelwerken der GLP (Gute Laborpraxis) und GMP (Gute Herstellungspraxis) sowie ihrer praktischen Umsetzung im Laboralltag.

Am Donnerstag, 18. Mai, sind dann all jene Anwender aus dem Labor angesprochen, die mit Kolbenhubpipetten arbeiten, sowie Qualitätsmanager und Prüfmittelbeauftragte, die einen Einblick in die normkonforme Kalibrierung von Kolbenhubpipetten bekommen möchten.

Die Messespecial-Seminare dauern jeweils von 10 bis 17 Uhr. Jeder Teilnehmer bekommt bei der Anmeldung zwei Tageskarten für den Besuch der Labvolution und Biotechnica gratis hinzu.

Weitere Informationen zu den Seminaren sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich im Internet unter:

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