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Cloud-Computing in der Bioinformatik

BioinformatikLösung des „Big-Data-Problems: Cloud-Computing

Zum Aufbau einer Cloud-Computing-Infrastruktur in der Bioinformatik erhält die Professur für Systembiologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) vom BMBF insgesamt 2,3 Mio. Euro. Die Cloud des Deutschen Netzwerks für Bioinformatik-Infrastruktur (de.NBI) soll dazu beitragen, den Engpass an Speicher- und Rechenkapazitäten in den Lebenswissenschaften zu beheben.

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Bioinformatik: Lösung des „Big-Data-Problems: Cloud-Computing

Das Deutsche Netzwerk für Bioinformatik-Infrastruktur (de.NBI) ist im März 2015 mit dem Ziel gestartet, das in den Lebenswissenschaften existierende „Big-Data-Problem“ in den Griff zu bekommen. Mit fortschrittlichen Untersuchungsmethoden werden heutzutage in den Lebenswissenschaften zum Beispiel bei Genomanalysen riesige Datenmengen erzeugt, die nur noch mit komplexen Bioinformatikprogrammen und großen Rechenanlagen analysiert werden können. Um dem großflächigen Engpass bei der Bereitstellung adäquater Speicher- und Rechenkapazitäten zu begegnen, setzt das de.NBI-Netzwerk auf den Einsatz von zukunftsorientierten Cloud-Technologien. Beim Cloud-Computing werden umfangreiche Speicher- und Rechenressourcen über virtuelle Maschinen in zentralen Einrichtungen bereitgestellt und können je nach Bedarf flexibel genutzt werden. Durch dieses Konzept ergeben sich für die Nutzer einer Cloud zahlreiche Vorteile, da beispielsweise auch ohne Investitionen in eine lokale Computer-Hardware umfangreiche Daten analysiert werden können.

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„Mit der Einrichtung der de.NBI-Cloud greifen wir in der Bioinformatik den internationalen Trend auf, skalierbare Ansätze zur Analyse großer Datenmengen mit Hilfe von Cloud-Computing-Infrastrukturen zu entwickeln“, so Prof. Dr. Alexander Goesmann, Inhaber der Professur für Systembiologie an der JLU und Leiter des Projekts.

de.NBI-Cloud aufgebaut

Als Gemeinschaftseinrichtung bieten die acht Zentren des de.NBI-Netzwerks bioinformatische Software-Pakete zur Unterstützung der Datenauswertung in Forschungsprojekten aus den Lebenswissenschaften und der Medizin an. Darüber hinaus organisieren die Leistungszentren Trainingskurse und bearbeiten Anfragen von Nutzerinnen und Nutzern.

Die de.NBI-Cloud wurde in den vergangenen Monaten an insgesamt fünf ausgewählten Standorten, nämlich in Gießen, Bielefeld, Heidelberg, Freiburg und Tübingen aufgebaut. Für den laufenden Betrieb der Cloud unterstützt das BMBF das Netzwerk mit sechs Wissenschaftlerstellen.

Bereits seit Juni wird die Cloud am Standort Gießen aktiv genutzt. Im Rahmen einer einwöchigen Sommerschule konnten 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erste praktische Erfahrungen in der Nutzung von Cloud-Computing-Ressourcen sammeln.

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