Lanxess will Profitabilität steigern

Neue mittelfristige Finanzziele im Visier

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess will seine Stabilität und Profitabilität in den nächsten Jahren weiter verbessern und hat sich dafür neue mittelfristige Finanzziele gesetzt.

Lanxess-Vorstandsvorsitzender Matthias Zachert stellt die neuen mittelfristigen Finanzziele vor. Foto: Lanxess.    

So soll sich die operative Ergebnismarge – gemessen am EBITDA vor Sonder-einflüssen – ab 2021 im Bereich 14 bis 18 % bewegen. Im Geschäftsjahr 2016 lag die Marge bei 12,9 %. Gleichzeitig soll der Konzern noch stabiler aufgestellt und die Schwankungsbreite des operativen Ergebnisses verringert werden. Auf der Volumenseite will Lanxess konstant stärker wachsen als die globale Wirtschaftsleistung.

„Lanxess steht heute wieder auf festen Beinen und ist zurück auf einem profitablen Wachstumspfad. In den kommenden Jahren wollen wir unser volles Potenzial ausschöpfen und Lanxess zu einem noch stärkeren Unternehmen entwickeln: mit einer hochdiversifizierten, stabilen Plattform, mit einer gesteigerten Profitabilität und nicht zuletzt mit einer auf Engagement und Begeisterung basierenden Unternehmenskultur“, sagte Matthias Zachert, Vorstandsvorsitzender der Lanxess AG.

Organische Investitionen – rund 400 Mio. Euro zwischen 2016 und 2020 – sollen in Projekte erfolgen, die eine Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) von durchschnittlich 20 % erbringen. Der ROCE des Gesamtkonzerns lag im Geschäftsjahr 2016 bei 6,9 %. Lanxess strebt zudem eine noch stärkere regionale und sektorale Diversifizierung an, um die Auswirkungen von Marktschwankungen weiter zu reduzieren. Dabei soll der Umsatzanteil der Wachstumsmärkte wie Asien und Nordamerika weiter erhöht und die Präsenz in attraktiven Kundenindustrien wie Elektro/Elektronik oder Energie mit innovativen Produktanwendungen ausgebaut werden.

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Ein wichtiger Faktor zur Erreichung der neuen Finanzziele sind die Synergien, die aus der Akquisition von Chemtura – dem größten Zukauf der Unternehmensgeschichte – resultieren. Rund 100 Mio. Euro an jährlichen Kosteneinsparungen plant der Konzern bis zum Jahr 2020 zu erreichen, davon rund 25 Mio. Euro bereits in diesem Jahr. Diesen stehen geschätzte Einmalkosten  von 140 Mio. Euro gegenüber.

Konzernweite Digitalisierungsinitiative

Lanxess wird seinen Wachstumskurs mit einer konzernweiten Digitalisierungsinitiative begleiten. Dafür hat das Unternehmen einen eigenen Bereich im Unternehmen mit zunächst 30 Experten gegründet. „Die Digitalisierung wird die Prozesse und Geschäftsmodelle in der Chemieindustrie und unseren Kundenindustrien nachhaltig verändern. Wir wollen die digitale Transformation bei Lanxess aktiv gestalten und Potenziale rechtzeitig nutzen“, erläutert Matthias Zachert. Zentrale Handlungsfelder der Initiative sind die Digitalisierung der Wertschöpfungskette, die Nutzung von Big Data, die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle sowie die Verankerung digitaler Kompetenzen bei den Mitarbeitern.

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