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Artikel und Hintergründe zum Thema

Raman-Streuung (TERS)

Melanie Steinbeck,

Volker Deckert erhält Willis E. Lamb Award

Wie lassen sich Strukturen sichtbar machen, die weit kleiner sind, als klassische Lichtmikroskope sie erfassen können? Mit der spitzenverstärkten Raman-Streuung (TERS) hat der Jenaer Forscher Volker Deckert eine Methode etabliert, die präzise Einblicke in die Nanowelt der Moleküle ermöglicht – und das ohne den Einsatz von Markern. Für seine wegweisenden Arbeiten wurde er mit dem Willis E. Lamb Award ausgezeichnet.

Prof. Dr. Volker Deckert, Leibniz-IPHT und Friedrich-Schiller-Universität Jena © Sven Döring / Leibniz IPHT

Prof. Dr. Volker Deckert vom Leibniz-Institut für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) und der Friedrich-Schiller-Universität Jena zählt zu den führenden und international vielfach ausgezeichneten Experten für TERS und Nanospektroskopie im Bereich der Lebenswissenschaften. Für seine herausragenden Beiträge auf diesem Gebiet erhielt er am 8. Januar 2025 in Snowbird, USA, den Willis E. Lamb Award for Laser Science and Quantum Optics.

Pionier der spitzenverstärkten Raman-Spektroskopie

Deckerts Forschungsschwerpunkte umfassen die Raman-Spektroskopie, optische Nahfeldmikroskopie und Plasmonenverstärkung. Gemeinsam mit seinem Team der Forschungsabteilung „Nanoskopie“ am Leibniz-IPHT entwickelt er markierungsfreie Verfahren, die chemische und biologische Systeme detailliert analysieren können. Die Forschenden arbeiten daran, die räumliche Auflösung dieser Technologien kontinuierlich zu verbessern, um selbst molekulare Strukturen präzise darzustellen.

„TERS ermöglicht es, molekulare Strukturen unterhalb der optischen Beugungsgrenze zu erfassen – ohne den Einsatz von zusätzlichen Farbstoffen“, erklärt Deckert. Die Technologie eröffnet ein breites Spektrum an Anwendungen, darunter in der Materialwissenschaft und der Medizin. Besonders in der Erforschung von Krankheitsmechanismen und bei der Entwicklung neuer Therapien bietet sie großes Potenzial.

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Von Würzburg über Zürich nach Jena

Nach seinem Chemiestudium und der Promotion über Raman-Spektroskopie in Würzburg forschte Deckert an der University of Tokyo und an der ETH Zürich an hochauflösenden Raman-Techniken. Nach Stationen in Dresden und Dortmund ist er seit 2009 Professor an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Leiter der Forschungsabteilung Nanoskopie am Leibniz-IPHT.

Willis E. Lamb Award

Seit 1998 ehrt der Willis E. Lamb Award for Laser Science and Quantum Optics jährlich herausragende Leistungen in der Laserwissenschaft und Quantenoptik. Der Preis erinnert an den Physik-Nobelpreisträger Willis E. Lamb und wird von der Konferenz Physics of Quantum Electronics (PQE) gestiftet und im Rahmen des Winter-Colloquiums der PQE in Snowbird, Utah, verliehen. Preisträger des Jahres 2025 sind neben Volker Deckert Luiz Davidovich und J. Gary Eden.

Originalpublikation:
Höppener, C., Aizpurua, J., Chen, H., Gräfe, S., Jorio, A., Kupfer, S., Zhang, Z., & Deckert, V. (2024). Tip-enhanced Raman scattering. Nature Reviews Methods Primers, 4, 47. doi.org/10.1038/s43586-024-00323-5

Quelle: Leibniz-Institut für Photonische Technologien e. V.

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