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Goethe-Uni erneut erfolgreich im LOEWE-Programm

Erneut ist es der Goethe-Universität gelungen, bei der hessischen Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz erhebliche Mittel einzuwerben. Ab Januar 2014 wird der LOEWE-Schwerpunkt "Ubiquitin-Netzwerke" an der Goethe-Universität eingerichtet. Darüber hinaus sind Frankfurter Forscher an dem Schwerpunkt "SynChemBio" beteiligt, der von der Philipps-Universität Marburg geführt wird.

"Damit ist unsere Strategie aufgegangen, die Verzahnung von naturwissenschaftlicher und medizinischer Forschung zu befördern", freut sich Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl. "Ich gratuliere den Kolleginnen und Kollegen zu der hervorragenden Arbeit."

Der neue LOEWE-Schwerpunkt "Ubiquitin-Netzwerke (Ub-Net)" befasst sich mit dem kleinen Protein Ubiquitin, das in viele zelluläre Prozesse regulierend eingreift und mit der Entstehung zahlreicher Erkrankungen in Zusammenhang gebracht wird. Neben der Goethe-Universität ist das Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim an dem Schwerpunkt beteiligt.

"Die Komplexität des Netzwerkes von Ubiquitin wird bislang nur ansatzweise verstanden", erklärt Prof. Ivan Dikic, Sprecher der Initiative. "Unser Ziel ist, grundlegende Mechanismen aufzuklären und den Zusammenhang zwischen Fehlern im Ubiquitin-System und den daraus resultierenden Erkrankungen des Menschen zu untersuchen." Innerhalb dieses Schwerpunktes werden Biochemiker, Struktur- und Molekularbiologen sowie Kliniker zusammenarbeiten. Als assoziierter Partner ist außerdem die Firma Merck-Serono in Darmstadt beteiligt. "Damit können wir vielversprechende neue Zielstrukturen schnell auf ihren möglichen therapeutischen Nutzen prüfen", so Dikic. Der Schwerpunkt wird über zwei Jahre mit rund 4,3 Mio. Euro gefördert.

Darüber hinaus sind fünf Frankfurter Forschergruppen an dem neuen LOEWE-Schwerpunkt "SynChemBio" beteiligt. Gemeinsam mit ihren Kollegen aus Marburg und Gießen entwickeln sie neuartige chemische Strategien zur Modellierung biologischer Prozesse, die unter anderem bei der Arzneimittelherstellung eine wichtige Rolle spielen. Bislang sind synthetisch-chemische Verbindungen oft nicht so selektiv und präzise, wie gewünscht. Das liegt vor allem an der enormen Komplexität biologischer Systeme.

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"Wir nutzen die moderne Strukturbiologie, um die Grundlagen der hochselektiven Modellierung zu verstehen", so der Frankfurter Prof. Harald Schwalbe, einer der stellvertretenden Sprecher des Schwerpunkts. Dabei kommt ein breites Repertoire von Verbindungsklassen und Methoden der organischen, anorganischen und nanobasierten Chemie zum Einsatz. Die neuartigen chemischen Strukturen und Strategien sollen die Grundlage für industrielle Innovationsprozesse insbesondere in der Wirkstoffforschung in Hessen bilden. Die Landesmittelförderung für die kommenden drei Jahre beträgt rund 4,1 Mio. Euro.

Die Entscheidung wurde am 11. Juli durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst bekannt gegeben. Insgesamt werden sechs neue Schwerpunkte mit rund 25 Mio. Euro finanziert. LOEWE fördert seit 2008 qualitativ herausragende Projekte an hessischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen und trägt damit zu deren Profilschärfung bei.

Informationen:
Prof. Ivan Dikic, Institut für Biochemie II, Campus Niederrad, [email protected].
Prof. Harald Schwalbe, Institut für Organische Chemie und Chemische Biologie, Campus Riedberg, [email protected].

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