Labvolution 2019

Labortechnik in Zeiten der Vernetzung

Einstimmung auf die Labvolution 2019: Im Rahmen einer Fachpressekonferenz informierten die Verantwortlichen zusammen mit Akteuren über Hintergrund und geplante Inhalte der europäischen Messe, die im Mai in Hannover stattfinden wird.

Die europäische Fachmesse Labvolution, "Europäische Messe für innovative Labortechnik und die Optimierung von Labor-Workflows", konzentriert sich 2019 auf das vernetzte Labor und präsentiert neben neuen Formaten für Anwender und Interessierte aus der Laborbranche wieder das Gemeinschaftsprojekt "smartLAB": In seiner dritten Auflage mit neuem Aufbau wird es erneut die Vision des intelligenten Labors der Zukunft veranschaulichen.

Sprecher bei der Fachpressekonferenz im November 2018 zur "Labvolution 2019": Dr. Andreas Gruchow (l-r), Mitglied des Vorstandes, Deutsche Messe AG, Hannover; Dr. Peter Quick, Vorstandsvorsitzender der Fachabteilung Life Science Research im Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH); Dr. Gerhard Krammer, Senior Vice President Research & Technology, Symrise Group Flavor Division; Dr. Simon Bungers, CEO und Gründer, labfolder, Sprecher smartLAB; Patrick Pfirrmann, Global Business Development Director, realworld one; Katja Wohlers, Pressesprecherin Labvolution, Deutsche Messe AG, Hannover. © Deutsche Messe AG

Die digitale Transformation prägt das Bild der kommenden Labvolution. So stellt die Messe 2019 erstmals ein Leitthema in den Mittelpunkt: "The Integrated Lab – das vernetzte Labor". "Digitale Transformation, Automation, Vernetzung und neue Formen der Interaktion verändern die Abläufe im Laboralltag", sagt Dr. Andreas Gruchow, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe. "Auf der Labvolution finden Anwender der wichtigsten Laborbranchen die passenden Lösungen, um ihre Labore für den Wettbewerb im digitalen Zeitalter fit zu machen." Auch wenn die Möglichkeiten der Digitalisierung noch längst nicht die ganze Laborwelt erobert haben, so bietet sich die Labvolution als geeignete internationale und branchenübergreifende Plattform an, um unter dem Leitthema der Vernetzung aktuelle Fragen rund um Labor 4.0, Laborworkflows, Big Data in der Bioanalytik sowie gemeinsame Standards und Sicherheit zu diskutieren.

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Biologisierung: Triebfeder und Chance

Die wichtigsten Anwenderbranchen der Labvolution sind die Industrien Chemie, Pharma, Life Sciences, Biotechnologie, Umwelt, Lebensmittel und Medizin sowie die Bereiche Forschung und Entwicklung. Einen wichtigen Stellenwert nimmt neben dem Fokus auf die unterschiedlichen Anwenderbranchen auch das Thema Biologisierung ein. "Die Biologisierung der Wirtschaft, der Bioökonomie oder der Medizintechnik ist im Hier und Jetzt angekommen", sagt Dr. Peter Quick, Vorstandsmitglied im Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH) und Vorsitzender der Fachabteilung Life-Science-Research im VDGH. "Entsprechende Erkenntnisgewinne aus den Lebenswissenschaften formen zunehmend politische und unternehmerische Prozesse. Die Biologisierung ist eine entscheidende Triebfeder des Fortschritts und eine enorme Chance für den Standort Deutschland."

