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Chemoinformatics-Conference feiert ihr 25-Jähriges

Auch in diesem Jahr lädt die Fachgruppe Chemie-Information-Computer (CIC) der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) zu ihrer internationalen Tagung über Chemoinformatik und Chemieinformation ein. Vom 6. bis 8. November 2011 findet die 7th German Conference on Chemoinformatics (GCC 2011) in Goslar statt. Die internationale Tagung ging vor sieben Jahren aus dem CIC-Workshop hervor, der 2011, im internationalen Jahr der Chemie, seinen 25-jährigen Geburtstag feiert. Diesem Anlass sind das wissenschaftliche Programm und das Rahmenprogramm der Konferenz gewidmet.

Professor Dr. Johann Gasteiger, der das Arbeitsgebiet der Chemoinformatik in Deutschland und auch international maßgeblich prägte und zu den Initiatoren des CIC-Workshops gehört, wird die vergangenen 25 Jahre der Fachgruppe und des Workshops bilanzieren, über Erfolge berichten und zukünftige Ziele beleuchten. Auch Dr. Herbert Köppen, ehemaliger Leiter der Computational Chemistry Gruppe bei Boehringer Ingelheim, wird sich in seinem Vortrag thematisch mit dem Jubiläum auseinandersetzen. Seit etwa 25 Jahren wird Molecular Modelling als Werkzeug angewendet, um aus einer großen Zahl von Substanzen die biologisch Wirksame zu ermitteln. Köppen wird Erfolge und auch Misserfolge der Computerchemie aus Industriesicht beleuchten. Als finales Highlight der Feierlichkeiten endet die Konferenz am Dienstagabend mit einem weiteren Abendvortrag. Der Name des Vortragenden wird von der Fachgruppe bis zum Schluss geheim gehalten - nur soviel: Er kommt vom MIT.

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Das wissenschaftliche Programm bietet aktuelle Plenarvorträge, Vorträge und Poster internationaler Referenten aus Industrie und Wissenschaft. Ein Schwerpunkt der Tagung ist das Gebiet "Computergestütztes Wirkstoffdesign", das gleich mit zwei Schwerpunktsessions beleuchtet wird: "Chemoinformatik und Drug Discovery" und "Molecular Modelling". Mit Hilfe chemoinformatischer Analysen und Verfahren der Molekülmodellierung werden in der Arzneimittelentwicklung bei der Auswahl potentieller Molekülkandidaten neben der Bindungskinetik auch physiko-chemische Eigenschaften wie Löslichkeit oder biologische wie Bioverfügbarkeit oder Toxizität ermittelt. Immer größere Bedeutung bekommt der Einsatz von Computern in den Materialwissenschaften und der Nanotechnologie. Diesem Trend widmet sich eine weitere Session ("Computational Material Sciences and Nanotechnology"). Oberflächenbeschichtungen gehören zu den bekanntesten Anwendungen der Nanotechnologie. Trotzdem gibt es noch viele weitere Effekte, die mit Hilfe des Computers vorhergesagt und für Anwendungen optimiert werden können. Der letzte Themenschwerpunkt befasst sich mit der Chemieinformation ("Chemical Information, Patents, and Databases"). Neben aktuellen Entwicklungen bei öffentlichen Struktur- und Patentdatenbanken widmet sich dieses Gebiet auch dem sehr neuen Feld von Chemieanwendungen auf Mobile Devices.

Im Vorfeld der Konferenz wird am Nachmittag des 6. November eine Free-Software-Session stattfinden, in der die Open-Source-Projekte KNIME, ParaDockS, DebiChem und TRAVIS vorgestellt werden. Parallel zur Free-Software-Session werden drei Pre-Konferenz-Workshops von den Firmen Xemistry, Chemical Computing Group und Tripos Certara angeboten.

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