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Inotrem und Roche Diagnostics entwickeln Begleitdiagnostik für das Therapiemonitoring beim septischen Schock

F&E-KooperationInotrem und Roche Diagnostics: Begleitdiagnostik bei septischem Schock

Das Biotech-Unternehmen Inotrem S.A., Spezialist für die Bekämpfung von Entzündungssyndromen wie septischen Schock, hat den Abschluss eines F&E-Kooperationsvertrag mit Roche Diagnostics bekanntgegeben. Ziel der Kooperation ist die Entwicklung eines Begleitdiagnostikums, bestehend aus einem von Inotrem entwickelten löslichen, im Plasma zirkulierenden Protein (sTREM-1) und der proprietären Elecsys®-Plattform von Roche.

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Gemäß dem Vertrag entwickeln Roche und Inotrem gemeinsam einen robusten In-Vitro-Prototyp-Assay für die quantitative Bestimmung von löslichem TREM-1 (sTREM-1) in Plasmaproben von Patienten mit septischem Schock. sTREM-1 ist ein Marker des TREM-1-Immunverstärkungspfades, und hohe sTREM-1 Plasmakonzentrationen gehen nachweislich mit negativem Ergebnissen bei Patienten mit septischem Schock einher. Die Bestimmung von sTREM-1 im Blut könnte einen wertvollen Indikator für die Diagnose und die Vorhersage des Behandlungserfolgs bei Sepsispatienten liefern.

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Therapiemonitoring stützt Arzneimittelenwicklung
Inotrem führt zurzeit eine klinische Phase-2-Studie mit Sepsispatienten durch, um die positive Wirkung seiner Hauptkomponente, Motrem™ (LR12), bei der Behandlung von septischem Schock nachzuweisen. Die Zusammenarbeit mit Roche Diagnostics kann zu einem Begleitdiagnostikum führen, das die Entwicklung von Motrem™ unterstützt.

„Eines der Hauptprobleme bei der Behandlung von septischem Schock ist die Heterogenität der Patientenpopulation. Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Entwicklung eines Tests zur gezielten Stratifizierung von Sepsispatienten, um im Idealfall die Patienten zu identifizieren, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Behandlung mit Motrem ansprechen“, erläuterte Jean-Jacques Garaud, CEO und Mitbegründer von Inotrem. „Der Vertrag unterstreicht unser Engagement für die beschleunigte Entwicklung von zielgerichteten Therapielösungen für diese Patienten.“

Die Physiopathologie des septischen Schocks ist durch eine intensive und übermäßige systemische Entzündungsreaktion bei einer schweren Infektion gekennzeichnet. Zu den Folgen zählen Versagen lebenswichtiger Organe und schwerwiegende Durchblutungsstörungen, die zum Tod des Patienten führen können. Die Aktivierung des TREM-1-Pathway gilt als Hauptfaktor für einen septischen Schock.

„Für uns als führender Anbieter von In-Vitro-Diagnoselösungen ist dies eine großartige Möglichkeit, an der Entwicklung neuer Methoden für die Intensivmedizin mitzuarbeiten, insbesondere für einen Bereich, der durch eine extrem heterogene und schwierige Patientenpopulation mit septischem Schock charakterisiert ist“, ergänzte Jean-Claude Gottraux, Head of Roche Diagnostics, Centralized and Point of Care Solutions. „Besonders erfreulich für uns ist die Tatsache, dass Roche Diagnostics zum ersten Mal mit einem Startup-Unternehmen im Bereich Biotechnologie zusammenarbeitet.“

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