Neugier als Antrieb, Forschung als Leidenschaft

Merck feiert 350 Jahre Unternehmensgeschichte in Darmstadt

Merck, ältestes pharmazeutisch-chemisches Unternehmen der Welt, hat am 03.05.2018 mit einem Festakt 350 Jahre Unternehmensgeschichte gefeiert. Dazu waren rund 900 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nach Darmstadt gekommen. 

Neue Merck-Fabrik in Darmstadt, 1913 (Bild: Merck).

Frank Stangenberg-Haverkamp, als Vertreter der Merck-Familie Vorsitzender des Vorstandes der E. Merck KG, und Stefan Oschmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Merck KGaA, begrüßten unter den zahlreichen Gästen die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Angela Merkel, und den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier.

Die Feierlichkeit im eigens für die verschiedenen Jubiläumsveranstaltungen errichteten „M-Sphere“ – eines der größten mobilen geodätischen Zelte weltweit – bestand aus insgesamt drei Akten: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Zu Beginn des ersten Aktes spielte die Deutsche Philharmonie Merck den ersten Teil einer speziell für diesen Anlass entwickelten Jubiläumskomposition (2018) des Dirigenten Ben Palmer „Part I. Departure (1668)“. Danach sprach für die Merck-Familie Frank Stangenberg-Haverkamp.

Familie Merck bedankt sich bei Mitarbeitenden
„Die wesentlichen Grundsätze, auf denen unser Unternehmen beruht, haben jeden Wandel überdauert. Merck entwickelt forschungsintensive Spezialprodukte. Merck legt besonderen Wert auf Qualität. Und Merck ist ein wertebasiertes Unternehmen“, sagte Stangenberg-Haverkamp, der aus der 11. Generation der Merck-Familie stammt, in seiner Ansprache. „Für uns als Familie bedeutet wertebasiertes Handeln, Verantwortung zu übernehmen für unser Unternehmen, für unsere Mitarbeiter und für die Gesellschaft. Wir sind industriell geprägte, langfristig denkende und handelnde Eigentümer-Unternehmer. Wir haften mit unserem Privatvermögen und bringen unsere Finanzmittel ganz wesentlich in die Firma. Wir verstehen uns als Treuhänder für die nächste Generation“, skizzierte Stangenberg-Haverkamp das Selbstverständnis der Merck-Familie.

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„Im Namen der gesamten Familie Merck danke ich heute all jenen, die zum Erfolg unseres Unternehmens beitragen – bei allen ehemaligen und natürlich bei unseren aktuell fast 53 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ihr Einsatz, ihre Neugier und ihre Begeisterung machen Merck zu dem erfolgreichen Wissenschafts- und Technologieunternehmen, das es heute ist“, sagte Stangenberg-Haverkamp der Belegschaft von Merck.

„Dieses Unternehmen hat sich immer wieder neu erfunden. Und wir werden Merck auch in Zukunft stets weiterentwickeln“, sagte Stangenberg-Haverkamp zum Ende seiner Ausführungen. „Dabei bleiben wir unseren Grundsätzen treu: wissenschaftliche Neugier, klare und verpflichtende Werte, anständige Unternehmensführung, verbunden mit dem einen Ziel: Fortschritt für Patienten, Kunden und die Gesellschaft als Ganzes. Darum wird es bei Merck immer gehen. Heute und in den nächsten Jahren, Jahrzehnten und Jahrhunderten.“

Bouffier lobt Standorttreue und Innovationskraft
Im zweiten Akt richtete Volker Bouffier, Ministerpräsident des Landes Hessen, Grußworte der hessischen Landesregierung aus. „Merck – dieser Name steht für Geschichte und Aufbruch und beschreibt, wie sich Standorttreue und Innovationskraft zu neuer Kreativität und Produktivität miteinander verbinden lassen. Seit 350 Jahren prägt Merck von Hessen aus verschiedene Branchen entscheidend mit. Darüber hinaus zeichnet sich das Unternehmen durch eine starke gesellschaftliche Verwurzelung und Verantwortung aus und genießt hohes Ansehen weltweit. Ich wünsche der Firma, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und auch der Eigentümerfamilie für die Zukunft alles Gute“, sagte Bouffier während seiner Rede.

