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Ins Reich der kleinsten Teilchen

Ab sofort ist eine ungewöhnliche Reise ins Innerste der Materie in der DASA möglich. Eine neue Ausstellungszone in der Arbeitswelt Ausstellung zeigt die Chancen und Risiken der Nano-Technologie. Wie ein Raumschiff mutet der blau schimmernde Raum an: Im Zentrum steht das virtuelle Labor eines Krebsforschers. Er blickt mit Hilfe moderner bildgebender Verfahren auf die kleinsten Partikel des Universums. Ein 3-D-Monitor aus dem Jahr 2010, der sogar ohne Spezialbrille faszinierende Ansichten von Molekülen liefert, macht es dem Molekularbiologen noch einfacher. "Softwareergonomie" nennen das die Fachleute. Sie ist für die Menschen gedacht, die sich Tag und Nacht im Wissenschaftsbetrieb für neue Methoden zur Bekämpfung von Krebserkrankungen einsetzen. Die neue Zone ist in der Ausstellungseinheit "Am Bildschirm" verankert. Sie präsentiert unter anderem die neuesten Entwicklungen von Bildschirmarbeitsplätzen.

Das Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund hat für die Nano-Ausstellungszone in der DASA faszinierende Aufnahmen mit einem Fluoreszenz-Lichtmikroskop in ca. 400-facher Vergrößerung angefertigt. (Bild: Andreas Wahlbrink)

Zu entdecken gibt es noch weitere Attraktionen: Mit Hilfe eines Rastertunnelmikroskops können Forscher Oberflächen wie Landkarten lesen. Ein Mitmach-Objekt lässt das Publikum nachempfinden, nach welchem Prinzip es funktioniert. Die Wandgestaltung greift lichtmikroskopische Aufnahmen von Zellen auf und erhebt sie nahezu zum Kunstwerk. Erschaffen haben sie Forscher des Dortmunder Max-Planck-Instituts für molekulare Forschung. Ergebnisse der Initiative "nano4women" sind ebenfalls Teil der Präsentation, bei der die Arbeit der Nano-Forscherinnen gewürdigt wird. Die Bausteine der Nano-Welt sind winzig klein. Ein Nanometer verhält sich zum Meter wie eine Haselnuss zum Erdball. Völlig neue Naturgesetze gelten in diesen Dimensionen. Neue Möglichkeiten für Forschung und Anwendung eröffnen sich. Eigenschaften von Werkstoffen erhalten gänzlich neue Fähigkeiten. Vielversprechende Nutzungen zeichnen sich ab: Weniger Rohstoffe, gezieltere Wirkungen. Ihre Risiken werden derzeit genau geprüft und abgewogen. Heute hängen zwischen 50000 und 100000 Arbeitsplätze von der Nanotechnologie ab. Mehr als 500 Nano-Erzeugnisse sind bereits auf dem Markt. Ab 2012 gilt eine Kennzeichnungspflicht für Nano-Produkte.

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Die Ausstellungszone knüpft an den Erfolg der 2011 gezeigten Nano-Ausstellung "Nutzen und Visionen einer neuen Technologie" an. Sie verankert die als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts geltende Nanotechnologie nunmehr in der Dauerausstellung der DASA.

"Die DASA informiert als Arbeitswelt Ausstellung über die Belange des Menschen in einer zunehmend komplexen Arbeitsumgebung. Nano schafft Arbeitsplätze, fordert aber auch den Arbeitsschutz heraus", so DASA-Leiter Dr. Gerhard Kilger. Die DASA ist eine ständige und bildungsaktive Einrichtung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

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