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Nordbayern-Initiative für Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur stärkt den nordbayerischen Raum

Nordbayern-InitiativeKooperation mit der Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Das Bayerische Kabinett hat in seiner Sitzung vom 5. August umfangreiche Maßnahmen beschlossen, um den nordbayerischen Raum zu stärken. Mit dieser Nordbayern-Initiative für Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur sollen fast 600 Mio. Euro bis 2018 nach Franken und in die Oberpfalz fließen. Im Rahmen der Nordbayern-Initiative werden wichtige und herausragende Projekte in oder in Kooperation mit der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) unterstützt:

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Ansiedlung eines Helmholtz-Instituts (RNA & Infektion)
Durch die Fördermaßnahme ist es erstmals möglich, eine Helmholtz-Einrichtung in Unterfranken anzusiedeln. Diese Ansiedlung erfolgt vor dem Hintergrund des bereits bestehenden Zentrums für Infektionsforschung (ZINF) an der JMU, das bereits jetzt schon hochgradig interdisziplinär und international vernetzt arbeitet und international höchste Anerkennung genießt. In idealer Ergänzung mit der Forschungsleistung des Helmholtz-Zentrums in Braunschweig können durch ein Helmholtz-Institut in Würzburg wertvolle Impulse zur Erforschung von neuen Therapieansätzen bei Infektionskrankheiten entwickelt werden.

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Zentrum für topologische Isolatoren
Ein topologischer Isolator ist ein Material, welches sich in seinem Inneren als elektrischer Isolator verhält und bei dem gleichzeitig die Oberfläche sehr gut leitfähig ist. Nach theoretischer Vorhersage durch verschiedene Wissenschaftler in den Jahren 2005 und 2006 wurde dieser neue Zustand der Materie am Lehrstuhl von Laurens W. Molenkamp an der Universität Würzburg erstmals 2007 in einem Experiment nachgewiesen.

Mit diesen neuen Materialien können neuartige energieeffiziente Elektronikbauteile entwickelt werden. Sie bieten einen vielversprechenden neuen Zugang zum Quantencomputing. Neuartige Prozessoren können künftig weitaus energiesparender betrieben werden bei gleichzeitiger enormer Leistungssteigerung.

Einrichtung eines Bayerischen Polymerinstitut
Um sich den gesellschaftlichen und technologischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu stellen, ist die Entwicklung neuartiger multifunktioneller Polymere und polymerer Leichtbauwerkstoffe unerlässlich. Polymere und neue Verarbeitungsprozesse sind essenziell für Schlüsseltechnologien in den Bereichen Klimawandel, Energie, Gesundheit und Kommunikation, führen zu kreativen Innovationen und schaffen neue Arbeitsplätze. An dem neu zu gründenden Bayerische Polymerinstitut (BPI) sind die Universitäten Bayreuth, Erlangen-Nürnberg und Würzburg beteiligt.

Forschungseinrichtung Immunologie
Mit dieser Unterstützung des Freistaates Bayern werden die laufenden Aktivitäten zur Einrichtung einer Max-Planck-Forschungsgruppe entscheidend vorangetrieben und nachhaltig unterstützt. Die Immunologie wird als Teil der Systembiologie mit medizinischem Bezug ein wichtiges Zukunftsthema der Lebenswissenschaften darstellen, für das die JMU ideale Voraussetzungen bietet. Erforscht werden in dieser neuen Einrichtung unter anderem die Immuntherapie von Krebs und anderen Erkrankungen, die Regulation von Immunzellen und ihre Rolle bei der Entstehung von Krankheiten sowie die inter- und intrazellulare Signalweiterleitung.

Neubau Graduate School of Life Sciences
Die im Rahmen der Exzellenzinitiative geförderte Graduate School of Life Sciences (GSLS), die derzeit in einem Provisorium untergebracht ist, wird einen Neubau im Bereich des Hubland-Campus Nord erhalten. Dies dient der Stärkung und Ausweitung der internationalen Aktivitäten der GSLS im Bereich der strukturierten Doktorandenausbildung. Auf diese Weise können alle Aktivitäten unter einem Dach angeboten werden.

Zusätzlich zu diesen neuen Einrichtungen werden auch weitere bereits bestehende außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in Würzburg gefördert. Dazu gehören das Zentrum für Angewandte Energieforschung Bayern (ZAE), das Süddeutsche Kunststoffzentrum (SKZ) mit einer Zukunftsfabrik und das Forschungszentrum Magnetresonanz MRB.

Präsident Alfred Forchel ist sehr erfreut über diese außergewöhnliche Förderung und sieht in diesen beschlossenen Förderprojekten von Hochtechnologiebereichen der Medizin, der Natur- und Lebenswissenschaften ein hohes Zukunftspotenzial für die JMU und für die Region insbesondere durch die enge Verzahnung universitärer und außeruniversitärer Forschung. Auf diesem Wege können Kompetenzfelder gebündelt und gestärkt werden. Forchel spricht allen Mitstreitern und Unterstützern in Politik, Institutionen und der Wissenschaft seinen großen Dank aus.

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