Neubau für Medizintechnik-Fertigung
Siemens Healthineers investiert 70 Mio. Euro in Kemnath
Siemens Healthineers erweitert seinen Standort im oberpfälzischen Kemnath und investiert rund 70 Millionen Euro in den Ausbau der Fertigung. Entstehen soll eine neue Montage- und Produktionshalle für moderne Medizintechnik-Komponenten. Die neue Halle mit einer Fläche von 4.500 Quadratmetern soll bis Mitte 2027 in Betrieb gehen.
Am 15. Juli 2026 wurde mit einer feierlichen Grundsteinlegung der nächste Entwicklungsschritt für den Standort eingeleitet. Zu den Gästen der Veranstaltung gehörten Judith Gerlach, bayerische Gesundheitsministerin, Hubert Schicker, Landrat des Landkreises Tirschenreuth, Roman Schäffler, erster Bürgermeister der Stadt Kemnath, sowie Elisabeth Staudinger, Mitglied des Vorstands der Siemens Healthineers AG.
Ein Bekenntnis zum Standort Deutschland
Mit dem Neubau will Siemens Healthineers die Voraussetzungen für weiteres Wachstum schaffen und zugleich die Automatisierung in der Großzerspanung ausbauen. Der Standort Kemnath soll damit langfristig gestärkt werden.
„Siemens Healthineers bekennt sich klar zum Standort Deutschland und zum Standort Kemnath“, sagt Johannes Waldhör, bei Siemens Healthineers Leiter des Standorts und kaufmännischer Leiter TEC Center Mechatronic Products. „Wir bauen den Standort Kemnath weiter aus, erhöhen die Produktivität und sichern damit viele Arbeitsplätze in der Region.“
Produktionszentrum für große mechanische Komponenten
Im Zentrum des Vorhabens steht die neue Produktionshalle mit einer Bruttogrundfläche von rund 4.500 Quadratmetern. Rund 3.400 Quadratmeter davon sind für die Produktion im Bereich Strahlentherapie vorgesehen. Weitere rund 300 Quadratmeter entfallen auf einen Logistikbereich.
Darüber hinaus werden etwa 700 Quadratmeter im bestehenden Gebäude modernisiert. Künftig liegen beide Gebäude direkt nebeneinander. Das soll kurze Wege in der Logistik ermöglichen und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Bereichen erleichtern.
Eine zentrale Rolle übernimmt dabei das smart Mechanic Center. Die hochautomatisierte Fertigung ist auf die Herstellung großer mechanischer Komponenten ausgerichtet und bildet einen Schwerpunkt der Standorterweiterung.
Nachhaltigkeit als Bestandteil der Planung
Neben der Erweiterung der Produktionskapazitäten setzt Siemens Healthineers bei dem Bauprojekt nach eigenen Angaben auf Nachhaltigkeit. Geplant sind Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, eine ressourcenschonende Bauweise und die Berücksichtigung moderner Umweltstandards.
Das neue Gebäude ist für einen CO₂-neutralen Betrieb ausgelegt. Vorgesehen sind unter anderem eine vollelektrische Energieversorgung, LED-Beleuchtung, die Anbindung an die bestehende Wärmeversorgung sowie geplante Photovoltaik-Flächen. Ein Retentionsdach soll zudem Regenwasser speichern und damit einen Beitrag zu einem nachhaltigen Gebäudekonzept leisten.
Quelle: Siemens Healthineers AG










