Forschungspreis

Juliane Simmchen erhält den Carl-Duisberg-Gedächtnispreis

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) hat Dr. Juliane Simmchen von der TU Dresden den Carl-Duisberg-Gedächtnispreis verliehen.

Dr. Juliane Simmchen. © privat

Dr. Juliane Simmchen erhält den Carl-Duisberg-Gedächtnispreis für ihre faszinierenden Ansätze auf dem Gebiet der Aktiven Materie, die kreative Nutzung von photokatalytischen Nanopartikeln, aber auch Enzymen, Bakterien und hybriden Systemen zum Antrieb von Mikroschwimmern umfassen. Die Auswahlkommission hob besonders hervor, dass es der Preisträgerin mit ihrer Forschung gelungen ist, sich in einem hochkompetitiven und interdisziplinären Arbeitsfeld durchzusetzen und ein eigenständiges und weithin sichtbares Forschungsprogramm aufzubauen.

Zur Person
Juliane Simmchen, die 1986 geboren wurde, studierte Chemie an der Technischen Universität Dresden. Nach ihrem Diplom in Analytischer Chemie 2010 promovierte sie 2014 in Materialwissenschaft am katalanischen Institut für Nanowissenschaften und Nanotechnologie (ICN2) der Autonomen Universität Barcelona in Spanien. Nach Aufenthalten am MPI für Intelligente Systeme, Stuttgart, und am Centro Brasileiro de Pesquisas Físicas, Rio de Janeiro, Brasilien, kehrte sie 2016 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Materialwissenschaften an die Technische Universität Dresden zurück. Seit November 2016 ist sie dort Freigeist Fellow zum Thema ‚Light driven microswimmers‘ in der Physikalischen Chemie. Mit ihrer Arbeitsgruppe erforscht sie kolloidale Materialien und Strategien, um diese zu aktivieren. Sie konstruieren sogenannte Mikromotoren: kleinskalige Strukturen aus synthetischen und biologischen Bausteinen, die sich autonom bewegen können und erforschen darüber hinaus, wie sich verschiedene Umgebungen, etwa Grenzflächen oder applizierte Stimuli, sich auf diese Bewegung auswirken.

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Zum Preis
Der mit 7500 Euro dotierte Carl-Duisberg-Gedächtnispreis wird seit 1936 an junge Hochschullehrkräfte verliehen, die an einer deutschen Hochschule oder als Deutsche an einer ausländischen Hochschule tätig sind, noch keine W2/W3- oder vergleichbare Stelle bekleiden und das 40. Lebensjahr nicht überschritten haben. Von der Preissumme gehen 5000 Euro direkt an die Preisträgerin oder den Preisträger und die übrigen 2500 Euro an die Arbeitsgruppe.

Quelle: Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh)

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