Hierbei wirkt die Life-Science-Branche katalytisch: Hinsichtlich des Marktvolumens hat die Life-Science-Research-Branche (LSR) in Deutschland im Jahr 2017 erstmals zur Diagnostika-Industrie aufgeschlossen, beide Branchen setzten jeweils 2,2 Mrd. Euro um. "Der dynamische Fortschritt durch die zukunftsweisenden Technologien der Life-Science-Forschung stärkte den LSR-Markt in 2017 mit seinen mehr als 200 Unternehmen dabei bereits um 4,9 Prozent, im 1. Halbjahr 2018 wächst der LSR-Markt noch dynamischer um 7,8 Prozent", so Quick. "Treiber dieser Entwicklung, die sich synchron in Deutschland und im Weltmarkt zeigt, ist insbesondere das Wachstum bei Geräten und damit verbundenen Serviceleistungen. Beide Branchen sind mittelständisch geprägt und zeichnen sich durch eine hohe Forschungsintensität aus: Rund 11 Prozent ihrer Umsätze werden im Schnitt in FuE und in der LSR in Schwerpunkte wie Gen-Editierung (CRISPR), NGS, Immun-, Gen- und Zell-Therapien, Life Cell Imaging, in In-vitro-Systeme von 3D-Zellkulturen bis zu Organoiden sowie in Schnittstellen zur biopharmazeutischen Fertigung reinvestiert. Companion Diagnostics, die im Rahmen der personalisierten Medizin zur Begleitung zielgerichteter Arzneimitteltherapien eingesetzt werden, bleiben eine der wichtigsten inhaltlichen Brücken zwischen Diagnostika- und Life Science Research-Industrie."

smartLAB III mit noch mehr Anwenderbezug

Einen wichtigen Beitrag zum Thema Vernetzung leistet das smartLAB . Beim mittlerweile dritten Auftritt des intelligenten Labors der Zukunft gehen die insgesamt 14 Partner aus Forschung und Industrie noch einmal eine Entwicklungsstufe weiter. Von Augmented-Reality-Funktionen und der neuen Generation von Virtual-Reality-Brillen über innovative Interaktionsmedien bis hin zum Einsatz einer Drohne wird smartLAB das technologisch Mögliche ausschöpfen und dabei gleichzeitig den Anspruch erfüllen, als voll funktionsfähiges Zukunftslabor die Fachbesucher zum Weiterdenken zu animieren. Im Mittelpunkt steht das Motto 'dezentral arbeiten – global vernetzt sein'. "Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass die Besucher der Labvolution beim smartLAB mitmachen wollen", so Gruchow. "Es wird deshalb einen Hands-on-Laborbereich geben, in dem die Besucher die neuen smartLAB Features selbst ausprobieren können. Außerdem bekommen die Use-Cases noch mehr Gewicht. Die Anwender dürfen schon jetzt gespannt sein."
Überhaupt dreht sich auf der Labvolution alles um die Anwender. Als Fachmesse für die ganze Welt des Labors richtet sie sich an alle Entscheider und Mitarbeiter im Labor, die Interesse an innovativer Labor-, Bio- und Analysetechnik sowie an vernetzter Laborinfrastruktur, Anwendungen und Workflows haben.

Workshops, Symposium, Schulungen

Neben den etablierten Formaten wie dem Biotechnica Forum wird es auch einige Neuerungen auf der Labvolution 2019 geben. Das bisherige Lab User Forum wird zum Lab User Dialogue ausgebaut – mit Produktpräsentationen, hochwertigen Workshops und Podiumsdiskussion. Neu sind zwei Konferenzen, die in Kooperation mit der Gläsernes Labor Akademie aus Berlin veranstaltet werden. Die erste richtet sich mit einer zertifizierten Schulung an technische Angestellte aus dem Labor, die zweite mit dem Thema Berufsorientierung an Young Life Scientists.

Als weitere Neuerungen nennt die Deutsche Messe ein Wissenschafts-Symposium, das sich mit aktuellen Themen aus den molekularen Life Sciences befasst sowie den Labvolution Award für erfolgreiche Laboroptimierungen. Dieser Preis richtet sich ausdrücklich an Anwender – also an Labore, Forschungsgruppen oder auch Einzelpersonen, die nachhaltig erfolgreiche Lösungen zur Verbesserung des Laboralltags etabliert haben.

In Planung sind auch ein Gemeinschaftsstand zu Labor-Informations- und Managementsystemen (LIMS), ein geförderter Stand für Start-ups sowie diverse Angebote zum Thema Job und Karriere.

Die nächste Labvolution findet vom 21. bis 23. Mai 2019 in Hannover in Halle 19/20 (direkt am Eingang Nord) statt.

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