Medizin, Labordiagnostik und Medizintechnik

Messeduo Medica und Compamed in Düsseldorf

Vom 14. bis 17. November finden die Medizinmesse Medica und parallel die Compamed, Fachmesse für den Zulieferbereich der Medizintechnik-Industrie, statt.

Christian Grosser, Director Health & Medical Technologies der Messe Düsseldorf, sagt: „Die Medizintechnik-Industrie braucht gerade jetzt die Medica und die Compamed als starke Plattformen für den länderübergreifenden Austausch, für Kooperationen und Business. Denn der Markt ist in Bewegung. In bestimmten Bereichen gibt es im Zuge der Pandemie eine erhöhte Nachfrage, etwa hinsichtlich der Point-of-care-Diagnostik. Darüber hinaus haben die Unternehmen gesteigerten Abstimmungsbedarf mit Liefer- und Fertigungspartnern zur Sicherstellung ihrer eigenen Lieferfähigkeit in Zeiten stark anziehender Preise und knapper Bauteile“, führt Christian Grosser wichtige Gründe auf für die Beteiligung an den beiden Branchenleitveranstaltungen. Schwerpunktsegmente der Fachmesse Medica sind: Labortechnik und Diagnostika, Medizintechnik und Elektromedizin (Bildgebung und Diagnostik / Medizinische Ausrüstung und Geräte), Bedarfs- und Verbrauchsartikel, Physiotherapie und Orthopädietechnik sowie IT-Systeme und IT-Lösungen.

Ausstellung, Foren und Konferenzen

© Constanze Tillmann/Messe Düsseldorf

Die in die einzelnen Themensegmente der Fachmesse integrierten Foren sorgen für den inhaltlichen Brückenschlag zu den Ausstellerneuheiten und Best Practices ihrer Anwendung im medizinischen Alltag. Foren sind u. a. „MEDICA CONNECTED HEALTHCARE FORUM“ (zu digitaler Vernetzung), das „MEDICA HEALTH IT FORUM“ (rund um IT-Themen), das „MEDICA TECH FORUM“ (zu Trends in der Medizintechnik) oder das „MEDICA LABMED FORUM“ (Innovationen der Labormedizin). Das Konferenzprogramm der Medica realisiert ebenfalls eine inhaltliche Verknüpfung zu den Trendthemen des Marktes und der Fachmesse, darunter der 45. Deutsche Krankenhaustag als Leitveranstaltung.

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Für alle, die hinsichtlich der Trends auf den vorgelagerten Entwicklungs- oder Fertigungsstufen der Medizintechnik-Industrie auf dem Laufenden bleiben wollen, ist die Compamed informativ: Hier präsentieren sich die Zulieferunternehmen mit einer Fülle an Hightech- und Servicelösungen. Komponenten, Mikrosystemtechnik, Materialverarbeitung und Beschichtungen, Additive Fertigung (3D-Druck), Fertigungstechnik und -maschinen, Verpackungen und Dienstleistungen bilden Themenschwerpunkte, die auch durch die Programme von zwei integrierten Fachforen gespiegelt werden.

In dieser Kombination werden Medica und Compamed wieder die gesamte Wertschöpfungs- und Prozesskette der Medizintechnik und ein vollständiges Angebot medizinischer Produkte, Geräte und Instrumente abbilden. Die Portale medica.de und Compamed.de bieten eine Vielzahl digitaler Services zur Vorbereitung eines effektiven Messeaufenthalts vor Ort (z. B. interaktive Hallenpläne), zum Networking mit Firmen und während der Laufzeit umfangreiche Berichterstattung zu den Veranstaltungen.

Labormedizin-Forum an allen Messetagen

Was tut sich in der In-vitro-Diagnostik? Entwicklungen aus medizinischer Praxis und biologischer und medizinischer Forschung zeigt das „MEDICA LABMED FORUM“ auf. Bereits seit 2017 ist die Laboratoriumsmedizin mit einer wissenschaftlichen Veranstaltung im Rahmen der internationalen Leitmesse Medica in Düsseldorf inmitten des Messebereichs der Laborausstattungen und Diagnostika mit jährlich mehreren hundert Ausstellerbeteiligungen vertreten. Die Veranstalter beobachteten in den letzten Jahren eine steigende Wertschätzung des „MEDICA LABMED FORUM“ in Akademie und Industrie. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse aus der und für die Labordiagnostik werden auch auf der diesjährigen Medica präsentiert. In Messehalle 1 sind Vorträge von namhaften Expertinnen und Experten auf der Bühne des labormedizinischen Fachforums zu hören.

Digitale Talkrunden zu Diagnostik-Themen

Für alle, die bereits vor der Messelaufzeit ein „Warm-up“ im Sinne einer inhaltlich vertiefenden Vorbereitung des Medica-Besuchs wünschen, haben die Möglichkeit, über „MEDICA DEEP DIVE“ an digitalen, englischsprachigen Talkrunden teilzunehmen. Informationen zu den Themen, Terminen und zur Teilnahme an den digitalen Talkrunden „MEDICA DEEP DIVE“ sind online abrufbar unter: www.medica.de/de/MEDICA_DEEP_DIVE.

