Zukunftsfähigkeit braucht Innovationen

GDCh kritisiert Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2020

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) kritisiert die geplanten finanziellen Kürzungen bei den Mitteln, die dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) künftig zur Verfügung gestellt werden sollen.

Die Bundesregierung hat am 20. März 2019 die Eckwerte zum Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2020 und zum Finanzplan 2019 bis 2023 beschlossen. Danach wird der Haushalt des BMBF von 18,3 Mrd. Euro im Jahr 2019 um 2,9 Prozent auf 17,7 Mrd. Euro 2020 sinken. Bis 2023 sieht der Finanzplan eine weitere Reduzierung auf 17,6 Mrd. Euro vor.

GDCh-Vorstandsmitglied Professorin Dr. Katharina Landfester beschreibt die Bundesregierung als "rückwärtsgewandt". © GDCh

Deutschland ist als Hochtechnologieland dringend auf politische Rahmenbedingungen angewiesen, die Ausbildung, Forschung und Entwicklung entlang der gesamten Bildungs- und Wertschöpfungskette bestmöglich unterstützen. Gut ausgebildete Fachkräfte sowie eine starke Grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung haben für die Chemie eine besondere Bedeutung.

„Hohe Standards in Bildung und Forschung sind die Grundvoraussetzung für Innovationen in der Chemie. Und nur mit Innovationen werden wir im internationalen Wettbewerb bestehen und damit Deutschland zukunftsfähig halten können“, betont GDCh-Präsident Dr. Matthias Urmann.

GDCh-Vorstandsmitglied Professorin Dr. Katharina Landfester ergänzt: „Chemische Entwicklungen führen beispielsweise zu neuen Materialien, die für die Energiewende und zukünftige Mobilitätskonzepte unerlässlich sind. Mit der Reduzierung des BMBF-Budgets sind negative Auswirkungen auf die notwendigen Forschungsaktivitäten zu befürchten. Die Bundesregierung zeigt sich hier rückwärtsgewandt und müsste dringend umdenken.“

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Quelle: GDCh

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