Oschmann: Wissenschaftliche Neugier und verantwortungsvolles Unternehmertum als Schlüssel zu technologischem Fortschritt
Die Rede von Stefan Oschmann schließlich markierte den Beginn des dritten Aktes. „Merck trägt seit Jahrhunderten zum Fortschritt der Wissenschaft bei. Wir sind ein lebendiges Wissenschafts- und Technologieunternehmen, bei uns arbeiten weltweit fast 53 000 Mitarbeiter an bahnbrechenden Lösungen“, so Oschmann. „Neugier ist unser Antrieb, Forschung ist unsere Leidenschaft, und Verantwortung ist ein zentraler Wert, der unser tägliches Handeln prägt.“ „Wir stehen zurzeit an einem entscheidenden Punkt. Einige der Technologien, über die wir heute verfügen, haben eine ganz neue Qualität. Sie bringen grundlegende ethische Fragen mit sich. Ich denke etwa an Big Data, künstliche Intelligenz oder auch die Genomeditierung. Wir brauchen diese Technologien, weil sie uns zum Beispiel helfen, neue Therapien für schwere Krankheiten zu finden. Aber neben all den Chancen müssen wir uns immer wieder der großen Verantwortung bewusst sein, die ihre Anwendung mit sich bringt“, fuhr Oschmann fort. „Wissenschaftliche Neugier, gepaart mit verantwortungsvollem Unternehmertum, ist eine unglaublich mächtige Kombination und hat die Menschheit weit gebracht. 350 Jahre Merck waren nur so möglich. Wir bei Merck sind überzeugt: Wissenschaftliche Neugier und verantwortungsvolles Unternehmertum – diese Kombination ist der Schlüssel zu technologischem Fortschritt, der allen Menschen nutzt. Das treibt uns an und dafür arbeiten wir, jeden Tag“, beendete Oschmann seine Rede.

Auf Stefan Oschmann folgte die Festrede der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Der zweite Teil der Jubiläumskomposition von Ben Palmer (2018), „Part II. The Journey Through Time“, erneut vorgetragen von der Deutschen Philharmonie Merck, markierte den Abschluss des dritten und letzten Aktes der Veranstaltung.

Innovationszentrum offiziell eröffnet
Anschließend eröffneten Angela Merkel, Frank Stangenberg-Haverkamp und Stefan Oschmann gemeinsam das neue Innovationszentrum von Merck in Darmstadt offiziell. In dem neu errichteten Gebäude im Herzen der Merck-Zentrale steht Startups und hausinternen Innovationsteams eine fünfmal größere Fläche als bisher zur Verfügung, um an Innovationsprojekten außerhalb des bestehenden Geschäfts von Merck zu arbeiten. „Die Zusammenarbeit mit jungen Gründern ist eine helle Freude. Und wer weiß, vielleicht wird aus einer der geförderten Geschäftsideen irgendwann ein Unternehmen wie Merck. Wir haben ja schließlich 1668 auch als Start-up angefangen“, so Stefan Oschmann.

Weitere regionale Festakte anlässlich 350 Jahren Unternehmensgeschichte von Merck werden im Juni in Shanghai, China, und im Oktober in Boston, USA, stattfinden. Zu den zahlreichen Ereignissen im 350. Geburtsjahr von Merck zählt der Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der vom 24. bis 27. Mai 2018 in Darmstadt stattfinden wird.

Curious 2018 - Konferenz zur Zukunft von Wissenschaft und Technik
Ein weiteres Ereignis im Jubiläumsjahr wird die Konferenz „Curious2018 – Future Insight“ in Darmstadt sein, bei der vom 16. bis 18. Juli über 35 renommierte internationale Wissenschaftler – darunter fünf Nobelpreisträger – an drei Tagen ihre Arbeiten vorstellen und sich über die Zukunft von Wissenschaft und Technik austauschen. Merck unterstützt dieses erstmals stattfindende Ereignis als Hauptsponsor.

Ein Highlight gegen Ende der Jubiläumsfeierlichkeiten im kommenden Herbst wird am 22. September 2018 der „Tag der Offenen Tür“ am Unternehmenssitz in Darmstadt sein. Interessierte Besucher werden dann die Möglichkeit haben, einen Blick hinter die Kulissen des Wissenschafts- und Technologieunternehmens Merck zu werfen.

Über Merck
Gegründet 1668 ist Merck das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt. Die Gründerfamilie ist bis heute Mehrheitseigentümerin des börsennotierten Konzerns. Merck mit Sitz in Darmstadt besitzt die globalen Rechte am Namen und der Marke Merck. Einzige Ausnahmen sind die USA und Kanada, wo das Unternehmen als EMD Serono, MilliporeSigma und EMD Performance Materials auftritt.

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