Fachmesse Compamed

Sowohl zur Medica als auch zur parallel stattfindenden internationale Zuliefererfachmesse Compamed erwarten die Veranstalter nach dem Verlauf der Buchungen eine Beteiligung deutlich über dem Vorjahresniveau: Bei der Medica sind es mehr als 4.200 aus insgesamt 70 Nationen und bei der Compamed fast 700 Unternehmen aus 36  Nationen. Für die Compamed 2022 bedeutet das eine Vollauslastung an ihrem traditionellen Platz, in den Messehallen 8a und 8b.

Das in die Fachmesse integrierte Vortrags- und Diskussionsforum „COMPAMED HIGH-TECH FORUM“ gibt Einblicke in die aktuelle Forschung und Entwicklung der auf der Compamed ausgestellten Verfahren und Produkte, erläutert Technologietrends der Branche und übermittelt Informationen zu den relevanten Auslandsmärkten für Medizintechnik. Insbesondere die Bereiche neue Materialien, Produktionstechniken, Nanotechnologien und Mikrosystemtechnik werden von den Experten und Expertinnen vorgestellt. Das vom IVAM organisierte Forum bietet in Halle 8a (Stand G40) internationales Programm. Zu den Highlights des Forums zählt nach Angaben der Messe Düsseldorf in diesem Jahr die Session „Europe meets USA – High-Tech for Medical Devices“, die gezielt die Zusammenarbeit im Bereich der Medizintechnik zwischen Komponentenherstellern, Geräteherstellern und Anwendern aus Europa und den USA stärken soll. Bei diesem Hightech-Forum werden auch Unternehmen der benachbarten Medica ausstellen, Produkte präsentieren und diesbezügliche Anforderungen an Komponentenhersteller erläutern.

Mikrofluidik

Die Mikrofluidik als eine Schlüsseltechnologie im Bereich der Diagnostik ist Thema einer großen Zahl von Fachpräsentationen. So werden in diesem Jahr zwei Sessions dazu das Programm bereichern: „Microfluidic Session Part I: Microfluidic Platforms – Shortcut to a Product“ sowie „Microfluidic Session Part II – Microfluidics: The Bits and Pieces to make-up a System“. Weitere wichtige Vortragsschwerpunkte sind in diesem Jahr „Printed Electronics for Next Generation Wearables and Diagnostics“, „Smart Sensor Solutions“ sowie „Laser and Photonics Applications“.

Mikro- und Nanotechnik, Photonik und neue Materialien

Der Fachverband IVAM organisiert auch den Gemeinschaftstand und Produktmarkt „High-tech for Medical Devices“. Hier sollen Innovationen in Mikrotechnik, Nanotechnik, Photonik und neue Materialien präsentiert werden. Internationale Firmen und Forschungseinrichtungen sind regelmäßig Beteiligte auf dem mehr als 600 m² großen Gemeinschaftsstand. In diesem Jahr werden hier fast 50 Unternehmen und Institute aus neun Nationen vertreten sein. Optik- und Präzisionstechnikunternehmen aus der Schweiz sind diesmal besonders stark vertreten. Vor Ort gibt es z. B. zahlreiche miniaturisierte Komponenten (mikroelektronisch, optoelektronisch, mikrooptisch, mikrofluidisch), Sensoren, Aktoren und Sensorsysteme, Mikropumpen, Beschichtungen, smarte Textilien sowie Fertigungs- und Bearbeitungsverfahren zu sehen.

Zum Beispiel wird das Unternehmen Mabri.vision hier eine Lösung zur automatisierten 100-Prozent-Prüfung von großflächigen und mikrostrukturierten Bauteilen vorstellen. Die Prüfanlage „MV.EYE MI1“ für Mikrofluidik-Chips soll mit einer schnellen und hochauflösenden Bilderfassung mit einer KI-unterstützen Auswertesoftware Defekte erkennen können.

Ein Verbund aus acht Unternehmen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen stellt den aktuellen Stand eines Projekts vor, in dem ein kompaktes Nachweissystem für Multiresistenzen bei Tuberkuloseinfektionen entwickelt wird. Es soll eine schnelle Diagnostik möglich machen und damit die Grundlage für eine effiziente Behandlung von Infizierten liefern. Das Thüringer Unternehmen Microfluidic Chipshop übernimmt innerhalb des Projektes „FluoResYst“ die Erarbeitung der Analysekartusche, in die das Tuberkulose-Assay mit einer neuartigen Detektionstechnologie automatisiert ablaufen soll. Neben ersten Projektfortschritten werden auch etablierte Lab-on-a-Chip-Lösungen zu sehen sein.

Weitere Informationen zu den Messen und Foren:

Compamed: www.compamed.de

Programm des Compamed-Hightech-Forums: www.ivam.de/events/compamed_high_tech_ forum_2022

Quelle: Messe Düsseldorf

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