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BIOTECHNICA 2011 mit deutlichem Aufwärtstrend

Mit einem positiven Fazit des Veranstalters ist am Donnerstag die BIOTECHNICA 2011, Europas führendes Messe- und Kongress-Event für Biotechnologie und Life Sciences, zu Ende gegangen. "Die BIOTECHNICA hat mit den richtigen Themen gepunktet und mit einem deutlichen Zuwachs an Ausstellern und Besuchern überzeugt. Sie hat eindrucksvoll gezeigt, welchen Stellenwert die Biotechnologie in allen Lebensbereichen und der Wirtschaft einnimmt", sagte Dr. Andreas Gruchow, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Messe AG, Hannover, zum Abschluss der dreitägigen Veranstaltung.

BIOTECHNICA 2011 Abschluss-Pressekonferenz: Dr. Andreas Gruchow, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG, Matthias Dornheim, Marketing Manager Life Sciences, VWR International GmbH, Darmstadt, Dr. Thomas Drescher, Geschäftsführer DASGIP AG, Jülich, Prof. Dr. rer. Nat. Lutz Fischer, Univ. Hochheim, Hans-Jürgen Oberdiek, Sales Marketing Manager, Carl Zeiss Microlmaging, Jena.

618 Aussteller aus 28 Nationen (24 % mehr als im Vorjahr) präsentierten vom 11. bis 13. Oktober innovative biotechnologische Entwicklungen und Anwendungen in der Medizin, Lebensmittel- und industriellen Produktion sowie umweltschonende Produktionsverfahren. Weitere Schwerpunkte waren Labortechnik und -ausrüstungen sowie Bioreaktoren. Zudem bot die Messe ein großes Spektrum an Dienstleistungen und IT-Lösungen für die Biotech- und Pharmaindustrie. Die stärkste Auslandsbeteiligung kam aus der Schweiz, gefolgt von Frankreich, Großbritannien, den USA und den Niederlanden. Auch der Iran und Korea waren mit großen Gemeinschaftsständen vertreten.

Im Mittelpunkt der diesjährigen BIOTECHNICA standen die Schwerpunktthemen Bio¬Services, Lebensmittelbiotechnologie und Industrielle Biotechnologie. "Es wurden vielfältige Neuentwicklungen in diesen Themengebieten präsentiert, die belegen, dass die Innovationskraft der Biotechnologie nach wie vor ungebrochen ist", fügte Dr. Gruchow hinzu. Besonders gefragt waren die neuen Verfahren und Testmethoden, mit denen die Qualität und Sicherheit von Lebensmitteln verbessert werden können. Auf großes Interesse stießen auch biotechnologische Verfahren, mit denen chemische und industrielle Prozesse umgestellt werden können, um umweltschonender und nachhaltiger zu produzieren. Sehr positiv aufgenommen wurde der neue Marktplatz ¿BioServices". Er bot Biotech- und Pharma-Unternehmen, die Dienstleister für die Wirkstoffentwicklung und -produktion suchen, eine eigene Plattform.

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Als ihre wichtigsten Ziele für die Messebeteiligung gaben die Aussteller der BIOTECHNICA das Knüpfen neuer Kontakte zu potenziellen Geschäftspartnern und die Pflege bestehender Kundenkontakte an. "Als niedersächsisches Unternehmen und weltweit tätiger Zulieferer der Biotech-Industrie gehört die BIOTECHNICA in Hannover zu unserem Pflichtprogramm. Wir treffen hier nicht nur Kunden und Kooperationspartner aus der Region, sondern auch Kunden aus dem gesamten Bundesgebiet und ganz Europa", sagte Dr. Wolfgang Asche, Product Management Fermentation Technologies, Sartorius Stedim Biotech GmbH, Göttingen.

