News

Anagnostics und Molzym schmieden strategische Allianz im Kampf gegen Sepsis

Anagnostics Bioanalysis (St. Valentin, Österreich) und Molzym (Bremen, Deutschland) gaben heute eine Lizenzvereinbarung und Partnerschaft bekannt, unter der "hybcell Pathogens DNA" entwickelt wird. Diese Entwicklung ist ein bahnbrechendes System für die schnelle Detektion von Sepsis verursachenden Keimen aus Vollblut. Die Vereinbarung beinhaltet die Einlizenzierung von Molzyms SepsiTest¿ Probenaufbereitung, die für die DNA Aufbereitung bei geringster Pathogenkonzentration verwendet wird.

Markus Jaquemar freut sich über die strategische Allianz mit Molzym zur Entwicklung eines Tests zur Detektion von Sepsis verursachenden Pathogen aus Vollblut.

Gemeinsam mit Anagnostics' wegweisender Multiplexdiagnostik - der hybcell Technologie - wird die Identifikation von Keimen unter vier Stunden erfolgen und somit die Prognose septischer Patienten signifikant verbessern. Frühe und schnelle Diagnose der Erreger ist für das Überleben der Patienten maßgeblich, besonders in der Anfangsphase einer sich entwickelnden Sepsis. Der Test aus Vollblut macht die mikrobiologische Züchtung überflüssig und reduziert so das Ergebnis - von einem bis mehreren Tagen - auf vier Stunden.

Markus Jaquemar, Geschäftsführer und Vertriebsleiter der Anagnostics Bioanalysis GmbH über die Partnerschaft: "Die Einlizenzierung von Molzyms SepsiTest¿ komplettiert den einzigartigen Ansatz der integrierten Sepsistestung von Anagnostics. Neben der auf Erreger-DNA basierenden Pathogenidentifikation werden Entzündungsmarker begleitend beobachtet und so der Therapieerfolg gemessen."

Anzeige

Wie relevant das sein kann, verdeutlichen folgende Fakten über die Sepsis: Sepsis ist eine tödliche Krankheit mit vielfältigen Ursachen, die vor allem durch gram-positive, gram-negative Bakterien oder Pilze hervorgerufen wird. Die Folgen sind verheerend. So stieg in den letzten 10 Jahren die jährliche Inzidenzrate um 91,3 %. In den USA sterben pro Stunde 25 Menschen daran. Jeder dritte Patient mit einer schweren Sepsis stirbt innerhalb eines Monats. Schwere Sepsis ist nach Herzversagen die häufigste Todesursache bei Intensivpatienten und fordert mehr Todesfälle als Brust-, Darm-, Bauchspeicheldrüsen- und Prostatakrebs zusammen.

Die Entwicklung von hybcell Pathogens kombiniert den existierenden CE-IVD gekennzeichneten SepsiTest¿ von Molzym mit der Pathogendetektion von Anagnostics, die auf compact sequencing basiert. Die mikrobielle Anreicherung von SepsiTest¿ basiert auf der MolYsis Technologie und liefert im Vergleich zu herkömmlichen Technologien die 40000fache DNA-Menge. Außerdem wird durch die MolYsis Technologie die DNA von abgestorbenen Mikroben beseitigt. Dadurch kann die aktuelle Belastung des Patienten mit Pathogenen festgestellt werden und somit auch der Erfolg der Antibiotikatherapie.

Anagnostics' compact sequencing ist ein einfacher zweistufiger Prozess für das Routinelabor. Aus der Probe werden relevante Mutationen gemessen und daraus die in dieser Probe vorhandenen Pathogene abgeleitet und als Ergebnistabelle übersichtlich präsentiert. Diese Identifikation dauert weniger als zwei Stunden.

Prof. Dr. Michael Lorenz, Chief Scientific Officer (CSO) von Molzym dazu: "Die SepsiTest¿ Pathogenanreicherung ist ein Standard in der präzisen, schnellen und kosteneffizienten Sepsisdiagnostik geworden. Wir freuen uns, dass unsere Technologie in einem integrierten Sepsisdiagnostik-Konzept Anwendung findet."

Markus Jaquemar fügt hinzu: "hybcell Pathogens wird die Spielregeln in der Sepsisdiagnostik ändern und detailliertes und schnelles Feedback an den behandelnden Arzt liefern. Jede Stunde, die ein Sepsispatient später behandelt wird, erhöht die Sterblichkeit um acht Prozent. Überdies können wir mit hybcell Inflammation den Therapieerfolg überwachen und zum ersten Mal wichtige Entscheidungsgrundlagen für personalisierte Therapieentscheidungen liefern."

Die ersten Tests werden im Spätherbst 2012 verfügbar sein.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Umweltschutz

Pharmazeutische Wirkstoffe in der Ostsee

Das Projekt CWPharma hat zum Ziel zum Thema "Arzneimittel in der Umwelt" Wissenslücken zu schließen. Dazu sollen im Ostseeraum u.a. Emissionen aus Pharmaindustrie, Krankenhäusern, Mülldeponien, Fisch- und Geflügelfarmen und kommunalen Kläranlagen...

mehr...
Anzeige
Anzeige