Mikro-Bauteile

Klein und fein und sehr, sehr dünn

Wenn die Fachmesse Microsys am 6.Oktober in Stuttgart ihre Pforten öffnet, dann ist auch LK Mechanik mit an Bord. Denn das Heuchelheimer Unternehmen fertigt im Laserfeinscheiden und im Wasserstrahl-Microcutting dünnwandige und winzige Metallteile in höchster Präzision. Damit ist es für Hersteller in Feinmechanik, Elektrotechnik, Medizintechnik und Luftfahrt ein interessanter Partner.

Das Heuchelheimer Unternehmen LK Mechanik fertigt im Laserfeinscheiden und im Wasserstrahl-Microcutting dünnwandige und winzige Metallteile in höchster Präzision. (Bild: LK Mechanik GmbH)

Für alle Hersteller, die filigrane Metallteile in kleinsten Dimensionen benötigen, zeigt das Unternehmen auf seinem Microsys-Messestand 9502 in Halle 9 exemplarisch einige seiner kleinsten Exponate. Darunter zum Beispiel eine nur 0,05 mm "dicke" Edelstahl-Platine mit 20 µm schmalen Spalten, Stegbreiten von gerade mal 0,05 mm und Bohrungen, deren Durchmesser kaum 0,2 mm erreichen.

Solche "zarten", aber hochgenau gefertigten Miniaturteile gehören zu den Spezialitäten des Heuchelheimer Metallverarbeiters. Sie entstehen in Hightech-Verfahren wie dem Laserfeinschneiden und dem Wasserstrahl-Microcutting. "Auf beiden Gebieten verfügen wir über langjährige Erfahrung und modernste Anlagentechnik", sagt Firmenchef Friedhelm Kraft. Dabei kann sein Unternehmen inzwischen eine große Auswahl verschiedener Materialien bearbeiten. Das Angebot reicht von Edelstahl über NE- und Hartmetall bis hin zu Kunststoff, Keramik, Carbon und PKD. Auch Titan sowie Verbundmaterialien, Chipträger und Silicium finden in Heuchelheim zu ihrer Form.

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Die Laserschneid-Anlagen des Unternehmens kommen meist für die Feinstbearbeitung dünner Metallbleche, winziger Formteile und komplexer 3D-Geometrien zum Einsatz. Das Hauptanwendungsgebiet des Wasserstrahl-Microcuttings liegt hingegen bei 2D-Bauteilen, die möglichst keiner Wärmeeinbringung ausgesetzt werden dürfen. Dabei liegt der Vorteil der bei LK Mechanik genutzten Wasserstrahl-Feinschneid-Technologie - im Gegensatz zur konventionellen Wasserstrahltechnik - nicht nur in der Möglichkeit, viel feinere, präzisere und genauere Konturenschnitte zu realisieren. Darüber hinaus schont das in Heuchelheim eingesetzte Verfahren auch die Gefügestrukturen und Oberflächen der bearbeiteten Materialien, da es vollkommen ohne Wärmeentwicklung auskommt.

Darüber hinaus ist das Wasserstrahl-Microcutting, so wie es LK Mechanik praktiziert, schneller und kostengünstiger als beispielsweise das Drahterodieren. Zudem gibt es kaum Nachbearbeitungsaufwand, da das Verfahren keine nennenswerte Gratbildung verursacht. Nicht zuletzt ist das Unternehmen in der Lage, auch ohne Abrasivmittel, also nur mit Reinwasser, zu schneiden. "Auf diese Weise lassen sich dann Schnittspalte im unteren Mikrometer-Bereich erzielen", berichtet Friedhelm Kraft.

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