Internationalität der Besucher gestiegen

Positiv fällt auch die Besucherbilanz aus. 11000 Gäste kamen an den drei Tagen auf das Messegelände, rund 15 % mehr als 2010. "Mit dem zweistelligen Plus bei Ausstellern und Besuchern hat die BIOTECHNICA ihre Position als Leitmesse für die europäische Biotech- und Life-Science-Branche eindrucksvoll bestätigt", stellte Dr. Gruchow fest.

Rund ein Viertel der Besucher kam aus dem Ausland. Zuwächse gab es insbesondere aus Europa. Zu den größten Besuchernationen gehörten Großbritannien, Polen, Österreich sowie Frankreich und die Niederlande. Zuwächse gab es auch aus Italien, Schweden und Russland.

Nahezu die Hälfte der Besucher kam zur BIOTECHNICA, um neue Impulse für die Produktentwicklung zu erhalten. Im vergangenen Jahr waren dies gerade einmal 12 %. Deutlich gestiegen im Fokus des Besucherinteresses sind das Knüpfen von Kontakten mit möglichen Kooperationspartnern sowie die Suche nach Neuheiten. Gefragt waren insbesondere Technik und Services, Biotechnik, Laborgeräte sowie Anwendungen in Pharma und Medizin.

Die Aussteller betonten die hohe Fach- und Entscheidungskompetenz der Besucher. Jeder dritte Besucher kam aus dem oberen Management. So konnte die BIOTECHNICA 2011 mehr Selbstständige sowie mehr Fachleute aus Großunternehmen verzeichnen.

Verknüpfung von Ausstellung und Konferenzen

Konferenzen, Foren und Workshops mit mehr als 500 internationalen Referenten ergänzten das Ausstellungsprogramm. Das Themenspektrum reichte von Biomedizin über Bioinformatik bis hin zu Lebensmittelsicherheit. "Wir sind Aussteller auf der BIOTECHNICA, um Kundenkontakte zu knüpfen und daraus Geschäftsabschlüsse zu generieren. Insbesondere profitieren wir davon, dass viele Besucher direkt nach den Konferenzen auf unseren Stand kommen, um sich im Detail über unsere Produkte zu informieren", bestätigte Erik Jans, Business Development Manager Europe, MaxCyte, Gaithersburg, USA.

Drehscheibe für den Austausch von Wissenschaft und Industrie

Ein wesentliches Ziel der BIOTECHNICA ist das Vernetzen von Wissenschaft und Industrie. So präsentierte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Berlin, im Biotechnologie-Projektforum geförderte Forschungsprojekte, die Wissenschaft und Industrie zusammenführen. Rund 120 Wissenschaftler stellten einem breiten Publikum ihre Innovationen vor. Besonders gut besucht war auch das "BIOTECHNICA INNOVATION FORUM" mit den Unternehmens- und Produktpräsentationen der Aussteller.

Im Rahmen der "Bio@venture Conference" hatten Firmengründer die Möglichkeit, ihre Innovationen vor potenziellen Kapitalgebern zu präsentieren. Auch die Karriereplattform "jobvector career day" stieß auf große Resonanz. Unternehmen wie der Chemiekonzern BASF oder Olympus Europe präsentierten sich vor zahlreichen Bewerbern, um qualifizierte Fachkräfte zu rekrutieren.

Am Abend des ersten Messetages wurde der EUROPEAN BIOTECHNICA AWARD verliehen. Er richtete sich in diesem Jahr an europäische Transferorganisationen aus akademischen Instituten der Biotechnologie und Life Sciences, die sich durch erfolgreiche Leistungen im Technologietransfer zwischen Wirtschaft und Industrie profiliert haben. Als Gewinner wurde die Schweizer Technologietransfer-Organisation Unitectra der Universitäten Basel, Bern und Zürich gekürt. Mehr als 1300 Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik nahmen an der Veranstaltung teil.

Die nächste BIOTECHNICA öffnet vom 8. bis 10. Oktober 2013 ihre Tore.

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