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Preis für Forschung zu Mutationen

Von links nach rechts: Maria Leptin (EMBO Director), Axel Jahns (Eppendorf AG), Ben Lehner (Award Winner 2013), Francisco Chavarri (Managing Director Eppendorf Ibérica), Reinhard Jahn (Director MPI for Biophysical Chemistry).

Der Wissenschaftspreis der Hamburger Eppendorf AG geht dieses Jahr nach Spanien - genauer gesagt an den britischen Wissenschaftler Dr. Ben Lehner, der an der EMBL-CRG Systems Biology Unit am Centre de Regulació Genòmica in Barcelona foscht. Lehner erhielt den Preis am 6. Juni 2013 in Heidelberg überreicht. Ausgezeichnet wurde er für seine Entdeckungen in Zusammenhang mit der grundsätzlichen Fragestellung, warum Mutationen im Genom zu unterschiedlichen Phänotypen führen. Seine Forschungsarbeit trägt zum Verständnis bei, wie Genfunktionen während der Entwicklung durch Umweltfaktoren und das Zusammenspiel mit anderen Genprodukten moduliert werden.

Lehners Ergebnisse gelten als bahnbrechend. Sie ermöglichen neue Ansätze für das Erkennen genetischer Prädispositionen für bestimmte Krankheiten, insbesondere Krebs, und erschließen damit Perspektiven für die Entwicklung neuartiger therapeutischer Strategien.

Die Preisverleihung fand am 6. Juni 2013 im EMBL Advanced Training Centre in Heidelberg statt. Zum Auftakt begrüßten Dr. Axel Jahns (Vice President Global e-Business & Marketing Support der Eppendorf AG) und Prof. Matthias Hentze (Associate Director EMBL) das Auditorium mit geladenen Gästen aus Forschung, Wirtschaft und Medien. In seiner Laudatio würdigte der Juryvorsitzende Prof. Reinhard Jahn (Direktor am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen) die Arbeit von Ben Lehner.

"Patienten haben kein Interesse an den möglichen Auswirkungen der Mutationen, die sie tragen; sie wollen wissen, was tatsächlich mit ihnen geschehen wird. Wir arbeiten mit Modellorganismen (Hefen, Würmer, Tumoren), um zu verstehen, wann es möglich ist, die Eigenschaften eines Individuums anhand dessen Genomsequenzen exakt vorherzusagen und aus welchen Gründen dieses oft nicht möglich ist", erklärte der Preisträger. "Dieser Preis würdigt das Engagement und die Energie aller ehemaligen und jetzigen Mitarbeiter meines Labors sowie von Kollegen und Mitarbeitern in Barcelona und rund um den Globus. Individuen sind glücklicherweise unterschiedlich. Eines der Hauptziele unserer Forschung besteht darin, zu verstehen, wo diese Unterschiede auftreten und wie sie prognostiziert werden können."

Mit dem 1995 ins Leben gerufenen Eppendorf Young Investigator Award, der mit 15000 Euro dotiert ist, würdigt die Eppendorf AG herausragende Forschungsarbeiten auf dem biomedizinischen Sektor und fördert damit junge Wissenschaftler in Europa bis zum Alter von 35 Jahren. Der Eppendorf Award wird in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsmagazin Nature verliehen. Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Jury, bestehend aus Prof. Reinhard Jahn (Vorsitz), Prof. Hans Clevers, Prof. Dieter Häussinger, Prof. Maria Leptin und Prof. Martin J. Lohse.

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