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Chemische Industrie setzt auf europäische Lösung

Die Vorschläge des Umweltbundesamtes zur Bewertung des Emissionsverhaltens von Produkten sieht der Verband der Chemischen Industrie (VCI) kritisch. ¿Hier droht ein deutscher Alleingang in Europa, der zudem zu einem unverhältnismäßig hohen Aufwand für die Firmen führen würde. Die deutsche chemische Industrie tritt deshalb für eine europaweit einheitliche Bewertung des Emissionsverhaltens von Bau- und Verbraucherprodukten in Innenräumen ein", so Dr. Gerd Romanowski, Geschäftsführer für Wissenschaft, Technik und Umwelt im VCI anlässlich der internationalen Konferenz "Innenraumluftqualität - Gesunde Umwelt in Innenräumen". Die Konferenz wird gemeinsam von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt am 23. und 24. Juni 2009 in Berlin veranstaltet. Der VCI warnt auch vor einer Doppelregulierung durch die geplante europäische Bauprodukte-Verordnung und die bestehende EU-Chemikalienverordnung REACH. Aus Sicht des VCI reicht eine Bewertung des Emissionsverhaltens von Bau- und Verbraucherprodukten nach den Vorgaben der REACH-Verordnung aus. Sie gewährleiste eine Prioritätensetzung bei der Untersuchung und Bewertung der Innenraumluft, die sich an wissenschaftlichen Fakten und am potentiellen Risiko für die Betroffenen orientiere. Zu berücksichtigen sei außerdem, dass die Qualität der Innenraumluft entscheidend durch Faktoren beeinflusst werde, die nicht auf die Emission von Chemikalien aus Bauprodukten zurückzuführen sind: Vor allem Rauchen, Lüftungsverhalten, Feuchtigkeit und Schimmelbildung.

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