Iran: Wirtschaftsembargo beendet

Spectaris hofft auf gute Geschäfte

Der Deutsche Industrieverband für optische, medizinische und mechatronische Technologien e.V. Spectaris begrüßt die Aufhebung der internationalen Wirtschafts- und Finanzsanktionen, die den Handel mit dem Iran in den letzten Jahren praktisch zum Erliegen gebracht haben.

„Die Aufhebung der Wirtschafts- und Finanzsanktionen bietet eine gute Möglichkeit, um den traditionell guten deutsch-iranischen Wirtschaftsbeziehungen neuen Schwung zu verleihen“, so Tobias Weiler, Geschäftsführer von Spectaris. Vor 2007 war Deutschland noch der führende Exporteur in das persische Land. Aufgrund der Verschärfung des Atomkonflikts und den auferlegten Sanktionen wurden die Spitzenpositionen an China, Indien und Südkorea abgegeben. „Ziel der deutschen Exportwirtschaft ist es, die verlorene Marktposition langsam wieder zurückzugewinnen“, so Weiler. Der Wunsch sei groß, wieder mit den alten Partnern neue Geschäfte machen zu können.

Laut Spectaris ist jedoch Vorsicht geboten: Die Embargovorschriften wurden zwar weitgehend gelockert, jedoch bestehen weiterhin zahlreiche Beschränkungen, die zu beachten sind. Jedes Unternehmen muss sorgfältig prüfen, ob das angestrebte Rechtsgeschäft weiterhin verboten, genehmigungspflichtig oder genehmigungsfrei ist. Spectaris plant, das Thema Iran im laufenden Jahr verstärkt auf die Agenda zu setzen – unter anderen durch Kooperationen mit entsprechenden Ländervereinen oder durch eigene Veranstaltungen zum Thema.

Anzeige

Hintergrund

Am 16. Januar gab die Internationale Atomenergie Organisation (IAEO) bekannt, dass der Iran seine Verpflichtungen aus dem „Joint Comprehensive Plan of Action“ (JCPOA) nachgekommen ist. Die dadurch möglich gewordene Sanktionslockerung bildet die Grundlage für die Normalisierung der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Teheran und der internationalen Gemeinschaft. Iran hat nun die Möglichkeit, die Modernisierung seiner Wirtschaft voranzutreiben. Aufgrund des jahrelangen Embargos besteht in verschiedenen Bereichen ein großer Nachholbedarf. Die Prioritäten liegen im Ausbau des Öl- und Gassektors, der Verkehrsinfrastruktur, Umwelt und des Gesundheitswesens.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren